Mobile CRM: Dossier
Mobile Customer Relationship Management (CRM), also mobile Lösungen für Kundeninteraktion und Kundenbindung, sind im Trend. Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner argumentiert sogar überzeugend, dass Mobile CRM-Lösungen einen besseren ROI als auf Soziale Netzwerke zielende Strategien erwirtschaften, betont aber auch, dass das Thema Kundenmanagement vor allem als Strategie und nicht nur als Software behandelt werden sollte.
Laut einer von Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag mehrerer Lösungsanbieter erstellten und verbreiteten Studie wird Mobility im Kundenmanagement immer wichtiger. Für fast 70 Prozent der deutschen Unternehmen ist die mobile Unterstützung entscheidend bei der Auswahl einer CRM-Lösung. Die Entscheider in den befragten Unternehmen gehen mehrheitlich davon aus, dass CRM-Systeme in Zukunft vor allem mobil genutzt werden. Zusätzlich ist Mobility ein wesentlicher Treiber für CRM-Investitionen: 38 Prozent der Unternehmen planen in den kommenden zwei Jahren in die Modernisierung und gleichzeitig Mobilisierung ihrer CRM-Anwendungen zu investieren.
Der PAC-Studie “Mobile CRM – Kundenmanagement mit Tablet, Smartphone und Laptop” ist zu entnehmen, dass CRM-Lösungen mit mobilen Komponenten in deutschen Unternehmen schon relativ weit verbreitet sind. Gleichwohl planen 38 Prozent der antwortenden Unternehmen in den kommenden zwei Jahren konkrete (weitere) Investitionen in mobile CRM-Lösungen. Diese Pläne betreffen zum einen die Erweiterung bestehender Lösungen in punkto Mobilität, zum anderen will jedes zweite antwortende Unternehmen sogar ein neues CRM-System anschaffen, um mobile Nutzer besser zu unterstützen – eine bemerkenswert hohe Prognose.
Tablets auf dem Vormarsch
Mobile CRM-Lösungen kommen bisher vor allem auf Laptops zum Einsatz, Smartphones und Tablets werden derzeit im Kundenmanagement erst von einem kleinen Anwenderkreis eingesetzt. Allerdings ist jeder zweite Fachbereichsleiter davon überzeugt, dass sich Tablet-Rechner künftig durchsetzen werden. Tritt dies wie erwartet ein, dann wandelt sich laut PAC die Bedeutung mobiler Lösungen: Waren sie bislang nur ein Vehikel, um von unterwegs auf Kundendaten zugreifen zu können, werden sie dann mehr und mehr zu CRM-Arbeitsumgebungen , die Reports und Analysen bereitstellen und ganze Prozesse beschleunigen, um so schneller auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren zu können. Von der mobilen Kundendatei zu – beispielsweise – einem mobilen Produktkonfigurator also. Entsprechend hoch werden dann die Ansprüche an die mobile Unterstützung.
Auswahl der passenden Lösung
Unternehmen legen bei der CRM-Auswahl künftig besonderes Augenmerk auf die mobile Funktionalität. Nur jedes zehnte Unternehmen setzt bei Mobile CRM auf unveränderte Standardapplikationen. Frank Niemann, Principal Consultant bei PAC: “Der Großteil der Unternehmen hat eine Standardapplikation mit individuellen Anpassungen im Einsatz, um den spezifischen Unternehmensanforderungen gerecht werden zu konnen.” Customizing bis hin zu individuellen Entwicklungen werden auch künftig eine zentrale Rolle spielen: “65 Prozent der Unternehmen planen den Einsatz einer angepassten Lösung. Und auch bei den Eigenentwicklungen zeichnet sich ein Anstieg ab”, erläutert der Consulter. “Damit eröffnen sich Softwareanbietern aber auch IT-Dienstleistern gute Chancen, sich mit individuellen Entwicklungen am Mobile-CRM-Markt zu positionieren.”
