Mehr Management für mobiles Arbeiten
Symantec hat eine Reihe von Updates für das Geräte- und Datenmanagement von mobilen Endgeräten angekündigt. Mit diesen erweiterten Lösungen soll es Unternehmen gelingen, Bring-Your-Own-Device-Initiativen (BYOD) sicher umzusetzen und so Unternehmens-E-Mail genau wie Business-Apps kontrolliert auf iOS- und Android-Plattformen auszurollen. Geräte und Apps sollen komfortabel verwaltet und die auf ihnen abgelegten Informationen effektiv geschützt werden.
Die Erweiterungen umfassen:
- die Lösung Symantec Mobile Management for Configuration Manager wurde um Technologie der von Symantec übernommenen Odyssey Software ergänzt.
- Durch Integration von Nitrodesk Touchdown soll Symantec Mobile Management nun auch eine sichere E-Mail-Lösung für Android bereitstellen.
- Für die Plattform Windows Phone 7 wird nun ein natives, Agenten-basiertes Management angeboten.
- Mit dem Nukona App Center sollen sich Daten auf iOS-Endgeräten mit einer nach FIPS-140-2 zertifizierten Verschlüsselung schützen lassen. Nukona unterstützt auch Drittanbieter wie Appcelerator oder PhoneGap.
- Die Free App PGP Viewer für Android stellt die Verschlüsselung des (kostenpflichtigen) PGP Universal Servers nun auch für die Benutzerregistrierung und das Key-Management von Androiden bereit.
Lesetipp: Mobile Threat Report
Malware macht mobil und tarnt sich dabei immer besser: Bisweilen kommt sie sogar im Bundle mit populären Apps wie Angry Birds Space daher. Das Hauptmotiv für die Malware-Entwickler wird dabei immer mehr der wirtschaftliche Betrug, dessen Anteil gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel gestiegen ist. Das sind die wichtigsten Ergebnisse des Mobile Threat Report Q1 2012 von F-Secure – interessant für Endanwender und Pflichtlektüre für jeden, der für Mobiles in Unternehmen verantwortlich ist.
Der Report zeigt die Tendenzen der Bedrohungsszenarien nach Auswertung der weltweiten Daten der F-Secure Response Labs auf. Die Zahlen belegen die zunehmende Notwendigkeit, auch Smartphone, Tablet und Co proaktiv zu schützen.
“Die Bedrohungsszenarien für mobile Endgeräte entwickeln sich in erschreckenden Maße, sowohl hinsichtlich der Menge und Qualität der Angriffe. Auffällig ist, dass bösartige Android-Applikationen immer mehr nun auch an bekannte Applikationen wie etwa Rovio’s Angry Bird Space gekoppelt werden”, erläutert Sean Sullivan, Security Advisor bei den F-Secure Labs. “In einem ersten Schritt manipuliert der Entwickler den Anwender, damit er einen Premium-Dienst bucht. Dann erhält der Anwender tatsächlich eine Kopie der Spiele-App. So gibt es zunächst keinen Grund, Verdacht zu schöpfen, denn der Spieler hat das Spiel ja wie versprochen erhalten. Angesichts solcher Verhaltensweisen ist es dann aber nur noch eine Frage der Zeit, bis die Opfer den Angriff realisieren.”
Android – Mit dem Marktanteil wächst auch die Bedrohtheit
Android hat sich bei den mobilen Betriebssystemen die Marktführerschaft erobert. Die Statistiken von F-Secure zeigen folgerichtig auch einen dramatischen Zuwachs der auf Android zielenden Angriffsraten. F-Secure verzeichnete im ersten Quartal 2011 zehn neue Familien und Varianten. In Q112 hat sich dieser Wert mit 37 neuen Familien und Varianten fast vervierfacht. Zwischenzeitlich waren im dritten Quartal 2011 sogar 52 neue Familien oder Varianten entdeckt worden. Für Symbian stieg die Zahl der Neuentdeckungen nur von 6 auf 12, während für Pocket PC und (J2ME)-Plattformen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres keine neuen Familien entdeckt wurden. Noch erschreckender ist der Anstieg böswilliger Android Application Packages (APK): Hier stieg die Anzahl von 139 im ersten Quartal 2011 auf 3.063 im ersten Quartal 2012.
