iPads im Unternehmenseinsatz verdrängen PCs

IDG connectVon IDG Connect veröffentlichte Zahlen belegen, dass Mobile Pros, die ein iPad besitzen, es auch fast ausschließlich zu beruflichen Zwecken einsetzen: Rund 91 Prozent der weltweit befragten iPad-Besitzer nutzen den tastaturlosen Flachrechner in erster Linie beruflich. Etwa ein Viertel der iPads wurden vom beschäftigenden Unternehmen bereitgestellt, der Rest beruht auf Bring Your Own (BYOD).

Volle 72 Prozent der iPad-Nutzer geben überdies an, ihre Notebooks seltener zu nutzen, seit sie auch das Tablet zur Verfügung haben. Erstaunliche 66 Prozent sagen sogar, das iPad habe ihren Mobil-PC zumindest teilweise ersetzt. 16 Prozent der Antwortenden weltweit haben das Notebook komplett durch ihr iPad ersetzt, diese Zahl liegt für Europa mit 23 Prozent nochmals höher. Diese doch etwas hoch wirkenden Zahlen werden verständlicher bei der Aufreihung der Haupteinsatzzwecke: Surfen, News, Chat und E-Mail-Check wurden in erster Linie angeführt, nicht aber die Arbeit mit Textdokumenten, Tabellen sowie Präsentationen oder das SCHREIBEN von E-Mails…

Auch der Punkt Markentreue wurde abgefragt: 83 Prozent derjenigen, die bereits ein iPad hatten, wünschen dabei zu bleiben und interessieren sich wenig für Android-, BlackBerry oder Windows-basierende Tablets (vgl. hierzu auch den “Mobile Monitor 2011″ von Goldmedia Custom Research und respondi: 63% Marktanteil im deutschen Tablet-Markt und ein Zufriedenheitswert von weit über 80 Prozent f. Apple).

Kostenloser Download des iPad Business Survey von IDG (PDF; 1,2 MB)

Leitende Mitarbeiter werden zunehmend mit iPad und Mac ausgestattet
Forrester Research hat andere Zahlen, die den generellen Trend aber bestätigen: Aus ihrem “Global Tech Market Outlook” für 2012 und 2013 lassen sich “hervorragende Zukunftsaussichten für Apple im Business-Bereich ausmachen. Der Grund: Immer mehr Mitarbeiter setzen auf das iPad. Die Studie weist auf die wachsende Akzeptanz von iPad und Mac im Unternehmensbereich hin, was beweise, dass Apple dem traditionell von Microsoft, Dell, Lenovo und HP dominierten Unternehmens-Markt gefährlich werden könnte. [...] In diesem Jahr, so zeigen die Schätzungen, könnte Apple Macs im Wert von rund 9 Mrd. US-$ und iPads im Wert von rund 10 Mrd. US-$ im Business-Bereich verkaufen. Schon 2010 und 2011 zeigten die Verkaufszahlen von iOS-Geräten und Tablets, dass Apple Macs und iPads im Wert von jeweils 6 Mrd. US.$ im Business-Bereich verkauft habe. Forrester erwartet, dass sich diese Zahlen bis 2013 verdoppeln. Dazu wird laut Studie – in der das iPad in der PC-Kategorie geführt wird – beitragen, dass die 500 größten Unternehmen ihre leitenden Mitarbeiter zunehmend mit MacBooks und iPads ausstatten oder ihnen einen Kauf nahelegen.

Der Trend zum Zweit-Tablet nimmt zu
Die Zahl der verkauften Tablets wird sich innerhalb der kommenden vier Jahre in Deutschland vervierfachen. Diese neuen Endgeräte-Kategorien und zusätzliche Medienangebote treiben das Datenvolumen drastisch in die Höhe.”, ist Dr. Andreas Gentner von Deloitte überzeugt. Hinzu komme ein weiteres Phänomen: Viele Verbraucher schaffen sich laut Deloitte ein zweites Tablet an. Dabei neigen die Nutzer zur Differenzierung, denn zusätzlich zum beliebten 10 Zoll Tablet kaufen sich viele ein kleineres Modell mit Fünf- oder Sieben-Zoll-Display. Insgesamt 5 Prozent aller verkauften Tablets im Jahr 2012 werden an Käufer gehen, die bereits eines besitzen.Deloitte Logo

