Mit Handy-Coupons Kunden gewinnen
Mobile Business verändert auch den Handel – Konsumenten können mit Smartphones und Tablets auf allen Stufen des Kaufentscheidungsprozesses das mobile Internet und/oder Apps nutzen – und sie tun dies auch. Um so wichtiger sind mobile Kaufanreize auf einem oder beiden dieser Kanäle. Die Studie “Mobile Couponing 2011 – Studie zum Einsatz und Potenzial mobiler Coupons und Coupon-Apps” wurde vom E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) in Zusammenarbeit mit GS1 Germany durchgeführt. Sie belegt, dass gerade der Einfluss von Handy-Gutscheinen auf das Kaufverhalten extrem vielversprechend ist: Für den Handel lohnt sich ein Einsatz von Coupons bislang vor allem im Bereich der Neukundengewinnung. Die Veröffentlichng zeigt, dass über zwei Drittel der Befragten schon einmal einen Coupon eingelöst haben und dass fast 90 Prozent der Coupon-Verwender ein Geschäft oder Restaurant erneut besucht haben.

Platz eins unter den Gutscheinen belegt heute mit knapp 87 Prozent aber ganz eindeutig der Print-Coupon, dicht gefolgt vom elektronischen Coupon. Von dort aus sei allerdings der Weg zum mobilen Coupon (den aktuell jedoch erst zehn Prozent der Befragten nutzen) nicht mehr weit – so zumindest die Pressemitteilung zur Studie. Von den Verwendern mobiler Coupons geben zwei Drittel an, hierdurch auf neue Geschäfte und Produkte aufmerksam geworden zu sein. Über 75 Prozent der Befragten sind wieder in das Geschäft zurückgekehrt, nachdem ein mobiler Coupon genutzt wurde. Darüber hinaus belegt die Studie, dass Handy-Gutscheine Impuls- und Zusatzkäufe auslösen können. Drei von vier Teilnehmern haben sich schon mindestens einmal aufgrund eines mobilen Coupons zu einem Spontankauf verleiten lassen. “Die Ergebnisse der Studie belegen das enorme Potenzial mobiler Coupons. Allein 30 Prozent derer, die bisher noch keine mobilen Coupons verwendet haben, gaben bei unserer Befragung an, zukünftig sicherlich eine Coupon-App auf ihrem Smartphone zu nutzen”, erläutert Aline Eckstein, stellvertretende Bereichsleiterin des ECC Handel.

Neben der Nutzung wurde in der Studie auch die Bekanntheit von mobile Couponing-Angeboten abgefragt. Das Ergebnis: Aktuell am bekanntesten sind mit 70 Prozent mobile Coupons über QR-Codes und Strich- oder Zahlencodes in Coupon-Apps (66 Prozent). Andere Empfangsarten wie SMS/MMS oder Bluetooths sind weniger bekannt. Bezogen auf Produktkategorien zeigt die Studie, dass mobile Coupons bislang am häufigsten in der Gastronomie oder bei Waren mit eher geringem Wert wie Kosmetik, Kino, Lebensmittel oder Bücher eingelöst wurden.
Für die Studie wurden 1.091 Konsumenten befragt. Der 91seitige Report kostet 199 Euro und kann hier bestellt werden.
[Das ECC Handel wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung der IfH Institut für Handelsforschung GmbH gegründet. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und ist in das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG)eingebunden.]
Q311: Smartphone-Absatz +42%
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner wurden im dritten Quartal 2011 (Q311) weltweit 440,5 Millionen mobile Endgeräte verkauft. Das entspricht einem Anstieg von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Nachfrage bei Feature oder Dumb Phones (Handys, die keine Smartphones sind), ist vor allem in Schwellenländern weiterhin hoch. In Q311 wurden allerdings mit 115 Millionen Geräten 42 Prozent mehr Smartphones verkauft als im selben Zeitraum des Vorjahres.
Betrachtet man den Absatz über alle Mobiltelefone, so ergibt sich folgende Hitliste: 1. Nokia (23,9% Marktanteil in Q311, in Q310 waren das noch 28,2% gewesen); 2. Samsung (Q311 17,8%, Q310 17,2%); 3. LG Electronics (Q311 4,8%, Q310 6,6%); Apple (Q311 3,9%, Q310: 3,2%), 5. ZTE (Q311 3,2%, Q310 1,9%); 6. RIM (Q311 2,9%, Q310 3,0%); 7. HTC (Q311 2,7%, Q310 1,6%); 8. Motorola (Q311 2,5%, Q310 2,1%); 9. Huawei (Q311 2,4%, Q310 1,3%); 10. Sony Ericsson (Q311 1,9%, Q310 2,5%).