Mobile Business
Die geschäftliche Ausrichtung wird dabei immer wichtiger. Denn immer öfter installiert sich die überwiegende Mehrheit der Malware mit dem Ziel, Profit über den Versand von SMS-Nachrichten auf Premium-Diensten zu generieren. So stieg die Zahl solcher Profit-motivierter Bedrohungen von 13 Prozent in Q1 2011 auf 34 Prozent in Q1 2012. Der Schurke “RootSmart.A” zum Beispiel lädt einen Root Exploit herunter, um mit den so erhaltenen Privilegien weitere Anwendungen herunterzuladen. Eine Bot-Komponente der Malware empfängt von einem Server Kommandos und führt unberechtigte Telefonate durch, sendet Nachrichten über Premium-SMS-Nachrichtendienste oder greift ungefragt auf Pay-per-View Videos zu.
App- und Marketplace-Trojanisierung
Immer besser tarnt sich Malware hinter scheinbar ungefährlichen Apps. So gibt sich der Trojaner “FakeToken.A” als Token-Generator für mobiles Banking aus. Malware-Programmierer gestalten ihre Anwendungen auch zunehmend mit trojanisierten Applikationen. So gibt sich die “Boxer.H”-Variante als Google Play aus. Meistens sind solche Applikationen auf 3rd Party- Marktplätzen zu finden. Manche konnten sich aber auch schon auf dem offiziellen Android- Marktplatz einschleusen, der nun in Google Play integriert ist.
Den F-Secure-Report downloaden
Übrigens: Die Security-Spezialisten von Symantec stoßen ins nämliche Warnhorn.
Bewegung im MDM-Markt
Je mehr das Mobile Business Alltagsrealität wird, je mehr die Unternehmen von Smartphones, Tablets, Business Apps erreicht werden (ob nun via eigener Mobil-Strategie oder via Consumerization und BYOD bzw. CYOD, um so dringlicher werden die Anforderungen nach einem Mobile Device Management (MDM), das imstande ist, die gerufenen mobilen “Geister” auch zu bändigen. Von Fiberlink zitierte Analysten erwarten, dass die Umsätze mit Mobile Device Management-Systemen in diesem Jahr um 40 Prozent wachsen.
Matrix42 mit iOS 5-Unterstützung
Ab sofort bieten beispielsweise die MDM-Produkte von Matrix42 auch “Managementfunktionen für iPhone, iPod Touch und iPad mit dem neuen iOS 5.1 an”. Die Funktionalität laut Hersteller:
- E-Mail-Konfiguration – z. B. S/MIME-Verschlüsselung, ohne E-Mails über Dritte bzw. verschiedene E-Mail-Konten versenden zu müssen;
- Wi-Fi-Konfiguration – einfache Konfiguration der Proxy-Einstellungen und automatische Einwahl in Wi-Fi-Netzwerke;
- Roaming-Konfiguration – sofortige Aktivierung oder Deaktivierung von Sprach- und Daten-Roaming;
- iCloud-Konfiguration – Aktivierung und Deaktivierung von iCloud-Backup, Dokumenten-Sync und Fotostream;
- Software Verteilung/Roll-out – drahtlose Aktivierung der Geräte auch ohne iTunes;
- Apps/Corporate App Store – Installation von öffentlichen und unternehmenseigenen Applikationen oder Daten zur selbständigen Verwaltung; einfaches Entfernen von Daten, wenn MDM-Profile gelöscht werden;
- Remote-Prüfung der Batterie-Lebensdauer;
- Daten-Backups – Unterbinden von Daten-Backups mit iTunes und iCloud für Anwendungen.
Matrix42 Mobile Device Management für iOS 5 ist ab sofort verfügbar und kann direkt bei Matrix42 oder über ausgewählte Vertriebspartner bezogen werden.
