M-Banking erreicht gerade die Jüngeren

tns-infratest.comFür 76 Prozent der Smartphone- oder Tablet-PC-Besitzer in Deutschland, die älter als 14 Jahre sind, ist die Welt ohne das mobile Internet kaum noch vorstellbar. Auch in der Generation 50plus ist dies mit rund 70 Prozent Zustimmung unter allen Mobile Device-Nutzerndie vorherrschende Sichtweise.

Bedenken hinsichtlich der Sicherheit im Internet sind in der älteren Generation der über 50-Jährigen (64%) ausgeprägter als in der jungen Generation der 14- bis 29-Jährigen (44%). Dies sind zentrale Ergebnisse einer Studie von TNS Infratest für die im Rahmen der monatlichen und repräsentativen “Mobile Club“-Erhebung von März bis April 2013 insgesamt 641 Smartphone- und Tablet-PC-Besitzer zu ihren Einstellungen rund um Online-Trends befragt wurden.

Knapp ein Drittel der deutschen Smartphone- und Tablet-PC-Besitzer kann sich bereits heute mit dem Gedanken anfreunden, Finanzdienstleistungen mobil in Anspruch zu nehmen. Unter den 14- bis 19-Jährigen ist es sogar bereits jeder Zweite, der Mobile Banking cool findet. Für die Generation der 14- bis 19-Jährigen gehören der Umgang mit mobilen Endgeräten sowie die Nutzung sozialer Netzwerke bereits zum Alltag.

Deutsche Smartphone User: Always On(line)

www.bvdw.org49 Prozent der deutschen Smartphone-Besitzer älter als 14 Jahre nutzen ihr mobiles Endgerät stets und überall. 58 Prozent der iPhone-Besitzer sind immer und allerorten online. 60 Prozent der Social Networker legen ihr Endgerät höchstens zum Schlafen aus der Hand. Für 67 Prozent der 20- bis 29-jährigen gilt ebenfalls die Devise “always on”. Dies sind zentrale Ergebnisse einer von TNS Infratest Infratest gemeinsam mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. durchgeführten Studie, für die 557 Smartphone-Besitzer zu ihren mobilen Aktivitäten befragt wurden.

Kontext für App-Gebrauch
Danach gefragt in welchen Situationen bzw. an welchen Orten das Smartphone als Internetzugang oder zur Nutzung von Apps genutzt wird, geben 92 Prozent das eigene Zuhause an. Als Beifahrer im Auto nutzen es 74 Prozent. Auch an Bahnhöfen oder Haltestellen kommen die smarten Wegbegleiter zu 70 Prozent zum Einsatz. Fehlen darf das Smartphone auch nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln (65 Prozent) oder im Restaurant (65 Prozent). Beim Einkaufen kommen die digitalen Wegbegleiter zu 60 Prozent zum Einsatz und am Arbeitsplatz wird zu 61 Prozent gesurft oder eine App aufgerufen. In der Natur oder beim Spazierengehen wird zu 51 Prozent nicht auf den digitalen Zugang verzichtet. Bars oder Nachtclubs sind zu 32 Prozent die mobile Verbindung zur virtuellen Welt. Auch beim Sport wird das mobile Endgerät sogar noch von 27 Prozent genutzt. 16 Prozent geben sogar an, (für alle anderen: lästigerweise) selbst im Kino mobile Services zu nutzen.

“Mobile Endgeräte in Kommunikation und Vertrieb einzubeziehen, wird immer wichtiger. Multi-Kanal ist nicht mehr länger das Thema, sondern es geht um Multi-Digital. Wenn Unternehmen heute sicherstellen wollen, ihre Zielgruppen zuverlässig zu erreichen, geht kein Weg mehr an mobiler Ansprache vorbei, denn insbesondere die jüngere Generation ist im Prinzip always on”, betont Katja Rick, Associate Director bei TNS Infratest.

3% der Deutschen sind “smarte Mobilisten”

“Smarte Mobilisten” sind eher männlich und durchschnittlich 32 Jahre alt. 79 Prozent von ihnen sind berufstätig; gleichzeitig ist der Anteil der Schüler mit 13,1 Prozent hoch. Charakteristisch ist, dass jeder ein Smartphone besitzt. Dieses wird durchschnittlich volle 16 Stunden am Tag eingesetzt. Entsprechend der Ausstattung ist hier der höchste Anteil an mobilen Internetnutzern zu verzeichnen. Bei der Nutzungsvielfalt zeigt sich, dass Soziale Netzwerke selbstverständlich sind. Als Informationsmedium wird vor allem das Internet gesehen. 3,2 Prozent der deutschen Bevölkerung sind diesem Nutzertypus zuzurechnen, jedenfalls laut der Studie “D21-Digital-Index”.