Zum kostenlosen Download der Technology, Media and Telecommunication Predictions (TMT) von Deloitte geht es hier

Mobiles verändern Medienrezeption in Europa

Whitepaper: How Mobiles Are Shifting Media ConsumptionAuf der Konferenz Digital Life Design (DLD) haben comScore und Telefónica Deutschland Ergebnisse ihrer gemeinsamen Studie “Connected Europe” vorgestellt. Diese stellte starke Veränderungen der Medienrezeption in Europa durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones, Tablets und anderer Connected Devices fest: Noch vor kurzem sei der Desktop Computer der alleinige Internetzugang gewesen, während Nutzer heute über ihren Internet-Tag verteilt erschiedenste Plattformen nutzen – technologisch (z. B. Smartphones) – wie auch medientechnisch (native Apps der Verlage, Web-Apps, RSS-Reader, unabhängige News-Aggregatoren, Medien auf Twitter oder Sozialen Netzwerken etc.). Dies sollte laut Studie Auswirkungen auf redaktionelle Konzepte ebenso wie auf Marketingstrategien haben. Weitere zentrale Ergebnisse:

  • In der EU5-Region (Deutschland, Frankreich, UK, Italien u. Spanien) lassen sich 95,1 Prozent aller Browser-basierten Page Views auf Computer (Desktops, Laptops, Netbooks) zurückführen – ansehnliche 3,2 Prozent der Views erfolgen bereits auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets.
  • Ein Viertel der mobil erzeugten Page Views lassen sich auf Tablet Computer zurückführen.
  • Die Medienrezeption auf diesen Plattformen boomt: 75 Prozent der Smartphone-Anwender in EU5 haben im Okotber 2011 mobil Medien genutzt - das stellt ein Wachstum von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar.
  • Die Nutzung von M-Commerce-Angeboten ist eine der am schnellste wachsenden Aktivitäten bei Smartphone-Besitzern. Über 13,6 Mio. davon in den EU5-Ländern haben im Oktober 2011 mindestens eine M-Commerce-Seite aufgerufen. Großbritannien stellt hier mit 4,7 Mio. Nutzern zwar den größten Teilmarkt, die deutschen M-Business-Anwender wachsen mit 112 Prozent im Vergleich zum Vorjahr jedoch derzeit am schnellsten. Überdies werden laut comScore neue Technologien wie QR Codes und QR Reader vergleichsweise am schnellsten angenommen. So werde der Handel durch Mobile revolutioniert – und 2012 das Jahr des “Mobile Retail” werden.

kostenloser Download des White Paper “Connected Devices”

Werbung a.d. Kindle Fire ist der Burner

millenial media logoSoeben wurde der aktuelle Mobile Mix-Report der Spezialisten für mobile Werbung und Kampagnen von Millennial Media (MM) veröffentlicht. Aus den Ergebnissen:

    Kindle Fire

  • Die Zahl der Ad Impressions auf Amazons Kindle Fire steigt seit dem Produkt-Launch um durchschnittlich 19 Prozent pro Tag. Damit liegt dieses Endgerät laut MM schon leicht über den Impressionen-Zahlen des ersten iPad im Jahr 2010.
  • Das iPhone bleibt das werbetechnisch am aktivsten genutzte Smartphone im MM-Netz und legte im November um acht Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Das Betriebssystem iOS (iPhone, iPad, iPod touch) wuchs um sieben Prozent.
  • 39 Prozent aller Impressions werden von Geräten generiert, die über Wi-Fi mit dem Internet verbunden sind (und nicht über Mobilfunk). Diese Zugangsweise wuchs stark um elf Prozent.
  • Der Marktanteil aller Android-Geräte im MM-Netzwerk liegt bei 50 Prozent, der von iOS bei 30 Prozent.