Werden nur Smartphones betrachtet, so hat Samsung mit einer Umsatzverdreifachung der weltweit abgesetzten Stückzahlen erstmals Nokia als Nummer 1 verdrängt.
Android OS läuft laut Gartner auf 52,5 Prozent aller in Q311 neu verkauften Smartphones. Die Verfolger: 2. Symbian (16,9%); 3. iOS (15,0%); 4. BlackBerry OS (11%); 5. Bada (Samsung: 2,2%); 6.Microsoft (Windows Mobile und WP7 zusammen mit nur 1,5%!); 7. Rest (0,9%). Erstaunlich ist das abrupte Verschwinden des ehedem sehr beliebten, inzwischen aber abgekündigten WebOS (Palm, Hewlett-Packard) aus den aktuellen Absatzzahlen.
Mehr Infos im Report “Market Share: Mobile Communication Devices by Region and Country, 3Q11″, der hier geordert werden kann.
Ergänzende SSI-Ergebnisse
Auch Survey Sampling International (SSI hat eine entsprechende Studie durchgeführt und die Ergebnisse aus neun Ländern hochgerechnet. Hiernach würden 95% der Weltbevölkerung Handys besitzen – wenn man vernachlässigen würde, dass etliche Menschen mehrere haben – und enorm viele natürlich gar keinen Zugang zu Elektronik-Geräten..! Hong Kong (99%), China (98%) und Schweden (98%) haben SSI zufolge den höchsten Anteil an Handybesitzern, während ausgerechnet die USA (89%) den niedrigsten Anteil aufweisen sollen.
Weitere Ergebnisse: 42% aller Handybesitzer haben bereits ein Smartphone. 58% der Handybesitzer ohne Smartphone planen, sich als nächstes Handy ein Smartphone anzuschaffen. Bei den Personen, die den Kauf eines Smartphones planen, sind Apples iPhones die beliebteste Gerätesorte. Wenn das Geld keine Rolle spielen würde, würden fast ein Drittel der Befragten weltweit ein Apple iPhone vorziehen. Samsung (12%), Nokia (10%), Sony Ericsson (8%) und BlackBerry (7%) zählen ebenfalls zu den Top 5 der beliebtesten Marken.
Zwischen Faszinosum und Frustquelle: Smartphones
Auch wenn Smartphones beliebt und begehrt sind, können sie frustrierend sein. Siebenunddreissig Prozent der Befragten geben beispielsweise an, dass die Akkulaufzeit sehr oder sogar extrem frustrierend ist. Fast ein Viertel der Befragten sagt, dass Websites, die nicht für Smartphones optimiert wurden, sehr oder extrem frustrierend sind. Zudem sind 19 % der Befragten durch unerwartete Änderungen in der Displayausrichtung (Rotation) und die Bildschirmtastaturen, die sie als zu klein für ihre Finger empfinden, sehr oder extrem frustriert.
Die Ergebnisse beruhen auf einer Umfrage, die über 4.500 Erwachsenen auf SSI-Online-Panels durchgeführt wurde.
17% d. Deutschen surfen mobil
Zentrales Thema der diesjährigen Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA 2011) ist die mobile Internetnutzung. kress.de hat die zentralen Ergebnisse wie folgt aufgearbeitet: “Aktuell gehen laut ACTA 17% der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter von 14 bis 69 Jahren mit Handheld-Geräten wie Smartphones, Tablet-PCs oder anderen mobilen Geräten ins Internet. Das entspricht zehn Millionen Personen – Tendenz steigend. Denn 15% der Bevölkerung, also 7,31 Mio Menschen, wollen ein Smartphone kaufen, 7% einen Tablet-PC (3,41 Mio).

Möglichen Käufern von Telefonen und Tablet-PCs ist die mobile Internetnutzung sehr wichtig: 32% derer, die ein Handy kaufen wollen, 78% derer, die die Anschaffung eines Smartphones beabsichtigen und 39% derer, die sich ein Tablet-PC zulegen wollen, erachten das mobile Internet als wichtige Funktion. In der Studie von 2010 traf dies nur 17% der Handy-Käufer und 60% der Smartphone-Käufer zu.
