TK-Größen kehren auf die CeBIT zurück
Der Hightech-Verband BITKOM bringt eine Reihe großer Telekommunikationsunternehmen wieder auf die CeBIT. Branchengrößen wie Alcatel-Lucent, Deutsche Telekom, Ericsson, Motorola, Nokia Siemens Networks, Siemens Enterprise Communications, Versatel oder Vodafone stellen in Hannover im Rahmen der BITKOM Broadband World aus. Ericsson, Eutelsat, Motorola und Siemens Enterprise Communications Group kehren damit nach vorheriger CeBIT-Abstinenz dieses Jahr wieder auf den Branchentreff zurück. Diese Messe in der Messe zum Thema Breitband richtet der BITKOM mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erstmals auf der CeBIT aus. Kooperationspartner sind der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Landkreistag und die Deutsche Messe AG. Auf insgesamt 2.000 qm werden rund 25 führende Unternehmen und Organisationen in Halle 13 ihre Produkte und Lösungen zeigen.
IDC: 300.000 Apps in 2010
Die Marktforscher der IDC wissen bereits heute: Im Zuge der Erholung der Weltwirtschaft wird 2010 für den IT- und Telekommunikationssektor ein moderates Wachstum erwartet. Aufgrund des Wirtschaftsaufschwungs prognostiziert IDC für das Jahr 2010 eine Wachstumsrate von 3,2 Prozent für die weltweiten IT-Ausgaben; damit wäre die Branche auf dem gleichen Stand wie im Jahr 2008, mit einem Marktvolumen von ungefähr 1,5 Billionen US-Dollar.
Der Telekommunikationssektor wird um solide drei Prozent zunehmen, insbesondere durch einen Aufschwung der IP- und Datensegmente in den ausgereiften Märkten und starke Zuwächse im Mobilitätssektor in den Schwellenländern. Auch mobile Endgeräte werden beim Umbau der Branche eine große Rolle spielen, denn sie rivalisieren immer stärker mit PCs um die Rolle als primäre Client-Plattform, und zwar für Entwickler und Nutzer gleichermaßen. Bis zum Jahresende, so die IDC-Prognose, werden über eine Milliarde Mobilgeräte Zugang zum Internet haben; insbesondere die steigende Beliebtheit von Smartphones und die Markteinführung des Tablet Computers von Apple könnten die Zahl nach oben treiben. Die wachsende Anzahl an mobilen Geräten führt wiederum zu einer explosionsartigen Zunahme an mobilen Applikationen; die Menge der iPhone Apps verdreifacht sich auf 300.000, Android Apps wachsen um das Fünffache oder sogar mehr. Zum Report “Recovery and Transformation” geht es hier.
Studie: TK-Markt 2009
Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland werden 2009 auf rund 62 Mrd. Euro sinken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 3,6 Prozent. Ursache sind unter anderem weiter sinkende Endkundenpreise. Im Festnetzbereich können alternative Anbieter (+0,4 Mrd. €) und Kabelnetzbetreiber (+0,6 Mrd. €) zulegen. Trotz steigender Minutenzahlen und Datenumsätze sinkt der Umsatz im Mobilfunk um 1,8 Milliarden Euro auf 23,6 Milliarden Euro (-7%). Das sind Ergebnisse der elften gemeinsamen TK-Marktstudie vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienstleistungen (VATM) und Dialog Consult, die in Frankfurt a. M. auf der Kongressmesse VOICE+IP Germany vorgestellt wurde.
Die Verbraucher telefonieren 2009 902 Millionen Minuten täglich – und davon mehr per Handy als im Vorjahr: Die Mobilfunknutzung nimmt mit 253 Millionen Verbindungsminuten pro Tag weiter zu. Damit erhöht sich der Anteil des Mobilfunks auf mehr als ein Drittel (28 Prozent). Marktführer im Mobilfunk sind weiterhin T-Mobile und Vodafone mit Marktanteilen von 30,5 beziehungsweise 28,8 Prozent. Der Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wächst 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 auf 27 Prozent. Mehr als die Hälfte dieser Umsätze resultieren mit 13,7 Prozent aus der Datenübertragung. Trotz leicht zurückgehender SMS-Umsätze – durch Flatrates bedingt – tippen die Deutschen weiterhin immer mehr SMS. Die tägliche Zahl der Kurznachrichten per Handy steigt 2009 auf 81,8 Millionen (+4,4 Millionen). MMS spielen hingegen weiterhin mit 640.000 Nachrichten pro Tag eine geringe Rolle.
Ausblick: Mit Blick auf die konkrete Marktentwicklung in 2010 gehen Prof. Dr. Torsten J. Gerpott, der die TK-Marktstudie wie in den Vorjahren mit der Dialog Consult GmbH im Auftrag des VATM erstellt hat, und VATM-Präsident Gerd Eickers davon aus, dass der Gesamtmarkt weiter schrumpfen wird – aber in geringerem Maße als 2009: “Wir schätzen, dass der Markt aufgrund weiter sinkender Endkundenpreise insgesamt um zwei bis drei Prozent zurückgehen wird.”