Offline-Fähigkeit webbasierter Lösungen noch unzureichend
Im Vergleich zu nativen Lösungen sind laut PAC webbasierte Mobile-CRM-Applikationen “deutlich stärker verbreitet”. Bei 70 Prozent der Unternehmen, die bereits eine mobile CRM-Applikation im Einsatz haben, soll es sich laut PAC um eine Browser- bzw. webbasierte Lösung handeln. Allerdings wird von diesen die Anforderungen an die Offline-Funktionalität typischweise nicht hinreichend erfüllt: “Jeder dritte Fachbereichsleiter ist mit der Offline-Fähigkeit der bestehenden Lösung unzufrieden. Hier besteht eindeutig Nachbesserungsbedarf”, konstatiert Niemann.
Die Erstellung und Verbreitung der PAC-Erhebung wurde von den Anbietern BSI Business Systems Integration Fujitsu Technology Solutions, SAP (vgl. SAP CRM, SAP/Sybase, SAP/Business One, SAP/itelligence u.v.m.) und update Software gesponsort. Sie basiert auf einer “repräsentativen Befragung in deutschen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern”. Befragt wurden 107 Abteilungs- bzw. Fachbereichsleiter deutscher Unternehmen, die den Vertrieb, das Marketing und/oder den Kundenservice verantworten, sowie Geschäftsführer. Das resultierende 48-seitige Dokument kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Marktübersicht
Im Folgenden weitere Anbieter von CRM- bzw. vertriebsunterstützenden iOS-Apps im Überblick – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
BFI Mobile (“SmartCRM.Mobile”)
CAS Software (“genesisWorld”)
Daylite (die ihr Produkt allerdings mehr als Produktivitätswerkzeug positionieren)
Gedys (“CRM 360°”)
mobile only (Mobile Auftragserfassung “motrade”)
nexMart (im Einsatz u.a. bei Metabo)
iSLX für Sage SalesLogix (vgl. auch “sCRM” für Sage CRM von Serversys)
Salesperformer (“crm client 2″)
Samzol (“WorkTeams”)
Zoho.
Diese Angebote bestehen gewöhnlich aus einer kostenpflichtigen Server-Komponente, auf die über die normalerweise kostenlos angebotene iPhone- oder iPad-App zugegriffen wird. Stand-alone arbeitende Apps sind funktional deutlich eingeschränkt und daher die Ausnahme. Neben den Vorgenannten gibt es auch Anbieter, die nur ein mobiles Frontend zur Bedienung der CRM-Software Dritter offerieren. Beispiele sind etwa CWR Mobility, iEnterprises (“Mobile Edge” oder “Empower Mobile CRM”), Fellow Consulting (“CRM4Mobile”), maihiro, msc mobile (Momentum), Omni (“Riva Integration Server”) oder Resco, die teils über eine native App, teils via Exchange ActiveSync-fähigen Endgeräten zumindest E-Mail-basierte Connectivity zu CRM-Systemen wie Navision/Microsoft Dynamics, NetSuite, Oracle (Siebel), SageCRM, Salesforce, SAP oder SugarCRM verschaffen. Häufig haben die traditionellen CRM-Anbieter inzwischen aber auch eigene iOS Clients bereit gestellt – beispielsweise Sugar Mobile für SugarCRM.
Auch Glanzkinder wird seine mobilen Angebote zur Interaktion mit Kunden noch entscheidend ausbauen. Aktuell wird das preisgekrönte Glanzkinder-Produkt PDF Activator™ modernisiert, auf weitere Plattformen verbreitert und um mobile Shopping-Funktionalität ergänzt – zum Self-Service genauso wie für die vom Vertriebsexperten betreute Gesprächssituaton.
Nun ist die Software also ausgewählt und das Projekt wird geplant: Vor diesen häufigen Fehlern in Mobile CRM-Projekten warnt Gartner.