E-Books sind Nischenthema
Erst 2% der Deutschen besitzen bereits einen Tablet-PC. Auch Lesegeräte für digitale Bücher (E-Books) sind noch eher ein Nischenprodukt: Nur 1,5% besitzen ein E-Book-Lesegerät, 3,0% wollen eines kaufen. Die Besitzer eines E-Book-Lesegeräts sind zu 60% männlich, die potenziellen Käufer mehrheitlich weiblich. Bildungsabschluss, Einkommen, und Technikaffinität sind bei Besitzern und möglichen Käufern überdurchschnittlich.
Mobile Content-Arten
An der Spitze der mobilen Nutzung steht die E-Mail-Kommunikation. 74% der mobilen Internetnutzer schreiben und empfangen E-Mails auf dem Smartphone oder einem anderen Handheld-Gerät. Es folgen die Nutzung von Wetterinformationen (53%) und die Routenplanung (48%). Aktuelle Nachrichten aus der Politik konsumieren 32% mobil, Sportnachrichten 30% und Wirtschaftsmeldungen 20%. 12% der mobilen Internetnutzer lesen Promi-News auf ihrem Handheld-Gerät.
Tablet-Nutzer sind Zeitungsleser
Nutzer von Tablet-PCs informieren sich stärker online und in Zeitungen als die Gesamtbevölkerung (aber vgl. diese, stark abweichende Ergebnisse liefernde GfK-Studie. So antworteten 56% der Tablet-PC-Nutzer auf die Frage, wo sich sich gestern informiert hätten, mit “Zeitung”. In der Gesamtbevölkerung gaben 44% diese Antwort. 52% der Tablet-Nutzer gaben an, sich im Internet informiert zu haben, doch nur 25% der Gesamtbevölkerung.
Kaum Zahlungsbereitschaft
Die Zahlungsbereitschaft für Inhalte ist gering. 47% der Internetnutzer und 37% der mobilen Internetnutzer gaben an, für kein Angebot Geld ausgeben zu wollen. Am ehesten sind Internetnutzer noch dazu bereit, für E-Mail-Dienste zu bezahlen. 30% der Internetnutzer und 36% der mobilen Internetnutzer bejahten dies. Es folgen Nachschlagewerke wie Wikipedia (kostenlos/spendenfinanziert: 17% bzw. 20%), Routenplaner (11% bzw. 13%) und Internettelefonie (11% bzw. 14%). Für Nachrichten wären nur 5% der Internetnutzer und 9% der mobilen Internetnutzer bereit, Geld zu zahlen, für Sportnachrichten lediglich 3% bzw. 5%.
Im Vergleich zur Studie aus dem Vorjahr entwickelte sich die Zahlungsbereitschaft der Deutschen eher rückläufig: Lediglich für Fernsehen via Internet legte sie zu (um 32 Prozentpunkte), interessanterweise ebenso für soziale Netzwerke (um 28 Prozentpunkte). Dagegen sank die Zahlungsbereitschaft für Nachrichten um 6 Prozentpunkte.”
Android hat 43,7% vom US-Smartphone-Markt
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben in der aktuellen Ausgabe ihres MobiLens-Reports die Marktanteile von Geräteherstellern im US-Handy- und Smartphone-Markt im Zeitraum von Juni bis August 2011 betrachtet und mit der vorhergehenden Dreimonatsperiode verglichen. Grundgesamtheit der Untersuchung sind wieder über 13 Jahre alte Mobilfunk-Kunden in den USA und deren “primär” genutztes Mobiltelefon. Die comScore-Ergebnisse zeigen erneut Samsung mit einem Marktanteil an allen Mobiles von 25,3 Prozent (im August) an der Spitze, gefolgt von LG (21,0%), Motorola (weiter schrumpfend, 14,0%), Apple (9,8%) und schließlich weiter beständig fallend RIM (7,1%).
Android hat fast die Hälfte vom US-Markt
Beim 84,5 Millionen Einheiten umfassenden US-Markt für Smartphones liegt weiterhin Android mit bis August nochmals kräftig auf jetzt 43,7 Prozent geklettertem Marktanteil vor iOS (27,3%), BlackBerry OS (RIM; 19,7; -4 Prozentpunkte!). Für Microsoft bleiben trotz Windows Phone 7 weiterhin nur 5,7% vom Marketshare-Kuchen. Platz 5 wird von Symbian verteidigt (1,8%; – 0,3 Prozentpunkte).