zur Registrierung u. Download des jeweils aktuellen Mobile Mix

Risiken durch “BYOD”

CompuWare LogoEine aktuelle Studie von Vanson Bourne im Auftrag von CompuWare zeigt, dass der Trend, private (mobile) IT-/TK-Geräte und Services auch im Büro zu nutzen, Lücken in die Überwachung der IT-Services reißt. Zum Beispiel erwarten 77 Prozent der befragten CIOs (Chief Information Officers) deutlich höhere Geschäftsrisiken durch die IT-Konsumerisierung (Consumerization). Aktuelle Entwicklungen wie die Nutzung privater Endgeräte (Bring Your Own Device, BYOD), des mobilen Internets, von Cloud Computing, Software as a Service (SaaS) und Social Media am Arbeitsplatz erzeugen zahlreiche neue Herausforderungen für das IT-Management. Doch aufgrund von Geschäfts- und Nutzer-Anforderungen müssen IT-Abteilungen diese unterstützen, so Compuware.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Einsicht in die Endanwender-Erfahrung bei der Nutzung dieser neuen Services helfen 86 Prozent der CIOs dabei, den Reifegrad der IT zu verbessern.
  • Fehlende Transparenz der Performance von Cloud- und SaaS-Providern verschlechtert allerdings derzeit noch den IT-Reifegrad bei 64 Prozent der Unternehmen.
  • 73 Prozent der befragten CIOs glauben, dass die Unterstützung für die mit IT Consumerization Konsumerisierung der IT verbundenen Trends durch den mangelnden Reifegrad ihres Application Performance Managements behindert wird.
  • Für 64 Prozent der Befragten sind der Support für die mobile Internet-Nutzung der Mitarbeiter und die Kontrolle der Anwendungsperformance fast unmöglich, da sie sich auf das Funktionieren externer Netzwerke verlassen müssen.
  • 64 Prozent der Unternehmen treiben Mobility-Projekte voran, ohne dass dabei die IT-Abteilung vollständig involviert ist.
  • Die IT-Konsumerisierung erzeugt in 74 Prozent der Firmen bereits unrealistische Erwartungen an die Unternehmens-IT.

Die weltweite Studie richtete sich im September 2011 an 520 CIOs großer Unternehmen verschiedenster Branchen. Befragt wurden jeweils 100 CIOs in den USA, England, Frankreich und Deutschland sowie jeweils 30 in Italien, den Beneluxländern, Japan und Australien.
Registrierung zwecks kostenlosem Bezug der Studie

2,1 Mio. neue Tablets am deutschen Markt

BITKOM LogoIm Jahr 2011 werden in Deutschland voraussichtlich 2,1 Millionen Tablet-Computer verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Absatzplus von 162 Prozent. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Marktforschungsergebnisse.

Damit entwickelt sich der Tablet-Markt noch rasanter als erwartet – im Frühjahr hatte die Absatzprognose noch bei 1,5 Millionen Geräten gelegen. Im aktuellen Weihnachtsgeschäft gehören Geräte wie Apples iPad zu den absoluten Rennern. Laut einer BITKOM-Umfrage wollen 13 Prozent aller Bundesbürger in dieser Saison ein Tablet verschenken oder anschaffen. Die Geräte kosten im Schnitt 534 Euro, ein Preisrückgang von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz mit Tablet Computern steigt im Jahr 2011 in Deutschland um 141 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.
Boomende Tablets
Der Erfolg der Tablets führt zu deutlichen Verschiebungen im PC-Markt: Innerhalb von zwei Jahren haben Tablet Computer nach Stückzahlen bereits einen Marktanteil von 16 Prozent am gesamten PC-Markt erreicht. Das bekommen vor allem die kleinen Netbooks zu spüren, deren Absatz im Jahr 2011 um 35 Prozent auf 900.000 Stück sinkt. Auswirkungen sind auch bei Notebooks zu spüren, die mit 50 Prozent den Großteil des Marktes ausmachen. Während der Absatz von Business-Notebooks in Deutschland im Jahr 2011 um 8 Prozent auf 3 Millionen Stück zulegt, schrumpfen die Verkaufszahlen bei Privatverbrauchern um 15 Prozent auf 3,8 Millionen Stück. Insgesamt werden im laufenden Jahr 13,4 Millionen Personal Computer inklusive Tablets in Deutschland verkauft. Die Verkaufszahlen liegen damit auf Vorjahresniveau. Der Umsatz sinkt wegen fallender Preise den BITKOM-Prognosen zufolge um 1,2 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro.