Enterprise Messaging à la Sybase 365
Sybase 365 LLC, ein Tochterunternehmen des SAP-Unternehmens Sybase, hat mit Sybase Push 365 einen neuen Messaging-Dienst angekündigt. Der mobile, App-basierte Push-Messaging-Service soll Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Kundenbindungen zu stärken und zu pflegen. Der Service nutzt aufgrund einer mit Urban Airship deren Plattform für mobiles App-basiertes Push-Messaging, App-Interaktion und App-Monetarisierung.
Dies soll die bisherigen Angebote zur Kundeninteraktion von Sybase 365 via SMS-Nachrichten bis hin zu IP-basiertem App-Messaging für Smartphones und Tablets mit Mobilfunk- wie WiFi-Anbindung ergänzen. Urban Airship ist laut Sybase einer “weltweit meistgenutzten Services für Push-Benachrichtigungen, In-App-Käufe und Abonnements”. Das Unternehmen liefert Milliarden von Nachrichten pro Monat für weltweit bekannte Marken wie Accenture, CBS Interactive, Groupon, Macy’s oder Warner Bros. aus.
MDM “Out of the Box”?
IT-Verantwortliche stehen bekanntlich derzeit vor einer weiteren großen Herausforderung dadurch, dass Mitarbeiter ihre privaten Mobilgeräte nach der Devise “Bring Your Own Device” (BYOD) auch für geschäftliche Aufgaben nutzen. Das Thema bringt neue Sicherheitsrisiken, zudem fehlen in der IT-Organisation häufig die erforderlichen personellen Kapazitäten, um den Aufbau mobiler Geschäftsprozesse rasch genug umzusetzen. Eine Antwort kann Mobile Device Management (MDM) sein, das nun auch vom SAP-Systemhaus ITML angeboten wird. Die Pforzheimer offerieren “mobile Lösungen – von der Beratung über die Strategie bis hin zum Betrieb – und umfassende “Out-of-the-Box”-Services für die Verwaltung mobiler Endgeräte”. Dabei ist natürlich u.a. auch an mobilen Zugriff auf Daten und Prozesse aus den zentralen EPR-Systemen gedacht.
Das ITML-MDM übernimmt laut Anbieter die Verwaltung der mobilen Endgeräte (Smartphones und Tablet-PCs) sowie der darauf installierten Business-Anwendungen (Apps) und stellt um die Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien (Policy Management) und Compliance-gerechten mobilen Standards sicher. Unterstützt werden die mobilen Betriebssysteme Windows Mobile, iOS und Android. Technisch wird MDM in einem Service-Rechenzentrum mit der Administrationslösung Afaria von Sybase (SAP) umgesetzt. Hier werden zunächst alle Mobilgeräte, die die Endanwender für geschäftliche Zwecke einsetzen, automatisch erfasst und registriert (Asset Management).
Bei Security-Problemen können die betroffenen mobilen Devices per Remote-Zugriff sofort gesperrt und – falls nötig – die darauf gespeicherten Daten gelöscht werden. Das ist der Fall, sollte ein Gerät verloren gehen oder gestohlen werden oder wenn gravierende Sicherheitslücken auftreten, etwa durch die Aufhebung von Nutzungsbeschränkungen wie einem (Jailbreak). Das Paket kann auch als Software as a Service (SaaS) bezogen werden.
mehr Infos zu Mobility Services von ITML
Lesetipp: Sybase Mobile Commerce Guide
Nach einhelliger Expertenmeinung wird das Mobile Business – der M-Commerce-Markt – auch in den nächsten Jahren stark wachsen. Besonders die immer noch steigende Nutzung von Smartphones und damit einhergehende neue Ausprägungen des Mobile Commerce bergen weiteres großes Wachstumspotenzial. Bereits heute nutzen 50 Prozent der Besitzer von mobilen Endgeräten diese zum mobilen Shoppen. 12 Prozent kaufen/bestellen sogar wöchentlich über das mobile Internet. Wie hoch das Potenzial für M-Commerce bleibt, zeigen die 38 Prozent, die zwar bislang selten mobil einkaufen, jedoch Bereitschaft zu einer stärkeren Nutzung in der Zukunft bekunden.