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Fiberlink: Kooperation für die DACH-Region
Fiberlink sieht sich als “führenden Anbieter von Software-as-a-Service (SaaS) für ein sicheres mobiles Device Management [...] sowie mobiles Applikations-Management”. Auf dem “Mobile World Congress” (MWC) in Barcelona gab man bekannt, dass die MaaS360-Lösung ab sofort Kunden, Wiederverkäufern und Systemintegratoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz von von Star Tech Data angeboten werden sollen. Star Tech Data ist ein Joint Venture zwischen Brightstar Corp. und der Tech Data Corporation.
MaaS360 soll als Cloud-Lösung bewerkstellen, “dass Unternehmen ihre mobilen Endgeräte, wie z.B. Smartphones oder Tablets sofort integrieren und durch umfassende Sicherheitsrichtlinien absichern können, ohne zuvor in die eigene Infrastruktur investieren zu müssen.” Dabei werden nicht nur iOS- und Android-Geräte unterstützt sondern auch Windows Mobile (WP7), Symbian, BlackBerry OS u.a.
Zur Funktionalität gehören neben Standard-MDM Funktionen laut Anbieter auch: “die vollständige und automatische Erkennung aller Geräte, die Zugriff auf Unternehmens-E-Mail haben (!), “Over-the-Air” (OTA) Gerätregistrierung und Konfiguration, die Umsetzung von Unternehmensrichtlinien/Policies wie z. B. Passwörter-Konventionen, Jailbreak-Erkennung, Remote-Sperren,- und -Löschen (Remote Removal sowie das Lokalisieren von Geräten.
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ManageEngine: Mobile Device Management Services
ManageEngine hat auf dem MWC Echtzeit-IT-Tools mit Funktionen aus den Bereichen Mobile, Desktop und Service Desk vorgestellt. Unter anderem soll das Angebot “Desktop Central” ebenfalls künftig “integrierten Support für Geräte mit Apple iOS bieten”. Die Unterstützung weiterer Betriebssysteme ist bereits angekündigt. Unternehmen sollen so “Funktionen aus den Bereichen Security, Configuration und Asset Management erhalten”. Voraussetzung sei die Integration mit der HelpDesk-Lösung ServiceDesk Plus aus dem gleiche Hause. Folgende Funktionen können laut Anbieter dann bereitgestellt werden:
- das Sperren von Geräten und das sichere Löschen von Inhalten, Dateien, Passwörtern und Einstellungen sowie die Ausführung weiterer Sicherheitskommandos;
- Asset Management zeigt installierte Zertifikate und Profile, Details zu etwaigen Restriktionen, Sicherheitsinformationen, App-Übersichten sowie allgemeine Geräteinformationen;
- Configuration Management gestattet das Setzen von PINs oder diverser Restriktionen, E-Mail-Konfiguration, ActiveSync mit Exchange sowie das Einrichten von VPNs und WiFi-Verbindungen;
- Die neue Version von Desktop Central soll MS SQL unterstützen und das Aufzeichnen von Remote Support Sessions ermöglichen.
Neben Desktop Central erhält auch das Angebot “IT360″ MDM-Funktionalitäten. Die Monitoring-Lösung kann künftig auf iPads installiert werden und so auch auf diesem mobilen Endgerät eine Rundumsicht zur IT-Infrastruktur eines Unternehmens geben. Interessenten können sich ab sofort beim deutschen Vertriebspartner MicroNova für die Betaversion von DeskCentral registrieren.
Auch bei Sybase/SAP und Symantec hat sich MDM-technisch einiges getan, wie heise.de zusammenfassend berichtete: “Die SAP-Tochter Sybase konzentriert sich mit der Version 7.0 ihres Mobile-Device-Management-Produkts Afaria auf die effizientere Verwaltung von Applikationen und mobilen Endgeräten mit einer neuen Benutzerschnittstelle, einem verbesserten Workflow und Integration in das Geschäftsumfeld. IT-Administratoren sollen mit Afaria BYOD-Geräte einfach und schnell konfigurieren und absichern können. Dafür bietet es neben einem Portal, mit dem der Anwender sein Gerät selbst verwalten kann, auch das Verwalten von Applikationen, das Verschlüsseln von Unternehmensdaten sowie eine integrierte Kontrolle der Telekommunikationskosten.