Im Auftrag der Initiative D21 haben die Marktforscher von TNS Infratest dabei sechs unterschiedliche Nutzertypen identifiziert. Hierfür wurde die Bevölkerung anhand der Dimensionen “Zugang und Kompetenz” sowie “Offenheit und Nutzung” untersucht und in homogene Gruppen unterteilt. Die anderen Nutzertypen sind “Außenstehende Skeptiker” (28,9%); “Häusliche Gelegenheitsnutzer” (27,9%); “Vorsichtige Pragmatiker” (9,5%), “Reflektierte Profis” (15,4%) und “Passionierte Onliner” (15%) – auch die letzten beiden Typen zählen zur unmittelbaren Zielgruppe des Mobile Business.

Der D21-Digital-Index erscheint dieses Jahr erstmals. Neben der qualitativen und quantitativen Analyse der Internetnutzung, die die Initiative D21 bislang in den Studien (N)ONLINER Atlas und Digitale Gesellschaft erhoben hat, kommt jetzt mit dem Digital-Index eine neue “Währung” hinzu.
Zur vollständige Studie (PDF)

Intensivere Nutzung durch Smartphone(app)s

Neben anderen Dingen erlauben Smartphones (natürlich ebenso wie Tablets mit SIM Card) in Situationen online zu sein, in denen früher noch nicht mal an Internetzugang zu denken war. Dadurch ist es möglich, bestimmte Angebote und Aktivitäten deutlich intensiver zu nutzen. Smartphones und Tablets sowie die Apps darauf fungieren damit quasi als “digitale Intensivierer”. Am stärksten profitieren Suchmaschinen und Informationssuche-Tools sowie soziale Netzwerke von diesem Effekt.

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Über die Hälfte der Nutzer solcher Dienste gibt an, diese Aktivitäten durch die Möglichkeiten des mobilen Internetzugangs häufiger zu nutzen. Auch Routenplaner kommen bei knapp der Hälfte der Smartphone-Besitzer häufiger zum Einsatz. Das Hören von Radio und Musik, Gaming sowie das Lesen von Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport werden von etwa jedem Dritten häufiger genutzt als zuvor.

Besonders ausgeprägt ist dieser Effekt bei den “Digital Natives” (14- bis 29 Jährige). Neben den Recherchen über Suchmaschinen (60 Prozent) ist es vor allem die Nutzung sozialer Netzwerke (66 Prozent), die zu einem Intensivitätssprung führt. Facebook, Twitter und Co. gehören also auch im mobilen Internet zu den Gewinnern. Daneben zählen das Hören von Musik (50 Prozent), Routenplaner (49 Prozent), Gaming (43 Prozent) und das Lesen von Nachrichten (41 Prozent) zu den “Intensivitätsgewinnern”.

So lauten zentrale Ergebnisse einer von TNS Infratest durchgeführten Studie, für die mittels des “Mobile Club” im Zeitraum von Januar bis Februar 2013 insgesamt 610 Smartphone-Besitzer persönlich mündlich zu ihren mobilen Aktivitäten befragt wurden. Der Mobile Club ist eine kontinuierliche, repräsentative Studie für die deutsche Bevölkerung ab 14 Jahren, bei der monatlich ca. 2.000 Personen befragt werden.

Potenziale für M-Payment

tns-infratest.comSchon bald könnten Smartphones und sogar auch Feature Phones bargeldloses Bezahlen in breiterer Front als bislang ermöglichen. TNS Infratest geht davon aus, dass sich noch in diesem Jahr erste mobile Bezahldienste in Deutschland etablieren. Sowohl auf Konsumentenseite als auch bei Akzeptanzstellen gibt es bedeutende Zielgruppen, die sich mobilen Bezahlverfahren gegenüber aufgeschlossen zeigen. Dies hat das “TNS mPayment Sonar” ergeben, eine von den Marktforschern gemeinsam mit Industriepartnern durchgeführte Studie zum deutschen Bezahlmarkt. 40 Prozent der befragten Konsumenten fallen in diese affinen Segmente, die durch die Studie näher beschrieben werden. Von den untersuchten Bezahlverfahren finden insbesondere die sogenannten Wallet-Ansätze Zuspruch, d.h. das Bezahlen mittels einer Geldbörsen-App. Mehr als ein Viertel der Verbraucher geht davon aus, dass mobiles Bezahlen in zwei Jahren bereits eine relevante Bezahlmethode für sie persönlich sein wird.