Laut einer Juniper-Studie soll der Umsatz mit physischen Waren, die über ein mobiles Endgerät gekauft wurden, 2012 einen Bruttowert von 170 Milliarden US-Dollar überschreiten. Gerade in Schwellenländern ist Mobile Banking für Menschen, die kein Bankkonto besitzen, eine sinnvolle Alternative. Aber auch in Industrieländern schätzen Verbraucher zunehmend die Bequemlichkeit von Mobile Payment oder Mobile Couponing, sofern entsprechende Angebote einen Mehrwert bieten.
Im “Mobile Commerce Guide 2012″ von Sybase können Teilnehmer des mobilen Ökosystems (und die es werden wollen) Strategien, Expertenmeinungen und Praxisbeispiele zu erfolgreichen M-Commerce-Projekten weltweit finden. Ziel der Veröffentlichung (natürlich neben der Werbewirkung für das SAP-Unternehmen Sybase) ist es, Anregungen für die Entwicklung und Umsetzung einer eigenen M-Commerce-Strategie zu geben. Hierzu werden u.a. die Grundlagen folgender M-Business-Themenkreise dargestellt:
- Mobiler Zahlungsverkehr (M-Banking, Mobile Wallets, NFC
- Kundenbindung (Mobile Marketing, Mobile Customer Engagement)
- “Anbieter, die für Unruhe sorgen” (Allianzen zw. Providern und Banken; TransferTo; bCODE; NUVO-Provider.
Ein Glossar und Unternehmensindex runden den 81-seitigen, lesenswerten Reader ab.
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Bricht NFC erst in 2-5 Jahren durch?
Sybase 365, ein Tochterunternehmen der zu SAP gehörenden Sybase, Inc. hat heute aktuelle Umfrageergebnisse zu den Wachstumserwartungen für den Mobile-Commerce-Markt vorgestellt. Schon zum zweiten Mal hat der M-Commerce-Anbieter zu Branchentrends wie beispielsweise der Near Field Communication (NFC) eine Befragung unter Experten aus aller Welt auf dem GSMA Mobile World Congress (MWC) in Barcelona durchgeführt.
Dabei trafen 81 Prozent der befragten Experten die Aussage, dass sich die NFC-Technologie frühestens in zwei bis fünf Jahren als effektiver Wachstumstreiber für den mobilen Zahlungsverkehr erweisen wird. Nicht einmal zehn Prozent gehen davon aus, dass sich NFC-basierte mobile Zahlungen bereits innerhalb der nächsten zwölf Monate als Mainstream etablieren werden. Weiter ging es in der Umfrage auch darum, wie die Experten den Einfluss einschätzen, den die Wahrnehmung der Verbraucher in puncto Sicherheit auf die Verbreitung und Annahme von Mobile Payment hat. 38 Prozent stuften dabei Befürchtungen hinsichtlich potenzieller Sicherheitsrisiken bei der Übertragung von persönlichen Daten während einer mobilen Transaktion als Haupthindernis für eine breit angelegte Akzeptanz des mobilen Zahlungsverkehrs ein.
Ebenso wichtig für die breite Akzeptanz mobiler Zahlungen ist jedoch die Abstimmung der wichtigsten mCommerce-Beteiligten und die Entwicklung von Standards für das mobile Zahlungswesen. Diese Ansicht teilen 38 Prozent der befragten Experten. Dies deckt sich mit den Erkenntnissen der 2011 durchgeführten MWC-Umfrage, bei der Branchenstandards und Koordination von fast 50 Prozent der Befragten als zentrale Faktoren für den weltweiten Mobile-Payment-Durchbruch genannt wurden.
26 % der Umfrageteilnehmer sehen Mobilfunkbetreiber als Katalysatoren für die globale Akzeptanz, während 24 Prozent diese Aufgabe den Banken zuweisen und 19 Prozent der Ansicht sind, dass Firmen wie Amazon, PayPal und Groupon eine entscheidende Funktion übernehmen werden. Auch die NFC-Technologie wird laut Umfrage die Zukunft des mobilen Zahlungsverkehrs mit gestalten.