Konkurrent Symantec hat sein Angebot für die Administration von Mobilgeräten ebenfalls erweitert. Neu ist unter anderem die Integration in Microsofts System Center Configuration Manager, der nun alternativ zur hauseigenen Management Platform eingesetzt werden kann. Zusätzlich zu iOS-Geräten lassen sich nun die Sicherheitsrichtlinien sowie Applikationen auf den Plattformen Android und WP7 verwalten.
Als “Mobile Security for Android” will Symantec im Spätsommer auch seine Anti-Malware-Technik und das Global Intelligence Network für Googles Mobilsystem bereitstellen. Außerdem sollen die Produkte Data Loss Prevention for Tablets und Managed PKI Service in das Gerätemanagement integriert werden. Hiermit soll sich zum einen die Übertragung sensibler Daten auf dem iPad kontrollieren lassen und zum anderen eine sicherere Geräteauthentifizierung gegenüber Firmennetzwerken und Applikationen gewährleistet werden. In Kombination mit O3 will Symantec außerdem eine sichere Nutzung von Cloud-Anwendungen auf mobilen Endgeräten gewährleisten.”
MDM-Events
Apropos heise – der Workshop iPhone, iPad und Android im Enterprise-Umfeld gibt u.A. Gelegenheit, das MDM-Tool Tarmac aus dem Hause Equinux näher kennenzulernen.
Passwort Management à la Norton
Das Passwort-Werkzeug “Norton Identity Safe” wird von Symantec als kostenloser Download der Beta-Version zur Verfügung gestellt. Attraktiv daran: Laut Anbieter eignet sich das Tool sowohl für Windows PCs und Notebooks wie auch für iPhone, iPad oder Android-Endgeräte. Die Lösung erlaubt den Nutzern die Ablage von Log-ins und Passwörtern “in der Cloud”. Auch eine Synchronisierung der Informationen soll möglich sein, sodass einmal gespeicherte Daten auf den verschiedenen Geräten, die ein User in Benutzung hat, gleichermaßen abrufbar ist. Gerade bei (auch) im Unternehmenseinsatz betriebenen Endgeräten ist ein bestmöglicher Passwortschutz unerlässlich und sollte via Passwort-Management unterstützt werden.
Vorteile und Features:
- User brauchen nur noch ein einziges “Master”-Passwort;
- Der Nutzer kann ein Kennwort auf einem Gerät mit dem Tool abspeichern – zum Beispiel, wenn ein neuer Webzugang angelegt wird – und sich dennoch von jedem anderen replizierten Gerät einloggen;
- Log-ins des Nutzers werden als Miniaturansicht dargestellt (Thumbnails). Er braucht sie nur anzuklicken oder am Touch Screen zu berühren.
Kostenloser Download von Norton Identity Safe (Beta)
An Vollversionen mobiler Security-Produkte bietet Symantec beispielsweise noch Norton Mobile Security/Norton Tablet Security für Android an (Testversion: Norton Mobile Security LITE).
Event: The Amphion Forum
Das Amphion Forum ist ein Roadshow-Format, das neben München auch in Washington, San Francisco und Seoul gastiert. In München wird am 28.03.2012 getagt – etwas unglücklich, da der Mobile-Gemeinde zeitgleich im ICM auch noch der zweite Tag von Internet World und mobile business conference geboten werden.
Allerdings setzt das eintägige Mocana-Forum andere Akzente – zentrales Thema ist Sicherheit und Smartphone Security sowie Mobile Apps Security bilden zwei der Schwerpunkte: “The consumerization of IT is happening. Enterprises are evolving beyond traditional corporate-issued devices (Blackberries and PCs) to Android and iOS-based smartphones and tablets for their employees, allowing them to take advantage of the improved user experience, ease-of-use, and the growing ecosystem of apps on these new mobile platforms. IT departments must introduce measures to secure the apps themselves, not just the devices.” Zu diesen Themen sprechen Referenten von u.a. Accenture, Codenomicon, Citrix, Freescale, Symantec oder Fixmo.