Mobile Content Usage
Auch die Nutzung der Mobilgeräte wurde wie stets abgefragt. Danach haben im Juli 70,5% der US-Nutzer Textnachrichten verschickt. Die Browser-Nutzung liegt jetzt bei 42,1%. Zuvor heruntergeladene Mobile Apps nutzten 41,6 Prozent (+3 Prozentpunkte). Mobilen Zugang zu Social Networks oder Blogs suchten 30,9 Prozent über ihr Smartphone.
Online wird b. 2015 dominierende Werbeplattform
Die Werbebranche wird in den nächsten Jahren fundamentale Veränderungen erfahren. Diese resultieren zum einen aus der weiteren Entwicklung werbespezifischer Technologien und den damit verbundenen Effizienzsteigerungen sowie zum anderen aus dem sich rasch wandelnden Verhalten der zunehmend vernetzten Konsumenten. Dies geht aus der aktuellen Studie “The Future of Advertising 2015″ hervor. Die Studie entstammt einer Kooperation folgender Partner: der Beratungsgesellschaft Arthur D. Little, der Interaktivagentur denkwerk, des eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft, des Werbevermarkters IP Deutschland, des Medien Management Institut an der Hochschule Fresenius und des Medienclusters NRW, der Standortentwicklungsagentur für die Medienbranchen in Nordrhein-Westfalen. Grundlage für die Studie bildet eine Online-Umfrage unter beinahe 250 Experten aus der gesamten Werbewertschöpfungskette.
Insgesamt wird das Werbeklima in den nächsten Jahren freundlich bleiben, hat die Umfrage ergeben. Die befragten Experten erwarten mehrheitlich (58 Prozent) leicht steigende Werbeinvestitionen in die Medien insgesamt. Dabei wird es jedoch zu deutlichen Verschiebungen kommen. Eine Schlüsselrolle für die anstehenden Veränderungen spielen die immer weiter zunehmende Digitalisierung und Mobilisierung der Medienwelt. Bereits 2015 – also in nur vier Jahren – werden laut Studie voraussichtlich 30 Prozent der gesamten Mediennutzungsdauer in Deutschland auf das Internet entfallen. Analysen von Arthur D. Little u.a. deuten darauf hin, dass der Anteil der Smartphones an allen genutzten Mobilfunkgeräten bis 2015 auf etwa 70 Prozent steigen wird. Der Erfolg der Mobile App Stores zeigt zudem, dass offenbar ein starkes Interesse an mobil verfügbaren Inhalten besteht. Aus diesen Gründen erwarten nahezu alle Befragten bis 2015 stark (72 Prozent) bzw. leicht (25 Prozent) steigende Werbeinvestitionen in den digitalen Medien. Entsprechend werden ganz überwiegend die Segmente Internet und Mobile von der freundlichen Werbestimmung profitieren. Für den gesamten Printbereich hingegen gehen die Fachleute von einem Rückgang aus.
Bestand die Online-Werbung vor nicht all zu langer Zeit noch aus einfachen Bannern und Werbetexteinblendungen, die in Tausender-Stückzahlen vergütet wurde, sind dem künftigen Werbetreibenden hinsichtlich Werbeform, Vergütungsmodell und Targeting fast keine Grenzen mehr gesetzt, heißt es in der Studie. Dabei laufen alle Prozesse in der Wertschöpfungskette zunehmend in Echtzeit ab. Diese Dynamisierung führt dazu, dass sowohl Technologiefirmen wie beispielsweise Smartphonehersteller als auch Plattformbetreiber wie zum Beispiel die Mobilfunkgesellschaften an Einfluss in der Wertschöpfungskette gewinnen werden.
Weiter an Bedeutung zulegen werden innovative Modelle wie etwa “Branded Content” (beispielsweise von Marken gesponserte News-Apps; laut Umfrage leicht steigend: 47 Prozent; stark steigend: 26 Prozent) oder “In-Game-Advertising” (leicht steigend: 47 Prozent, stark steigend: 18 Prozent). Daneben werden sich zusehends Recommendation-Modelle ausbreiten (Empfehlungs-Marketing).