Versäumnisse bei (Mobile) Security

Die weltweit 138 Unternehmen aus der TMT-Branche (Technologie, Medien, Telekommunikation), die für die Deloitte-Studie “Raising the Bar – 2011 TMT Global Security Study” befragt wurden, haben ihre Sicherheitsmaßnahmen nur auf Vorjahresniveau gehalten. Laut den Beratern ist dies deutlich zu wenig “angesichts der steigenden Gefahren” und neuer Phänomenen wie “Hacktivism”. Rund drei Viertel der Unternehmen wenden zwischen einem und sechs Prozent ihres IT-Budgets für sicherheitsrelevante Maßnahmen auf. Höchste Priorität hat dabei derzeit das Thema Compliance (Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien im IT-Bereich. Künftig werden aber vor allem mobile Sicherheit, Cloud Computing und Datenschutz im Vordergrund stehen. Auch die Nutzung sozialer Medien und Netzwerke stellt ein wachsendes Risiko dar – für fast ein Fünftel der Unternehmen sogar das größte. Insgesamt sind die Zahlen alarmierend: Konnten letztes Jahr noch 38 Prozent behaupten, keinerlei Sicherheitsprobleme gehabt zu haben, so sind es 2011 nur noch 25 Prozent.

Die Angriffe auf Unternehmensinformationen steigen also. Vor allem Technologieunternehmen sind Ziele: 18 Prozent verzeichneten innerhalb der letzten zwölf Monate sechs bis 20 Vorfälle, doppelt so viele wie Telekommunikations- und Mediaunternehmen. Dennoch haben die Unternehmen kaum reagiert: Die Zahl der CISOs (Chief Information Security Officer) ist ebenso wenig gestiegen wie die Budgets. Etwa ein Drittel fertigt einmal im Monat einen Sicherheitsbericht für das Top-Management an, zwei Drittel verfügen über eine definierte Sicherheitsstrategie.

Compliance als Wettbewerbsfaktor
Sicherheitsrelevantes Thema Nr. 1 ist Compliance – nicht zuletzt auch im Hinblick auf Unternehmensimage und Wettbewerbsposition. Dabei geht Compliance weit über die Befolgung gesetzlicher Regulierungen hinaus. Aufgrund ihrer Kompetenzen und Kapazitäten könnten Unternehmen ihren Standard an Eigeninitiative sogar höher setzen als Regierungen. Immerhin die Hälfte beteiligt sich an unternehmensübergreifenden Cyber-Initiativen – wobei Medienunternehmen eher schwach vertreten sind.

Mobile Security im Kommen
Künftig werden sich TMT-Unternehmen vor allem mit mobiler Sicherheit, Cloud Computing und Datenschutz beschäftigen. Das im Arbeitsleben immer häufiger auftretende “Bring your own Device”-Prinzip (BYOD) bedingt eine Vielzahl von Risiken für Unternehmensinformationen, denen begegnet werden muss. Auch die Cloud birgt Gefahren, 37 Prozent wollen sie derzeit aus Sicherheitsgründen (noch) nicht nutzen. Nicht zuletzt sorgt die Diskussion über die Zukunft des Datenschutzes in einer vernetzten Welt für Unsicherheit.