Zum Download der Studie (5,6 MB) geht es hier.
TK der Zukunft: Telefonie wird Nebensache
Schon 2013 werden die Netzbetreiber in Deutschland rund die Hälfte ihrer Umsätze abseits des klassischen Telefonats erzielen. Bereits heute stellen sich Festnetzriesen mit Medien- und Entertainmentinhalten als Contentanbieter neu auf. Der Trend geht dahin, einen Mix lukrativer Multimedia-Dienste über ein IP-basiertes Netz anzubieten. 2010 werden vor allen die Marktteilnehmer Wachstum erzielen, die Endkunden mit innovativen Mehrwertdiensten versorgen. Und das schneller und preiswerter als der Wettbewerb. Die großen Telekommunikationsanbieter bereiten sich beispielsweise darauf vor, indem sie Festnetz- und Mobilfunksparte zusammenführen. Dies alles sagt eine aktuelle Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting (vor)aus.
Ziel der Netzbetreiber ist, das rückläufige Geschäft mit Gesprächsminuten zu kompensieren. Denn das einstige Kerngeschäft, das Vermitteln von Telefongesprächen, bröckelt seit den letzten vier Jahren bekanntlich ganz erheblich. 2010 wird die deutsche Telekommunikationsbranche nur noch rund 60 Prozent ihres Gesamtumsatzes mit dem Abwickeln von Festnetz- und Mobilfunktelefonaten erzielen. Das ergibt eine Prognose des European Information Technology Observatory (EITO). 2006 lag der Anteil noch bei 70 Prozent. Um das Geschäft mit neuen Dienstleistungen zu forcieren, wollen sich die großen Netzbetreiber zudem stärker als bisher für Produkte externer Anbieter öffnen. Sie werden künftig deutlich häufiger mit IT-Unternehmen zusammenarbeiten. Ziel ist, Endkunden unter der eigenen Marke zusätzlich zu Telefon und Anschluss auch mit passenden Software- oder Internetdiensten zu versorgen.
Event: eco Kongress
Vom 29. bis 30. September findet in Köln wieder der “eco Kongress 2009″ statt. Unter dem Motto “sharpening the image” will der Verband der Internetwirtschaft eco e.V. den Teilnehmern dabei helfen, “mit einem geschärften Unternehmensprofil den wirtschaftlichen Herausforderungen zu begegnen”. 350 bis 400 Experten aus den Bereichen Internet, Mobile und Telekommunikation werden im Kölner RheinTriadem erwartet. Highlights aus den “Mobile” Tracks des Programms bilden etwa der Vortrag “How will the German mobile market develop in the future” von John Strand, CEO Strand Consult sowie eine Podiumsdiskussion zum Thema “Mobile Anwendungen im internationalen Vergleich” – beide am 30.09. Die Teilnahme am gesamten Kongress kostet 490 Euro.
Kongress-Programm u. Buchung
Mobiler Datenverkehr: Note- u. Netbooks als Wachstumstreiber
Noch bis 2014 soll der mobile Datenverkehr rasant wachsen, das zeigt die Kristallkugel der Marktforscher von ABI Research. In Abweichung von anderen Prognosen sehen sie den größten Wachstumstreiber dabei aber nicht bei den Smartphones mit und ohne Apfellogo. Sondern mobile Rechner mit USB-Modems oder PCMCIA-Karten sollen dazu führen, dass bis 2014 ein Datenverkehr von ca. 1,6 Exabyte/Monat mobil generiert wird. Heute machen die mobilen PCs laut ABI zwei Drittel des Traffics aus, dieser Anteil soll sich in den nächsten sechs Jahren auf 50 Prozent ausbauen, wobei 4G-Modems für den Durchbruch sorgen sollen.
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+150 Mio. mobile Breitband-Verbindungen
Und es war Sommer: Breitbandige HSPA-Verbindungen werden laut Erkenntnissen Wireless Intelligence und der GSM Association noch in diesen Sommer die Marke von 150 Mio. überschreiten. Mit über 300 HSPA-fähige Netzwerke, die sich über 127 Nationen erstrecken sowie 1.500 HSPA-fähigen Endgeräten habe sich HSPA inzwischen als dominierende mobile Breitbandtechnologie etabliert – sowie überdies als die Mobiltechnologie, die sich am schnellsten am Markt durchgesetzt hat.