Mobile Security u. MDM wachsen zusammen
Die Integration von Mobile Security und Mobile Device Management (MDM) steht bei Entwicklern von Sicherheitssoftware ganz oben auf der Agenda. Der Grund: Neun von zehn Unternehmen in Deutschland setzen mobile Geräte bereits im Geschäftsalltag ein. Jedoch verfügt nur knapp die Hälfte der Firmen über Richtlinien (“Policies”) für den sicheren Umgang mit Smartphones und Tablet-Computern. Zudem steht häufig die Vielzahl eingesetzter Plattformen einer zügigen Implementierung im Weg. Entsprechend dringlicher wird der Bedarf an einheitlichen IT-Lösungen gesehen, die effizientes Gerätemanagement mit hohen Sicherheitsstandards verbinden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle “Marktbeobachtung” von Steria Mummert Consulting.
Datenschutz und Datensicherheit
Der Schutz lokal gespeicherter Daten auf mobilen Geräten stellt für deutsche IT-Abteilungen derzeit die größte Herausforderung dar. Drei von vier IT-Entscheidern befürchten den Verlust sensibler Daten durch den unbefugten Zugriff auf Smartphones. 57 Prozent der Verantwortlichen sehen diese Gefahr auch beim Einsatz von Tablet-Computern.
Vor allem große Hersteller wie Symantec oder IBM haben laut der Veröffentlichung damit begonnen, ihr Leistungsspektrum für Mobile Security durch den Zukauf spezialisierter Nischenanbieter zu erweitern. Auch Blackberry-Anbieter RIM hat die Weichen entsprechend gestellt und kündigt nach dem Kauf eines Münchner MDM-Spezialisten die Anbindung von Geräten auf Basis von Android und iOS an.
34% aller Android-Malware stiehlt persönliche Daten
In der zweiten Jahreshälfte 2011 haben Cyberkriminelle verstärkt Smartphone-Nutzer mit neuen Betrugsmethoden ins Visier genommen. Laut Kaspersky Lab ist Android mittlerweile das Top-Ziel bei den mobilen Schadprogrammen, noch vor den plattformübergreifenden Java-Editionen (Java 2 Micro Edition, J2ME). Allein im September sei die Anzahl an neuer Android-Malware um 30 Prozent angestiegen. Mittlerweile vereint Android mehr als 46 Prozent – also knapp die Hälfte – der mobilen Schadprogramme auf sich, bei steigender Tendenz, so die Security-Spezialisten. Im September 2011 hatte laut den Security-Spezialisten noch “nur” jeder vierte Mobilschädling auf Android gezielt.
Weiterer Trend: Kaspersky Lab identifizierte in jüngster Zeit immer mehr schädliche mobile Apps, die es auf den Diebstahl persönlicher Daten abgesehen haben. Mittlerweile haben 34 Prozent der Android-Schadprogramme das Ziel, Daten des Nutzers zu stehlen. Derartig verseuchte Apps sind bereits im offiziellen Android Market aufgetaucht. Android Apps werden seitens Google derzeit bei der Verteilung noch relativ wenig kontrolliert, verglichen mit den iTunes Review Teams.
Update 17.11.:
Im Malware-Report für Oktober meldet Kaspersky Lab erneut einen nennenswerten Anstieg neuer Android-Malware. Zum ersten Mal richtet sich sogar die Mehrzahl aller mobilen Schädlinge gegen das Google-Betriebssystem. Es ergibt sich: 1. Android (46%), 2. J2ME (41%), 3. Symbian (9%).