Wer wünscht sich was
Während Konsumenten Bedarf an Premiumservices, Bonusprogrammen und smarter Einkaufsunterstützung (z.B. Store Locator/Filialfinder, Preisvergleiche, Produktinformationen) haben, wünschen sich Akzeptanzstellen vor allem Prozesserleichterungen und smarte Services für den Kunden, beispielsweise die automatische Mitnutzung von Coupons, Kundenkarten für Kundenbindungsprogramme oder von digitalen Quittungen. Die Studie zeigt großes Potenzial für die neuen mobilen Bezahlverfahren, wenn es gelingt, die identifizierten Bedürfnisse der Kunden durch passende smarte mobile Lösungen zu adressieren und die notwendige flächendeckende technische Infrastruktur zu etablieren. Insgesamt könnten zukünftig bis zu zehn Prozent der Transaktionen mithilfe mobiler Bezahlverfahren durchgeführt werden.

Für einen umfassenden Blick auf die Bezahlwelt in Deutschland wurden ergänzend die technischen Rahmenbedingungen für das mobile Bezahlen analysiert. So zeigt die Studie bei den Konsumenten neben der Akzeptanz und Kenntnis von M-Payment-Schlüsseltechnologien wie NFC oder QR-Codes auch Eigentum und Nutzung mobiler Endgeräte und entsprechender Datentarife. Bei den Akzeptanzstellen wurde ein Schwerpunkt auf die Terminalausstattung und die genutzten Payment-Provider gelegt. Hier zeigen die Analysen den aktuell noch geringen Kenntnis- und Verbreitungsstand von zentralen Mobile Payment-Technologien in der Bevölkerung auf. Nur zehn Prozent der Deutschen kennen beispielsweise den Begriff Near Field Communication/NFC.

Unterdes hat die Vieles versprechende Mobile Business-Zukunft aber längst begonnen: Beispielsweise Twitter kooperiert ab sofort mit American Express in einem Testprojekt, bei dem Kartennutzer ausgewählte und speziell beworbene Produkte mit Hashtag (#) und per Retweet an @AmexSync erwerben und bezahlen können. Laut “Wall Street Journal” gehört Amazon mit dem Kindle Fire zu den Partnern dieses Piloten, der sämtliche Vorteile mobiler Technologie vereinen könnte.
via silicon.de

SumUpDas Berliner Start-up SumUp hat gestern in London ein ähnlich elegantes mobiles Bezahlsystem vorgestellt. Kunden können über ein laut heise.de.de nicht näher bezeichnetes Drahtlosverfahren (WLAN oder Bluetooth) in einem Stammlokal automatisch erkannt werden und ebenso automatisch empfangene Leistungen bezahlen. Das Verfahren erfordert eine geöffnete SumUp-App auf dem mobilen Endgeräte des Kunden sowie auf einem Tablet beim Anbieter. So könnten Nutzer beispielsweise ihr oft besuchtes und am SumUp-Verfahren teilnehmendes Café im Voraus für Zahlungen für ihren Verzehr bis zu einer Höchstgrenze freischalten.

Über 25% mobil im Web

Der Mobile-Boom und Trend zum Mobile Business sind ungebrochen: Alleine im letzten halben Jahr ist die Anzahl der Unique Mobile Users (UMUs) in Deutschland von 16,9 auf 19,2 Millionen angewachsen. Damit sind mehr als 27 Prozent der Deutschen über 14 Jahren im mobilen Internet unterwegs – mit stark steigender Tendenz. Von diesen nutzt bereits beinahe jeder Dritte das mobile Netz ebenso oft oder sogar häufiger als das klassisch-stationäre Internet.

Mit 42 Prozent hat auch die Zahl der Angebote deutlich zugenommen, deren Nutzung von der ArbeitsGemeinschaft Online-Forschung (AGOF) erfasst wird: Die aktuelle “mobile facts 2012-I” weist Reichweiten- und Strukturdaten für 68 mobile-enabled Websites und 102 Applikationen von 14 Vermarktern aus.