Bewegung im MDM-Markt
Je mehr das Mobile Business Alltagsrealität wird, je mehr die Unternehmen von Smartphones, Tablets, Business Apps erreicht werden (ob nun via eigener Mobil-Strategie oder via Consumerization und BYOD bzw. CYOD, um so dringlicher werden die Anforderungen nach einem Mobile Device Management (MDM), das imstande ist, die gerufenen mobilen “Geister” auch zu bändigen. Von Fiberlink zitierte Analysten erwarten, dass die Umsätze mit Mobile Device Management-Systemen in diesem Jahr um 40 Prozent wachsen.
Matrix42 mit iOS 5-Unterstützung
Ab sofort bieten beispielsweise die MDM-Produkte von Matrix42 auch “Managementfunktionen für iPhone, iPod Touch und iPad mit dem neuen iOS 5.1 an”. Die Funktionalität laut Hersteller:
- E-Mail-Konfiguration – z. B. S/MIME-Verschlüsselung, ohne E-Mails über Dritte bzw. verschiedene E-Mail-Konten versenden zu müssen;
- Wi-Fi-Konfiguration – einfache Konfiguration der Proxy-Einstellungen und automatische Einwahl in Wi-Fi-Netzwerke;
- Roaming-Konfiguration – sofortige Aktivierung oder Deaktivierung von Sprach- und Daten-Roaming;
- iCloud-Konfiguration – Aktivierung und Deaktivierung von iCloud-Backup, Dokumenten-Sync und Fotostream;
- Software Verteilung/Roll-out – drahtlose Aktivierung der Geräte auch ohne iTunes;
- Apps/Corporate App Store – Installation von öffentlichen und unternehmenseigenen Applikationen oder Daten zur selbständigen Verwaltung; einfaches Entfernen von Daten, wenn MDM-Profile gelöscht werden;
- Remote-Prüfung der Batterie-Lebensdauer;
- Daten-Backups – Unterbinden von Daten-Backups mit iTunes und iCloud für Anwendungen.
Matrix42 Mobile Device Management für iOS 5 ist ab sofort verfügbar und kann direkt bei Matrix42 oder über ausgewählte Vertriebspartner bezogen werden.
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Fiberlink: Kooperation für die DACH-Region
Fiberlink sieht sich als “führenden Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) für ein sicheres mobiles Device Management [...] sowie mobiles Applikations-Management”. Auf dem “Mobile World Congress” (MWC) in Barcelona gab man bekannt, dass die MaaS360-Lösung ab sofort Kunden, Wiederverkäufern und Systemintegratoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz von von Star Tech Data angeboten werden sollen. Star Tech Data ist ein Joint Venture zwischen Brightstar Corp. und der Tech Data Corporation.
MaaS360 soll als Cloud-Lösung bewerkstellen, “dass Unternehmen ihre mobilen Endgeräte, wie z.B. Smartphones oder Tablets sofort integrieren und durch umfassende Sicherheitsrichtlinien absichern können, ohne zuvor in die eigene Infrastruktur investieren zu müssen.” Dabei werden nicht nur iOS- und Android-Geräte unterstützt sondern auch Windows Mobile (WP7), Symbian, BlackBerry OS u.a.
Zur Funktionalität gehören neben Standard-MDM Funktionen laut Anbieter auch: “die vollständige und automatische Erkennung aller Geräte, die Zugriff auf Unternehmens-E-Mail haben (!), “Over-the-Air” (OTA) Gerätregistrierung und Konfiguration, die Umsetzung von Unternehmensrichtlinien/Policies wie z. B. Passwörter-Konventionen, Jailbreak-Erkennung, Remote-Sperren,- und -Löschen (Remote Removal sowie das Lokalisieren von Geräten.