Ein aktuelles Whitepaper von Wettbewerber Symantec (“Norton”) ergänzt die Kaspersky-Angaben: Hiernach können Cyberschurken mit Schadcodes für das Android-Betriebssystem bislang zwar noch wenig Ertrag “erwirtschaften”. Mit einem signifikanten Anstieg von Schadcode sei aber dennochzu rechnen, schon aufgrund der Zuwachsraten bei Smartphones mit dem mobilen Google-Betriebssystem. Zudem wickelten immer mehr Anwender Geldgeschäfte direkt über ihr mobiles Gerät ab. Das Whitepaper porträtiert insgesamt sieben verschiedene Methoden mit Fallbeispielen, mit denen Kriminelle Malware für mobile Geräte Geld zu erschwindeln versuchen:
- Betrug mit Rechnungsnummern,
- “Spyware”: Schadcodes zum Ausspionieren von Daten,
- “Search Engine Poisoning”: Infiltrieren von Suchmaschinen,
- Pay-per-click-Betrug,
- Pay-per-install-Betrug,
- Adware: Betrug mit Mobile Ads,
- Diebstahl von TAN-Nummern.
Das Whitepaper ist englischsprachig und ergibt einen lesenswerten Überblick. “Motivations of Recent Android Malware” kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Norton Everywhere Initiative
Mit weltweiten Partnerschaften möchte Norton, der Geschäftsbereich für Endnutzerprodukte des IT Sicherheitsunternehmens Symantec, die Entwicklung mobiler Services weiter voran bringen. Im Rahmen der Norton Everywhere Initiative sollen gleich mehrere neue Produkte für zusätzlichen Schutz sorgen – einige davon sogar unabhängig von genutzter Plattform, Ort und technischem Know-how des Nutzers.
Ab sofort soll es beispielsweise mit der remote locate Funktion des Norton Mobile Security möglich sein, verlorene oder gestohlene Android Smartphones und Tablets mit Hilfe von GPS-Daten zu lokalisieren.
Mit Norton DNS können zudem Eltern nun auch das Surfverhalten ihrer Sprösslinge über Handy und Tablet dank einer neuen Filterfunktion künftig dahingend einschränken, dass der Aufruf nicht kindgerechter und gefährlicher Seiten blockiert wird.
Desweiteren wurde neue und erweiterte Partnerschaften zum Beispiel mit Dixons Retail plc (einer der führenden Electronic Retailer in Europa), Kingston Digital, Inc. (ein führender Anbieter von Speichermedien ) oder UOL Inc. S.A (größter Internet Service Provider in Brasilien) abgeschlossen.
Wachsende Gefahr durch Cyberattacken (Studienupdate)
Die jährliche Studie zu aktuellen Verschlüsselungstrends des Ponemon Instituts im Auftrag von Symantec zeigt: Die Folgen von Datenschutzverletzungen sind bei Unternehmen angekommen. Über die Hälfte der 465 befragten Verantwortlichen in deutschen Unternehmen hatten im vergangenen Jahr mindestens einen sicherheitsrelevanten “Vorfall” zu beklagen. Knapp die Hälfte verschlüsseln laut Umfrage bereits die Festplatten ihrer Anwender.
Sorgen bereitet deutschen Unternehmen das wachsende Risiko von Cyberattacken. So gehen alle 465 Befragten davon aus, dass sie in den kommenden 12 bis 24 Monaten Opfer eines Infekts werden. 98 Prozent erwarten, dass ihr Netzwerk oder ihre Unternehmenssysteme von Malware befallen werden.
Solche Attacken abzuwehren, ist in der Prioritätenliste für Datensicherheit entsprechend nach oben gerutscht. Hatten deutsche Unternehmen in 2007 noch angegeben, Malware-Schutz stehe auf Platz acht ihrer Liste, so ist diese Aufgabe um drei Plätze zu Priorität fünf aufgestiegen. Alle Aufgaben ab diesem Platz wurden von den Befragten als ähnlich wichtig eingestuft.