Mobile Users are…

Männlich, jung, gebildet und einkommensstark – mit diesen Attributen lässt sich die mobile Nutzerschaft in Deutschland umschreiben. Doch auch Frauen entdecken das Medium Mobile vermehrt für sich: Seit der Studienausgabe vom März 2012 ist der weibliche Anteil bereits um 1,3 Prozent auf 7,88 Millionen gestiegen. Über 64 Prozent der Mobiler sind zwischen 14 und 39 Jahre alt, fast 49 Prozent zählen zur Altersgruppe 20-39 Jahre. Kombiniert mit einem überdurchschnittlich hohen Bildungsniveau (rund 70 Prozent besitzen die mittlere Reife oder einen höheren Abschluss) und bei 7,77 Millionen Usern mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 3.000 Euro im Monat erreichen Werbetreibende aller Branchen über den Werbekanal Mobile (Mobile Web, Web-App und native Apps besonders attraktive Zielgruppen.

Bei den Vermarktern  für mobile liegt G+J vorneAuf Platz eins bei den Apps führt nach Reichweite übrigens die TV Spielfilm iPhone App mit 1.2 Mio. UMUs pro Monat bzw. 6,4%, gefolgt von der wetter.com App (Android; 1,0 Mio. bzw. 5,3%). Auf den Plätzen drei bis fünf finden sich erneut TV Spielfilm (Android; 897.000 bzw. 4,7%), danach radio.de (iPone; 739.00 bzw. 3,9%) und die Barcoo App (iPhone; 683.000 bzw. 3,6%). Erstmals mit der mobile facts 2012-I steht auch ein Ranking für die anteiligen Reichweiten sämtlicher Bestandteile eines Angebots – also mobile-enabled Website und aller App-Plattformvarianten – zur Verfügung.

mehr zur Studie

mobile facts downloaden (PDF)

Ergänzende, von NetMarketShare stammende Zahlen veröffentlichte Statista: Nach dieser Hochrechnung werden im September 2012 Smartphones und Tablets erstmals für rund zehn Prozent der Internetnutzung verantwortlich sein. Bis Ende 2013 soll sich der Anteil der mobilen Endgeräte am Traffic auf ca. 17 Prozent erhöhen.

Und noch eine weitere Sicht: E-Plus und TNS Infratest schreiben in ihrer jährlichen Marktstudie “Mobilfunkmonitor” sogar, dass heute bereits 60 Prozent der deutschen Mobilfunkkunden zwischen 14 und 29 Jahren das Mobile Web nutzen. Vor einem Jahr lag der Wert noch bei 21 Prozent.Mobilfunkmonitor 2012 von E-Plus und TNS Infratest
mehr Infos zum Mobilfunkmonitor 2012

Download der Studie (PDF)

Mobiles Internet = Kernfunktionalität

TNS InfratestDie mobile Internetnutzung erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Aktuell greifen bereits 26,5 Prozent der Bevölkerung von unterwegs auf das Internet zu. Knapp 40 Prozent davon würden deutlich häufiger mobil online gehen, wenn die Übertragungsgeschwindigkeiten höher wären als es aktuell der Fall ist. Hier besteht noch großes Potenzial, denn 43,4 Prozent der Befragten können sich bereits heute vorstellen, das Internet ausschließlich über einen mobilen Zugang zu nutzen. Rein wirtschaftlich wäre dies sogar heute schon darstellbar, denn derzeit sind die Befragten bereit, durchschnittlich 22,30 Euro im Monat für ihren mobilen Internetanschluss zu bezahlen. Dies sind zentrale Ergebnisse der veröffentlichten Studie “Mobile Internetnutzung – Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft?” der Initiative D21, für die TNS Infratest1.005 Telefoninterviews durchführte.

Smartphones und Tablet-Computer als Treiber der Entwicklung
Die Entwicklung hin zur mobilen Internetnutzung wird hauptsächlich durch die immer größere Verbreitung der neuesten mobilen Gerätegeneration begünstigt. Mittlerweile besitzen knapp 24 Prozent der Bevölkerung bereits ein Smartphone und fünf Prozent einen Tablet-Computer, obwohl diese erst seit knapp zwei Jahren auf dem Markt sind (Hallo?!? Und unser immer noch im Hause Glanzkinder befindliches 2007er iPhone 2G war ein Prototyp aus Cupertino oder stammte vom Raumschiff Enterprise? ;-) ). Dieser Trend wird sich fortsetzen, denn in den nächsten zwölf Monaten wird sich die Zahl der Tablet-Besitzer voraussichtlich verdoppeln (4,4 Prozent planen eine Anschaffung).Logo der Initiative D21