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ManageEngine: Mobile Device Management Services
ManageEngine hat auf dem MWC Echtzeit-IT-Tools mit Funktionen aus den Bereichen Mobile, Desktop und Service Desk vorgestellt. Unter anderem soll das Angebot “Desktop Central” ebenfalls künftig “integrierten Support für Geräte mit Apple iOS bieten”. Die Unterstützung weiterer Betriebssysteme ist bereits angekündigt. Unternehmen sollen so “Funktionen aus den Bereichen Security, Configuration und Asset Management erhalten”. Voraussetzung sei die Integration mit der HelpDesk-Lösung ServiceDesk Plus aus dem gleiche Hause. Folgende Funktionen können laut Anbieter dann bereitgestellt werden:
- das Sperren von Geräten und das sichere Löschen von Inhalten, Dateien, Passwörtern und Einstellungen sowie die Ausführung weiterer Sicherheitskommandos;
- Asset Management zeigt installierte Zertifikate und Profile, Details zu etwaigen Restriktionen, Sicherheitsinformationen, App-Übersichten sowie allgemeine Geräteinformationen;
- Configuration Management gestattet das Setzen von PINs oder diverser Restriktionen, E-Mail-Konfiguration, ActiveSync mit Exchange sowie das Einrichten von VPNs und WiFi-Verbindungen;
- Die neue Version von Desktop Central soll MS SQL unterstützen und das Aufzeichnen von Remote Support Sessions ermöglichen.
Neben Desktop Central erhält auch das Angebot “IT360″ MDM-Funktionalitäten. Die Monitoring-Lösung kann künftig auf iPads installiert werden und so auch auf diesem mobilen Endgerät eine Rundumsicht zur IT-Infrastruktur eines Unternehmens geben. Interessenten können sich ab sofort beim deutschen Vertriebspartner MicroNova für die Betaversion von DeskCentral registrieren.
Auch bei Sybase/SAP und Symantec hat sich MDM-technisch einiges getan, wie heise.de zusammenfassend berichtete: “Die SAP-Tochter Sybase konzentriert sich mit der Version 7.0 ihres Mobile-Device-Management-Produkts Afaria auf die effizientere Verwaltung von Applikationen und mobilen Endgeräten mit einer neuen Benutzerschnittstelle, einem verbesserten Workflow und Integration in das Geschäftsumfeld. IT-Administratoren sollen mit Afaria BYOD-Geräte einfach und schnell konfigurieren und absichern können. Dafür bietet es neben einem Portal, mit dem der Anwender sein Gerät selbst verwalten kann, auch das Verwalten von Applikationen, das Verschlüsseln von Unternehmensdaten sowie eine integrierte Kontrolle der Telekommunikationskosten.
Konkurrent Symantec hat sein Angebot für die Administration von Mobilgeräten ebenfalls erweitert. Neu ist unter anderem die Integration in Microsofts System Center Configuration Manager, der nun alternativ zur hauseigenen Management Platform eingesetzt werden kann. Zusätzlich zu iOS-Geräten lassen sich nun die Sicherheitsrichtlinien sowie Applikationen auf den Plattformen Android und WP7 verwalten.
Als “Mobile Security for Android” will Symantec im Spätsommer auch seine Anti-Malware-Technik und das Global Intelligence Network für Googles Mobilsystem bereitstellen. Außerdem sollen die Produkte Data Loss Prevention for Tablets und Managed PKI Service in das Gerätemanagement integriert werden. Hiermit soll sich zum einen die Übertragung sensibler Daten auf dem iPad kontrollieren lassen und zum anderen eine sicherere Geräteauthentifizierung gegenüber Firmennetzwerken und Applikationen gewährleistet werden. In Kombination mit O3 will Symantec außerdem eine sichere Nutzung von Cloud-Anwendungen auf mobilen Endgeräten gewährleisten.”