Mobile is next
Die Unternehmen erwarten, dass die Angreifer vor allem ungeschützte Daten ins Visier nehmen und ihre Aktivitäten daher auch auf mobile Geräte verlagern. Daher schätzen 72 Prozent der Befragten die Verschlüsselung dieser Geräte als wichtig oder sehr wichtig ein. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Immerhin 62 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben inzwischen eine Datenverschlüsselungslösung eingeführt. 2009 hatten erst 51 Prozent der Firmen ein IT-Projekt in diesem Bereich abgeschlossen. Datenverschlüsselung liegt damit inzwischen an dritter Stelle der bereits von Unternehmen genutzten IT-Sicherheitslösungen. Unternehmen betrachten Datenschutz im Rahmen ihres Riskomanagements zunehmend auch als geschäftskritisches Element. So ist für 88 Prozent der befragten deutschen Teilnehmer Datenschutz im Rahmen ihres Risikomanagements wichtig bis sehr wichtig.
Die befragten deutschen Unternehmen setzen zunehmend auf Festplattenverschlüsselung. Der Anteil der Unternehmen, die Festplattenverschlüsselung nutzen, ist seit 2009 von 32 auf 45 Prozent gestiegen. In den USA liegt die Festplattenverschlüsselung inzwischen an zweiter Stelle der meistgenutzten Verschlüsselungstechnologien, in Deutschland liegt sie immerhin auf Platz vier. Auch das Key Management wird hierzulande immer beliebter. Inzwischen nutzen es 42 Prozent der deutschen Unternehmen – im Jahr 2009 waren es erst 33 Prozent der Befragten.
Mobile Pros immer erreichbar – oft über mehrere Endgeräte
iPass, Anbieter von Mobilitätslösungen für Unternehmen, hat seinen jüngsten Mobile Workforce Report vorgestellt. Der quartalsweise erscheinende Bericht geht Trends bei der mobilen Belegschaft von Unternehmen auf den Grund. Aus den Ergebnissen:
- Nach wie vor bilden mobile Endgeräte den Grundstock für eine On-demand-Belegschaft. Die Mehrheit der Befragten (53,6 Prozent) ist im Prinzip immer erreichbar. Diejenigen 46,4 Prozent mobiler Mitarbeiter, die sich gelegentlich abkoppelten, gaben vorwiegend situationsbedingte Gründe an (d.h. einen Standort mit schlechter Netzverbindung). Sogar in der definierten Urlaubszeit stellen 94 Prozent der mobilen Mitarbeiter Verbindungen zum Internet her, vorwiegend um zu arbeiten (vgl. auch die entsprechende Emnid-Umfrage für Symantec)
- Mobile Professionals führen gewöhnlich mehrere mobile Endgeräte mit sich. Nahezu 97 Prozent haben zwei oder mehr mobile Endgeräte bei sich und fast 50 Prozent drei oder mehr.
- Die mobile Belegschaft nutzt ihre Mobilgeräte für berufliche und private Tätigkeiten. So verwenden mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter ihr Smartphone sowohl für die Arbeit als auch für persönliche Aktivitäten. Selbst privat angeschaffte Mobilgeräte wie iPad oder Tablet-PC werden derzeit von 91 Prozent der Anwender auch zu beruflichen Zwecken eingesetzt oder sie beabsichtigen dies zu tun. Auch die Grenze zwischen Privat- und Geschäftsapplikationen verschwimmt. Die Mehrzahl der Befragten nutzt auf ihrem Smartphone die Anwendungen E-Mail, Kalender, Messaging und Browser sowohl für die Arbeit als auch für persönliche Zwecke. Die einzige Ausnahme bilden soziale Plattformen, die kaum für Arbeitszwecke aufgesucht werden – bislang.
- Unter den Smartphone-Nutzern wird der Zugang via WLAN wieder wichtiger: Die Mehrheit der Smartphone-Nutzer nutzt WLAN als Zugangsmöglichkeit, wobei in erster Linie dessen höhere Geschwindigkeit gegenüber 3G als Grund (31,8 Prozent) angeführt wurde.
Der iPass Mobile Workforce Report erscheint vierteljährlich und basiert neben der Befragung von 1.100 mobilen Unternehmensmitarbeitern (54 Prozent aus Nordamerika, 30 Prozent aus Europa und 10 Prozent aus der asiatisch-pazifischen Region) auch auf den Daten der geschäftlichen Breitbandnutzung durch die mobile Belegschaft der iPass-Kundenbasis. Der komplette Report findet sich hier.