Im mobilen Umfeld sehen die für die Studie befragten Experten mittelfristig eine deutliche Zunahme von Bewegtbildwerbung (leicht steigend: 37 Prozent; stark steigend: 48 Prozent), In-App-Advertising (leicht steigend: 33 Prozent; stark steigend: 53 Prozent) und Location-based-Advertising (LBA; leicht steigend: 35 Prozent; stark steigend: 47 Prozent). Soziale Netzwerke haben sich in der Studie als das am stärksten wachsende Werbesegment entpuppt. Schon in den letzten sechs Jahren hat die Werbeindustrie ihre Ausgaben im Social Web versechsfacht. Die Mehrheit (57 Prozent) der im Rahmen dieser Studie befragten Fachleute erwartet, dass Social Media-Werbung auch in den nächsten Jahren stark ansteigen wird, 32 Prozent rechnen mit einer immerhin noch leichten Zunahme.
Aus den Umfrageergebnissen leiten die Studienautoren Szenarien für den deutschen Werbemarkt im Jahr 2015 ab. Das in der Studie als “sehr wahrscheinlich” bezeichnete Basisszenario unterstellt, dass der Gesamtwerbemarkt bis 2015 jährlich um 2,7 Prozent wächst. Wenn Online-Werbung im gleichen Zeitraum seinen Wachstumskurs um jährlich 17 Prozent fortsetzen kann (gegenüber 22 Prozent p.a. im Durchschnitt in den Jahren 2006-2010), dann avanciert das Web bis 2015 zum stärksten Werbeträger in Deutschland. Die Verteilung des Werbekuchens im Jahr 2015 stellt sich laut Studie wie folgt dar: Online 37 Prozent (2010: 19 Prozent), TV 36 Prozent (2010: 39 Prozent), Zeitung 13 Prozent (2010: 19 Prozent) Zeitschriften/Print 11 Prozent (2010: 16 Prozent), Radio 4 Prozent (2010: 5 Prozent) und Fachpresse 0,8 Prozent (2010: 1,4 Prozent).
Die Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
33% wollen mobil surfen
Die Deutschen finden zunehmend Gefallen an der Nutzung des mobilen Internets. Laut dem Ergebnis einer repräsentativen Umfrage vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW ) e.V. und dem Marktforschungsinstitut YouGov Deutschland reizt über 33 Prozent der Bundesbürger der Wunsch, auch mobil im Internet surfen zu können. Das Interesse der Bevölkerung am mobilen Internet soll hiernach in 2011 noch stetig zunehmen. Diese Entwicklung entspricht einem Wachstum von 12 Prozentpunkten gegenüber der ersten Erhebung aus dem Jahr 2008. Für diese Erhebung wurden im Juni 2011 1.142 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt.
Steigendes weibliches Interesse
Vor allem Frauen zeigen sich inzwischen deutlich interessierter als noch vor drei Jahren. Während im Vergleich zu der ersten Erhebung im Jahr 2008 lediglich 16 Prozent den Wunsch angaben, künftig auch über das Mobiltelefon surfen zu können, möchten mittlerweile bereits 31 Prozent der weiblichen Handynutzer mit ihrem Mobiltelefon im Internet surfen.
Starke Verbreitung bei jüngeren Nutzern
Das Interesse am mobilen Internet ist vornehmlich bei den jüngeren Nutzern stark ausgeprägt. Von den 16- bis 24-jährigen Nutzern möchten 65 Prozent das mobile Internet nutzen. Bei den Nutzern im Alter von 25 bis 34 Jahren sind dies noch 47 Prozent. Je älter der Bundesbürger, desto geringer ist sein Interesse am mobilen Internet: Nur 17 Prozent der über 55-Jährigen möchte mit dem Mobiltelefon im Internet surfen. In diesen Zahlen spiegelt sich allerdings nicht nur theoretisches Wunschdenken, sondern auch deutlich die derzeitige Endgerätepenetration in der Bevölkerung wider.
Große Unterschiede in regionaler Nutzung nach Bundesländern
Der Einzelvergleich der Bundesländer zeigt große Unterschiede am Nutzungsinteresse des mobilen Internet. Hamburg weist mit 54 Prozent das höchste Interesse in der Bevölkerung vor, dicht gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 46 Prozent, Nordrhein-Westfalen (39 Prozent) und Rheinland-Pfalz (38 Prozent).