Für das erste Quartal 2010 erwartet die GSM Ass. bereits 200 Mio. HSPA-Verbindungen. Dieses Wachstum werde u. a. durch ff. Umstände getrieben: 1. Die Bereiche Consumer Electronics, Automotive Industrie, aber auch der Energiesektor beginnen damit, mobile Breitbandlösungen in ihre Produkte zu integrieren. 2. Breite regulative Unterstützung dieser Technologie seitens Regierungen weltweit. 3. Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, die sich durch diese Technologien ergeben, werden noch sukzessive erkannt.
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Mobile Marketing Teil 2: Faktor 3?
Die Anzahl der mobilen Kampagnen hat sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Dies geht aus einer Erhebung des Mobile Advertising Circle (MAC) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor. Dabei wurden alle von den Mitgliedern des MAC umgesetzten Mobile-Kampagnen der Jahre 2007 und 2008 berücksichtigt. Über 88 Prozent aller Unternehmen, die 2007 mobil geworben hatten, zeigten sich zufrieden und nutzten “Mobile” auch 2008 als Werbekanal. Die Anzahl der Werbetreibenden stieg 2008 auf 136, was einer Verdreifachung gegenüber den Vorjahreszahlen entspricht. Die durchschnittliche Anzahl gebuchter mobiler Kampagnen pro Werbetreibenden hat sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr auf etwa vier verdoppelt. Im Schnitt lief eine Kampagne des Jahres 2008 auf rund vier Mobile-Portalen. Dies entspricht einer deutlich positiven Entwicklung: 2007 wurde pro Kampagne nur ein mobiles Portal belegt. Die aktivsten Werbetreibenden stammen aus der Automobil- und Telekommunikationsbranche sowie den Medien.
Forecast: Detecon ITK-Prognose 2009
Der deutsche Markt für Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK) wächst 2009 nach Prognosen von Detecon um 0,6 Prozent. Dies entspricht einem Zuwachs von knapp 0,7 Milliarden Euro auf ein Gesamtvolumen von rund 125 Milliarden Euro. Die insgesamt positive Entwicklung wird vor allem vom Wachstum in der Informationstechnologie getragen. Der Zuwachs von 2,1 Prozent im IT-Sektor fängt das Umsatzminus von 1,1 Prozent im Bereich Telekommunikation auf. Insgesamt wird die IT-Branche in 2009 Umsätze von 66,2 Milliarden Euro erwirtschaften.
Bedingt durch die globale Finanzkrise fokussieren sich die IT-Investitionen deutscher Unternehmen vor allem auf Kostenreduzierungen. Sie sollen durch eine effizientere Nutzung und Integration der bestehenden IT-Infrastruktur und -Systeme erreicht werden. Investitionen in innovative Prozessunterstützung, neue Applikationen oder IT-gestützte Geschäftsmodelle werden dagegen zurückgestellt.
In der Telekommunikationsbranche kann die nach wie vor hohe Nachfrage nach Datendiensten zwar nicht den Rückgang des Marktes um 1,1 Prozent auf ein Gesamtumsatzvolumen von 58,3 Milliarden Euro verhindern. Ein Wachstum von 3,2 Prozent entwickelt sich jedoch im Bereich Netzinfrastruktur. Der Mobilfunkmarkt wird 2009 um 1,0 Prozent zulegen. Getrieben wird dieses Wachstum hauptsächlich von der Nachfrage nach mobilen Datendiensten. Der Markt für Endgeräte ist stark von der Rezession betroffen und verliert 7,9 Prozent. Den Anteil der Smartphones berührt dies weniger stark, weil in diesem Segment viele Neuentwicklungen zu erwarten sind. So werden einige neue Endgeräte mit Android, dem Betriebssystem von Google auf den Markt kommen. Zudem hat Microsoft Windows Mobile erneuert und auch von Apple steht ja bekanntlich ein Modellwechsel beim enorm erfolgreichen iPhone bevor.
Studie: 2012 knapp 2 Mrd. Mobilsurfer?
Das globale Dorf macht sich zunehmend auf die Socken: IDC-Zahlen zufolge ist die Zahl der mobilen Internetnutzer bereits auf 1,4 Mrd. Millionen gestiegen. Im Jahr 2012 sollen dann schon über 1,5 Milliarden Menschen oder rund 30 Prozent der zu erwartenden Population regelmäßige Mobilsurfer sein. So wenig belastbar, solche Forecasts ja stets sind: Bei den Marktforschern herrscht Einigkeit über deutliche Zuwächse beim mobilen Internetzugang sowie beim Segment Smartphones. IDC geht davon aus, dass 2012 bereits mehr mobile Endgeräte als die hierbei heute noch dominierenden Desktop-Rechner aufs Internet zugreifen werden. Weiter betont IDCs Bericht “Digital Marketplace Model and Forecast”, dass neben der “klassischen” Web-Nutzung (Suchen, Shoppen, E-Mail) künftig Internetportale und damit verbundene Geschäftprozesse in Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnen werden.
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