Bei mehr als 40 Prozent arbeiten die Mitarbeiter zunehmend mit ihren privaten Smartphones, bei den Medienunternehmen sind es sogar knapp 60 Prozent. Dies ist genauso ein Sicherheitsrisiko wie Social-Media-Aktivitäten. Beide Trends müssen in der unternehmenseigenen Sicherheitsstrategie berücksichtigt werden. Beunruhigend ist, dass der Anteil der Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit Schulungen sensibilisieren, von 35 auf 20 Prozent abgesunken ist. Der hohe Vernetzungsgrad stellt eine der größten Herausforderungen für die Informationssicherheit von Unternehmen dar. An die Stelle der Dipolarität Anbieter-Kunde tritt zunehmend eine Vielzahl von Akteuren. Etwa 60 Prozent der Befragten sehen Dritte als Sicherheitsrisiko – aber nur 30 Prozent prüfen Drittanbieter auf deren Sicherheits-Policy.

Entscheidend ist auch die risikorelevante Kommunikation der Unternehmen in ihrem vernetzten “Ökosystem”. Nur 18 Prozent haben hier bereits klare Regeln und Richtlinien definiert, weitere 35 Prozent haben zumindest einzelne Standard Operating Practices (SOPs) etabliert bzw. arbeiten daran. Knapp die Hälfte der Befragten verfügt in dieser Hinsicht aber über keinerlei Kommunikationsstrukturen für den Sicherheitsbereich.

Den lesenswerten Report gibt es hier zum kostenlosen Download.

Markentreue Smartphone-Käufer in Deutschland

Wer ein Smartphone besitzt und sich an die Bedienung gewöhnt hat, greift bei einer Neuanschaffung gerne zum gleichen Typ. Wie eine aktuelle Studie der GfK zeigt, sind Markenloyalität und technische Aspekte für deutsche Smartphone-Nutzer die wichtigsten Gründe nicht zu wechseln.

Die Studie untersuchte, welche Wirkung verschiedenen Aspekte wie Markentreue und das Nutzungserlebnis, auch User Experience genannt, auf die Kaufentscheidung bei einem neuen Smartphone haben. In Deutschland wird eine Veränderung der Plattform, dass heißt ein Wechsel zwischen iPhone, Android, BlackBerry und Windows Phone, von ähnlich vielen Befragten (10 Prozent) als sehr schwierig empfunden, wie der Wechsel der Hausbank (11 Prozent) oder des Versicherungsanbieters (12 Prozent). Ein knappes Drittel der deutschen Smartphone-Nutzer begründet dies mit der Tatsache, dass sie dann ihre Daten wie Filme, Musik, Bücher und die genutzten Apps – soweit überhaupt möglich – auf das neue Betriebssystem übertragen müssen. Im internationalen Vergleich erreicht dieser Aspekt 28 Prozent.

Der Verlust individuell am Smartphone vorgenommener Einstellungen − wie beispielsweise eingerichtete Accounts für E-Mail oder Facebook − hält etwas über ein Viertel der deutschen Nutzer vom Modellwechsel ab. Wichtigster Hinderungsgrund für deutsche Smartphone-Nutzer ist jedoch die Markenbindung. Insgesamt 35 Prozent der Befragten geben an, dass sie andere Smartphones einfach nicht oder weniger mögen. Im internationalen Durchschnitt votieren gerade einmal 18 Prozent für diese Option.

Treue zur Smartphone-Marke steigt mit Zahl der genutzten Apps
Je intensiver Menschen ihr Smartphone nutzen und durch Installation von Apps auf die eigenen Bedürfnisse hin zuschneiden, umso höher ist die Loyalität. Ab einer Zahl von sieben oder mehr genutzten Apps erreicht die Loyalität international einen Wert von rund 70 Prozent. In Deutschland ist dies immerhin bei 45 Prozent der Smartphone-Nutzer der Fall – und die Deutschen belegen damit im internationalen Vergleich eher einen der hinteren Ränge. Bei Verbrauchern in den USA ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sie sieben oder mehr Apps verwenden (61 Prozent), gefolgt von China (56 Prozent) und Brasilien (53 Prozent). Die anderen europäischen Länder bewegen sich in etwa auf dem Niveau von Deutschland: in Frankreich und Italien liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sieben oder mehr Apps im Einsatz sind bei 46 Prozent, in Spanien (43 Prozent) und Großbritannien (42 Prozent) leicht darunter.