Mobiles Internet ist einkommensabhängig
Je höher das Haushaltsnettoeinkommen, desto höher ist das Interesse am mobilen Surfen. Ganze 49 Prozent und damit fast die Hälfte der besserverdienenden Nutzer mit einem Nettoeinkommen von über 4.000 Euro setzen auf die Nutzung des mobilen Internet. Für rund 35 Prozent der Nutzer mit einem Nettoeinkommen von 2.500 bis 4.000 Euro ist das mobile Surfen von Interesse. Nur 27 Prozent der Nutzer mit einem Nettoeinkommen unter 2.500 Euro sehen Bedarf im mobilen Internet.
Bereits im Juni 2011 stellte der BVDW gemeinsam mit Google Deutschland anhand aktueller Studienergebnisse fest, dass rund 12 Millionen private Smartphone-Nutzer in Deutschland und damit etwa 18 Prozent der volljährigen Gesamtbevölkerung im Mobile Internet unterwegs sind.
Mobile Maps-Nutzung +39%
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben heute eine weitere Studie veröffentlicht, wonach im Zeitraum März bis Mai 2011 48 Mio. US-Mobilfunkkunden Karten-Dienste auf ihrem mobilen Endgerät genutzt haben. Dies entspricht einem Anstieg um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist laut comScore auf den Siegeszug der Smartphones zurückzuführen.
Studie: Mobile Ads
In einer aktuellen Sudie erklärt MediaMind (ehem. Eyeblaster), wie mit Mobile Display Advertising die Performance von Werbekampagnen gesteigert werden kann. Noch bis vor ein paar Jahren spielten laut Studienautoren mobile Endgeräte in der Kampagnenplanung keine große Rolle. Aber innerhalb kurzer Zeit hat sich Mobile Advertising vom vernachlässigten Rand zum Mainstream für Werber entwickelt, denn mit Mobile-Werbung erreichen werbetreibende Unternehmen bereits heute jeden dritten Verbraucher. Unterstützt wird die Aufmerksamkeit der jungen Disziplin auch durch die Erkenntnis, dass Mobile Advertising eine bessere Performance und einen besseren ROI erzielen kann. Daher mag es nicht überraschen, dass sich die Ausgaben für Mobile Advertising bis zum Jahr 2014 verdoppeln und dann mit über 2,5 Milliarden US-Dollar 7,5 Prozent der Gesamtausgaben für Online-Werbung ausmachen werden werden (so eine eMarketer-Studie). Laut eMarketer wird der Anteil der Smartphones unter den Handys von derzeit 31% auf 43% bis 2015 steigen. Laut comScore nutzen schon heute 34,4% der US-Amerikaner und 28,8% der Europäer ihr Handy für mobilen Internetzugang.
Mittlerweile erreichen werbetreibende Unternehmen bereits jeden dritten Konsumenten, der ein Smartphone besitzt, mit mobiler Werbung.
Wie in den ersten Jahren des Browser Display Advertisings, führen nun die Innovationen im Mobile Display Advertising zu höheren Response-Ergebnisse durch die Nutzer. Mobile erreicht die höchsten Performancewerte aus Displayanzeigen in Bezug auf die Klickrate und hängt damit Standardbanner weit ab. Mobile Display übertrifft auch browserbasierte Banner in Bezug auf die Branding-Effekte.

Mit der Studie will MediaMind die besten Wege aufzeigen, wie Werbetreibende den bestmöglichen Wert aus ihrer Mobile-Kampagne schöpfen können. Dazu werden Fragen gestellt – und beantwortet – wie:
- Wie schlagen sich Mobile Ads im Vergleich zu “normaler” Online-Werbung?
Antwort: Mobile-Anzeigen übertreffen bereits heute browserbasierte Standardanzeigen. - Welche Betriebssysteme erzielen die höchste Click Through Rate?
Eine Antwort: Die mit iOS-Geräten erzielte Klickrate ist fast doppelt so hoch,
wie die mit Android-Betriebssystemen. - Welche Konsumenten klicken öfter: iPhone- oder BlackBerry-Nutzer? Antwort: Das iPhone liefert die höchste Klickrate und BlackBerry die niedrigste.