MDM-Events
Apropos heise – der Workshop iPhone, iPad und Android im Enterprise-Umfeld gibt u.A. Gelegenheit, das MDM-Tool Tarmac aus dem Hause Equinux näher kennenzulernen.
Mobile Security – das 10-Punkte-Programm
Laut Prognosen der IDC wird die mobile Workforce 2013 weltweit bereits aus 1,2 Mrd. Mitarbeitern bestehen. In bereits zwei Jahren sollen also 35 Prozent der gesamten berufstätigen Bevölkerung zumindest teilweise Mobile Professionals sein. Die Yankee Group sagt sogar für Ende dieses Jahres voraus, dass weltweit mehr als 57 Prozent aller Mitarbeiter „ein Smartphone am Arbeitsplatz einsetzen“.
Eindeutig ist, dass Mobile Computing rasant an Fahrt gewinnt. Im gleichen Tempo sollte auch das Thema Mobile Sicherheit an Wichtigkeit für Unternehmen zunehmen. Denn neben den Vorteilen von mobilen Endgeräten im Unternehmenseinsatz (Steigerung von Effizienz und Arbeitsmoral, Verbesserung der Datengenauigkeit und -verfügbarkeit sowie mögliche Reduzierung der Betriebskosten) bestehen auch etliche zusätzlich entstehende Risiken, wie beispielsweise Abhören/Abfangen des Datenverkehrs, Datenverlust einschließlich Passwörter fürs Unternehmensnetzwerk durch verlorene Smartphones/Tablets/Notebooks oder auch Malware-Befall.
Remote Management und Datenschutz stellen daher ITK-Abteilungen vor deutliche Herausforderungen. Die Mobile-Spezialisten der SAP-Tochter Sybase empfehlen, Sicherheitsrichtlinien und -funktionen im mobilen Bereich einzuführen, Tools für das von Mobile Device Management einzusetzen und folgende zehn Punkte besonders zu beachten:
- 1. Wahrnehmung aller Sicherheitsbedrohungen durch mobile Geräte wie Verlust, Malware, Bugs oder überholte Betriebssystem-Versionen.
- 2. Einführung und Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien für mobile Geräte, Sensibilisierung der Mitarbeiter.
- 3. Einsatz einer Mobile Management Platform, die es der IT erlaubt, eine Vielfalt an Geräten und Betriebssystemen zentral zu implementieren, zu konfigurieren und zu managen (idealerweise sowohl private als auch unternehmenseigene Geräte).
- 4. Nutzen von Mobile Management Tools, die Einblick in den Gerätestatus liefern, so dass Sicherheitslücken schnell identifiziert und automatisch behoben werden können.
- 5. Einschränkung bekannter Schwachstellen, z. B. im Zusammenhang mit Applikations-Download, Location-spezifischer Kamera-Restriktion (vgl. Kamera-Verbot in Banken) etc.
- 6. Einführung eines Portfolios an Device-Security-Lösungen, die alphanumerische Passwörter, Authentifizierung, Verschlüsselung und Remote Wipe (Fernlöschung)
umfassen. - 7. Kontrolle von Download, Installation und Konfiguration jeglicher Apps, die Nutzern Zugang zu Unternehmensinformationen verschaffen.
- 8. Abwägung von Server Software vs. Managed Mobility Services, wobei letztere eine schnellere, günstigere und flexiblere Art der Gerätekontrolle bieten.
- 9. Anbieten einer breiten Gerätepalette, da es die Akzeptanz mobiler Lösungen steigert, wenn Mitarbeiter ihr bevorzugtes Gerät einsetzen können.
- 10. Dialogfreie Wartung und Kontrolle von Geräten – entweder “Online”/Over The Air (OTA) per Mobilfunk – oder durch integrierte Regeln zur Offline-Ausführung.
“Mobilgeräte sind der neue Desktop”, sagt Sybase/SAP
Auf der Anwenderkonferenz “Sapphire Now” haben SAP und die SAP-Tochter Sybase neue mobile Anwendungen angekündigt und in folgenden Kontext gerückt: Mobile Technologien seien “… eine der tiefgreifendsten Veränderungen in der Geschichte der IT”. Weiterlesen auf silicon.de.