Auch die Art der genutzten Anwendungen unterscheidet sich im internationalen Vergleich. Deutsche Smartphone-Besitzer schauen gegenüber dem Durchschnitt aller Länder seltener Videos, lesen weniger häufig Bücher oder Zeitschriften auf ihrem Telefon und auch bei Spielen sind sie zurückhaltender. Überdurchschnittlich stark wird das Smartphone hierzulande hingegen zur Organisation des Alltags mittels Kalender und ähnlicher Applikationen genutzt (vgl. a. App Store-Kategorie “Produktivität”). Ein vergleichbares Bild zeigt sich bei Computern und Notebooks.

Usability: Simplicity, Integration, Content
Gleichfalls untersucht wurden drei zentrale Faktoren der User Experience: Einfachheit, Integration und Content. In Deutschland geben 83 Prozent der Verbraucher an, dass ihnen das Finden und Öffnen von Apps sowie die Navigation auf ihrem Smartphone leicht fällt. Der internationale Durchschnitt liegt bei 72 Prozent. Die Einfachheit hat eine entscheidende Bedeutung für einen möglichen Wechsel des Smartphone-Typs beim nächsten Kauf. Je einfacher den Verbrauchern die Nutzung fällt, umso unwahrscheinlicher wird ein Wechsel des Betriebssystems.

Dass die verschiedenen Anwendungen auf ihrem Smartphone reibungslos miteinander funktionieren, also integriert sind, sagen immerhin 77 Prozent der befragten Deutschen. Der globale Vergleichswert liegt bei 71 Prozent. Der Möglichkeit, gleiche Inhalte von verschiedenen Geräten wie Tablet- Computer, PC und Smartphone aus nutzen zu können, messen die Verbraucher hierzulande im Vergleich weniger Bedeutung zu. In Deutschland wird dies von 64 Prozent der Befragten als wichtig erachtet, der internationale Durchschnitt liegt bei 72 Prozent. Dieser Wert steigt mit der Anzahl der genutzten Geräte. Insgesamt 80 Prozent der Befragten, die sowohl Tablet- Computer, als auch PC und Smartphone nutzen (beispielsweise mobile Professionals), legen großen Wert darauf, unabhängig von den drei Endgeräten auf die eigenen Daten und Dateien wie Musik, Videos, E-Books oder Apps zugreifen zu können.

M-Shopping wird Mainstream

comScore LogoDie Mobil-Spezialisten von comScore haben heute eine Studie veröffentlicht, derzufolge bereits 38 Prozent der US-Smartphone-Nutzer mindestens einmal damit mobil eingekauft haben. Die am häufigsten mobil erstandenen Produkte waren im September 2011: 1. “digitale Waren” (47%, Musik, Klingeltöne, Filme); 2. Kleidung (37%); 3. Tickets (35%, Eintrittskarten f. Konzerte, Theater, Sportveranstaltungen); 4. allgemeine Tages(sonder)angebote (34%); 5. Geschenkgutscheine (34%); 6. “Elektronik” (32%; IT, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik); 7. Food (31%, Mahlzeiten: Take-away oder Bringservice); 8. Hotelübernachtungen/-reservierungen (29%), 9. Bücher (26%: gemeint sind wirkliche, gedruckte Bücher ;-) ; 10. Mietwagen (24%).

Untersucht wurde auch die Orte, an denen die mobilen Käufe vorgenommen wurden. Die – überraschende – Hitliste mit Mehrfachnennungen: 1. zu Hause (56%); 2. “unterwegs” (42%, z. B. im Restaurant); 3. auf der Arbeit (42%); 4. auf Reisen (37%); 5. in Geschäften (36%).

MobiLens: Fast jeder 2. nutzt Apps

comScore LogoDie Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von August bis Oktober 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen wie schon länger gewohnt Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von jetzt 25,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von LG (unverändert: 20,6%), Motorola (weiter schrumpfend, 13,6%), Apple auf Platz vier (10,8%; +1,3 Prozentpunkte) und schließlich RIM (6,1%; -1 Prozentpunkt).