- Wirkt Mobile-Werbung in den Abendstunden besser als in den Mittagsstunden? Antwort: Die Zeitspanne mit der höchsten Klickrate für Mobile-Werbung ist von 19 Uhr bis Mitternacht
- Welche Branchen sind besonders Mobile Ads-affin? Einzelhandel und Unterhaltung sind die Branchen mit der höchsten Klickrate.
- Was ist bei auf Tablets zielender Werbung zu beachten? Beim iPad müssen die Werbetreibenden die Leistungsfähigkeit des HTML5-Formats, statt Flash, voll
ausschöpfen, um wirksame visuelle Anzeigen zu erstellen.
Download der Studie (PDF)
Zusammenfassung der Studienergebnisse als Video
62% riskieren Sicherheitslücken bei der Nutzung von Smartphones

Die Sicherheitsrisiken im Umgang mit dem Smartphone oder Tablet-Rechner sind der Mehrheit der Deutschen schlicht nicht bekannt. Daher halten wohl auch nur 38 Prozent eine Verschlüsselung von auf dem Endgerät abgelegten Daten oder von Mobilfunkkommunikationen für notwendig. Dies sind zentrale Ergebnisse der repräsentativen Verbraucher-Umfrage “Mobile Geräte im Alltag” von Steria Mummert Consulting und dem Marktforscher Toluna. 1.000 Bundesbürger wurden dazu befragt.
Gut jeder Fünfte ist sogar der Meinung, es gebe keinerlei Sicherheitsmaßnahmen, die im Umgang mit den mobilen Geräten berücksichtigt werden müssten. Vielleicht am bestürzendsten für IT-Verantwortliche: 40 Prozent der Befragten zeigten sich davon überzeugt, auch bei der geschäftlichen Nutzung eines Smartphones oder Tablets ausschließlich alleine für die Sicherheit verantwortlich zu sein. Eine Einbindung in die IT-Sicherheitsstrategie des Unternehmens lehnen sie ausdrücklich ab, obwohl im beruflichen Umfeld durch den ungesicherten Austausch sogar Kundendaten gefährdet sind.
IT-Abteilungen deutscher Unternehmen hinken laut den Consultern dieser Sicherheitslücke hinterher. Denn in den Management-Guidelines, die für Computer und andere technische Geräte vorgesehen sind, fehle häufig noch die Erfassung mobiler Geräte. Dabei wissen die wenigsten Anwender, dass sich Smartphones beispielsweise zum illegalen Abhören von Räumen missbrauchen lassen oder Aufenthaltsorte dank GPS verfolgbar sind. Speziell Führungskräfte setzen sich durch Unachtsamkeit rechtlichen Risiken aus. So stellt schon das Speichern von Mitarbeiterdaten im E-Mail-Ordner eines ungeschützten Geräts einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz dar. Für Unternehmen empfiehlt es sich daher dringend, die im Umlauf befindlichen mobilen Geräte der Mitarbeiter in das IT-Sicherheitskonzept zu integrieren. Dabei ist bei den Mitarbeitern allerdings zuvor erhebliche Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn nur jeder vierte Mobile Professional wäre derzeit bereit, die Zugriffssteuerung auf Bluetooth und andere Übertragungsfunktionen der IT-Abteilung zu überlassen. Restriktionen bei der Installation von Apps, laut Steria Mummert “einer der größten Gefahrenherde mobiler Kommunikation”, würden nur 20 Prozent der Anwender in Kauf nehmen.
3/4 der Deutschen im Web
Durch ein erneut deutliches Wachstum von 2,7 Prozentpunkten nutzen inzwischen 74,7 Prozent der deutschen Bevölkerung das Internet. Damit sind erstmals knapp drei Viertel der Deutschen online. Dies sind zentrale Ergebnisse der elften Ausgabe des (N)ONLINER Atlas‘, für den TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 über 30.000 Interviews durchführte. Hauptwachstumstreiber im Breitbandbereich ist neben dem Kabel der Mobilfunkzugang: 2,9 Prozent der Bevölkerung nutzen inzwischen Mobile als Online-Hauptzugangsart!
Flankierend die Ergebnisse der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie 2011, hier zitiert von den GFM-Nachrichten: “Erstmals sind mehr als 50 Millionen Deutsche Online. Die insgesamt 51,7 Mio. Internetnutzer entsprechen 73,3 Prozent der Bevölkerung. Gegenüber dem Vorjahr kamen 2,7 Millionen neue Onliner hinzu.