Mobile Payment: NFC dauert noch
Die nächste iPhone-Generation wird nach Informationen des Independent weiterhin auf die Funktechnik NFC (Near Field Communication) verzichten, wie u.a. heise.de berichtet: “Großen britischen Carriern habe Apple zu verstehen gegeben, keinen NFC-Chip im neuen iPhone (“iPhone 5″) zu integrieren, da es keinen eindeutigen branchenweiten Standard gebe.”
Fehlen eindeutiger Standards bremst die Entwicklung
Dies deckt sich mit Ergebnissen einer weltweiten Umfrage zum Thema Mobile Payment, die Sybase 365 beauftragt hat. Aus den Ergebnissen:
- 40 % der befragten Personen gaben an, dass die größten Hemmfaktoren für eine Einführung mobiler Zahlungen auf einen Koordinationsmangel zwischen Providern, Händlern, Banken und App-Entwicklern zurückzuführen sind.
- Während NFC in Zukunft dabei helfen wird, mobile Zahlungsvorgänge zu ermöglichen, halten laut Sybase erfolgreiche und etablierte mobile Technologien einschließlich SMS und USSD bereits heute die Entwicklung dieses Ökosystems am Laufen – dies wird allerdings nicht durch irgendwelche Umfrageergebnisse erhärtet.
- Mobile Kanäle wie SMS, Browser und Applikationen werden bereits von Händlern weltweit angewendet. NFC steht laut Sybase 365 immer noch vor der Herausforderung, die Kundenerfahrung mit mobilen Zahlungen bedeutend schneller und einfacher gestalten zu müssen, als es sowieso schon der Fall ist.
- Von den über 250 befragten Mobile Insiders, die auf dem Mobile World Congress (MWC)an der Umfrage teilnahmen, glauben 76 Prozent, dass NFC-basiertes Mobile Payment noch mindestens zwei Jahre brauchen wird, um sich auf dem Markt durchsetzten zu können. Der Mangel an NFC-Nutzern am Point of Sale (26 %) und die teilweise unzureichende Ausstattung der Endgeräte (25 %) wurden als weiterer Hinderungsgrund für eine schnelle Weiterentwicklung des Mobile Payments genannt.
Bei Android geht es allerdings schneller voran: Mit Nexus S und dem Samsung Galaxy S2 sind bereits Geräte mit integriertem NFC-Chip verfügbar oder zumindest angekündigt.
Unternehmen investieren ’11 in mobile Anwendungen
Laut einer neuen Studie von Kelton Research, die das SAP-Unternehmen Sybase wollen 90 Prozent aller IT-Manager 2011 in neue mobile Anwendungen investieren. Nahezu 50 Prozent der Befragten sehen überdies das Management mobiler Anwendungen ganz oben auf ihrer Prioritätenliste. Daher offeriert Sybase mit dem Enterprise Mobility Guide 2011 ein 130 Seiten umfassendes Kompendium zum Thema Mobilitätslösungen im Unternehmenseinsatz. Das Dokument mit den Zielgruppen IT- und Business Manager behandelt laut Anbieter aktuelle Trends im Bereich Mobile Device Management und Anwendungsentwicklung für Plattformen wie Android, BlackBerry OS und iOS sowie populäre mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets.
Die Beiträge stammen von Mobile Business-Spezialisten aus Unternehmen wie Accenture, Google, Motorola, Orange, RIM, Samsung, Verizon, Enterprise Mobility Forum sowie natürlich Sybase und SAP. Zudem wurden über 30 Marktstudien und -prognosen von Gartner, Forrester Research, Yankee Group, Evans Data, Frost & Sullivan, CIO Strategy Forum, Computerworld und Kelton Research aufgenommen. Das Referenzwerk kann – nach vorheriger Registrierung – hier heruntergeladen oder zum Postversand bestellt werden.