Beim nunmehr 90 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones liegt weiterhin Android mit bis Oktober nochmals kräftig auf jetzt 46,3 Prozent geklettertem Marktanteil vor iOS (28,1%), BlackBerry OS (RIM; 17,2; -4,5 Prozentpunkte!). Für Microsoft bleiben mit Windows Phone 7 nur erneut um 0,3 Prozentpunkte geschrumpfte 5,4% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,6%).

Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Oktober 71,8% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 44,0%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 43,8% (+3,2 Prozentpunkte). Mocial: Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 32,3 Prozent über ihr Smartphone. Games gezockt haben 29,2% der US-Smartphone-Nutzer.

Mit Handy-Coupons Kunden gewinnen

Mobile Business verändert auch den Handel – Konsumenten können mit Smartphones und Tablets auf allen Stufen des Kaufentscheidungsprozesses das mobile Internet und/oder Apps nutzen – und sie tun dies auch. Um so wichtiger sind mobile Kaufanreize auf einem oder beiden dieser Kanäle. Die Studie “Mobile Couponing 2011 – Studie zum Einsatz und Potenzial mobiler Coupons und Coupon-Apps” wurde vom E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit GS1 Germany durchgeführt. Sie belegt, dass gerade der Einfluss von Handy-Gutscheinen auf das Kaufverhalten extrem vielversprechend ist: Für den Handel lohnt sich ein Einsatz von Coupons bislang vor allem im Bereich der Neukundengewinnung. Die Veröffentlichng zeigt, dass über zwei Drittel der Befragten schon einmal einen Coupon eingelöst haben und dass fast 90 Prozent der Coupon-Verwender ein Geschäft oder Restaurant erneut besucht haben.

Platz eins unter den Gutscheinen belegt heute mit knapp 87 Prozent aber ganz eindeutig der Print-Coupon, dicht gefolgt vom elektronischen Coupon. Von dort aus sei allerdings der Weg zum mobilen Coupon (den aktuell jedoch erst zehn Prozent der Befragten nutzen) nicht mehr weit – so zumindest die Pressemitteilung zur Studie. Von den Verwendern mobiler Coupons geben zwei Drittel an, hierdurch auf neue Geschäfte und Produkte aufmerksam geworden zu sein. Über 75 Prozent der Befragten sind wieder in das Geschäft zurückgekehrt, nachdem ein mobiler Coupon genutzt wurde. Darüber hinaus belegt die Studie, dass Handy-Gutscheine Impuls- und Zusatzkäufe auslösen können. Drei von vier Teilnehmern haben sich schon mindestens einmal aufgrund eines mobilen Coupons zu einem Spontankauf verleiten lassen. “Die Ergebnisse der Studie belegen das enorme Potenzial mobiler Coupons. Allein 30 Prozent derer, die bisher noch keine mobilen Coupons verwendet haben, gaben bei unserer Befragung an, zukünftig sicherlich eine Coupon-App auf ihrem Smartphone zu nutzen”, erläutert Aline Eckstein, stellvertretende Bereichsleiterin des ECC Handel.

Neben der Nutzung wurde in der Studie auch die Bekanntheit von mobile Couponing-Angeboten abgefragt. Das Ergebnis: Aktuell am bekanntesten sind mit 70 Prozent mobile Coupons über QR-Codes und Strich- oder Zahlencodes in Coupon-Apps (66 Prozent). Andere Empfangsarten wie SMS/MMS oder Bluetooths sind weniger bekannt. Bezogen auf Produktkategorien zeigt die Studie, dass mobile Coupons bislang am häufigsten in der Gastronomie oder bei Waren mit eher geringem Wert wie Kosmetik, Kino, Lebensmittel oder Bücher eingelöst wurden.

Für die Studie wurden 1.091 Konsumenten befragt. Der 91seitige Report kostet 199 Euro und kann hier bestellt werden.

[Das ECC Handel wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung der IfH Institut für Handelsforschung GmbH gegründet. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und ist in das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG)eingebunden.]

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