Mobilfunker schmieden App-Allianz gegen Apple
Endlich selbst APPsahnen: Viele Mobilnetzbetreiber wollen endlich nicht nur mittelbar, sondern direkt an der Erfolgsstory mobiler Apps verdienen: Eine Allianz von 24 Telekom-Unternehmen kündigte auf dem Mobile World Congress (MWC) eine eigene Plattform an, über welche Apps vertrieben werden sollen. Der noch mit wenig Klang versehene Name der noch zu entwickelnden Plattform: Wholesale Applications Community (etwa: “Apps-Großhandel”). Von Anfang an dabei sind América Móvil, AT&T, Bharti Airtel, China Mobile, China Unicom, Deutsche Telekom, KT, Mobilkom Austria Group, MTN Group, NTT DoCoMo, Orange, Orascom Telecom, Softbank Mobile, Telecom Italia, Telefónica, Telenor Group, Telia Sonera, SingTel, SK Telecom, Sprint, Verizon Wireless, VimpelCom, Vodafone und Wind auf der Provider-Seite. Die Gerätehersteller Samsung, LG und Sony Ericsson wollen auch mitmachen. Es ist noch nicht ersichtlich, auf welche Betriebssystem- und Gerätestandards sich der Engros-Handel verständigen will. Dies wird er jedenfalls tun müssen, um dem aufgrund seiner geschlossenen Systemwelten so relativ reibungslos funktionierenden und daher erfolgreichen App Store Kunden abjagen zu können.
Provider-Wahlmöglichkeit in Skandinavien
Während bislang die TeliaSonera AB im skandinavischen Markt exklusiv – teils über die Tochtergesellschaften – iPhone-Verträge anbieten konnte, hat jetzt Wettbewerber Telenor eine Einigung mit Apple über zusätzliche Vertriebsrechte erzielt. Somit darf auch Telenor binnen “weniger Monate” ebenfalls iPhones mit Vertrag in Dänemark, Norwegen und Schweden anbieten.
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