Wer bereits ein entsprechendes mobiles Gerät besitzt, der setzt es auch häufiger zur Internetnutzung ein. Über 57 Prozent der Befragten verbringen dadurch mehr Zeit online als zuvor. Gleichzeitig nutzen Besitzer mobiler Endgeräte bereits alle gängigen Anwendungen mobil, greifen dabei aber auf weniger datenintensive Apps zurück. Dazu gehören insbesondere E-Mails bearbeiten, Internetrecherche oder Nachrichten lesen.
Deutliche Unterschiede zwischen “digital wenig Erreichten” und “digital Souveränen”
Dies belegen auch die Ergebnisse der Studie, wenn auf die Unterschiede zwischen den “digital wenig Erreichten” und denjenigen eingegangen wird, die bereits souverän und sicher mit den digitalen Medien umgehen. Als solche “digital Souveräne” können laut der Studie Digitale Gesellschaft 2011 der Initiative D21 erst 38 Prozent der deutschen Bevölkerung bezeichnet werden. Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland aktuell stagniert, knüpft die vorliegende Studie an diese Ergebnisse an und zeigt auf, wie sich mobile Internetnutzung hier auswirkt. Wenig überraschend ist, dass die Souveränen das mobile Internet deutlich häufiger nutzen als die wenig Erreichten (47 Prozent zu 14 Prozent). Doch auch bei den weniger Erreichten hat der Besitz eines mobilen Endgerätes Effekte auf die mobile Internetnutzung: Jeder Zweite in dieser Gruppe, der ein Notebook, Smartphone oder einen Tablet-Computer sein Eigen nennt, ist häufiger online als zuvor. Überraschend ist der Betrag, den die Digital wenig Erreichten für einen solchen mobilen Internetzugang bereit sind, durchschnittlich zu bezahlen: 23,70 Euro wäre den aktiven und potenziellen Nutzern dieser Gruppe dies monatlich wert. Das legt den Schluss nahe, dass bei entsprechenden Angeboten diese Gruppe sehr wohl näher an die souveränen Nutzer herangeführt werden kann. Die Souveränen möchten hingegen 21,40 Euro monatlich für ihren mobilen Internetanschluss bezahlen.

Mobile treibt Werbewachstum

Die steigende Verbreitung von Smartphones und Tablet-Computern eröffnet der Online-Werbung neue Wachstumschancen. In Deutschland werden die Erlöse aus Internet-Werbung auf mobilen Endgeräten im Jahr 2015 fast 250 Millionen Euro erreichen, prognostiziert die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PWC) anlässlich der dmexco. Dies entspräche fast einer Verdreifachung gegenüber 2011. Die Werbeeinahmen im stationären Internet sollen laut PWC demgegenüber vergleichsweise moderat um kumuliert rund 45 Prozent auf voraussichtlich knapp 5,7 Milliarden Euro im selben Zeitraum.

Personalisierte mobile Werbung, beispielsweise ortsbezogene Ads oder auf die Interessen potenzieller Konsumenten ausgerichtete Produktempfehlungen werden von den Nutzern positiv bewertet. Mobile Online-Werbung ist keine kurzlebige Mode, sondern etabliert sich dank der neuen Möglichkeiten der Endgeräte als wichtige Säule der Internet-Werbeindustrie”, kommentiert Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Kommunikation bei PwC.

Ortsbezogene Werbung kommt bei der Mehrheit gut an
Die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 1.000 Internet-Nutzern, die im Auftrag von PWC im Vorfeld der dmexco durchgeführt wurde, untermauern diesen Trend. Ortsbezogene Werbung, die den aktuellen Aufenthaltsort der Nutzer berücksichtigt und so beispielsweise für gewünschte Produkte oder Dienstleistungen das günstigste Angebot im näheren Umkreis anzeigt, finden knapp 46 Prozent der Befragten nützlich, während nur 34 Prozent diese Werbeform als “störend” bewerten. Noch positiver fällt die Bilanz bei den jüngeren Nutzern unter 35 Jahren aus: In dieser Gruppe halten knapp zwei Drittel der Befragten ortsbezogene Werbung für sinnvoll.

Tablets still hot
Für ein starkes Wachstum der mobilen Online-Werbung spricht nicht nur die hohe Akzeptanz für mobile Werbeformate, sondern auch die anhaltende Begeisterung für mobile Endgeräte. “Neue Endgeräte und hier ganz besonders die Tablets mit ihren großen hochauflösenden Bildschirmen und schnellen Prozessoren liefern die ideale Plattform für cross-mediale Werbekampagnen und stellen eine direkte Verbindung zu den mobilen Konsumenten dar”, so Ballhaus. “Von diesem Hintergrund dürfte es die werbetreibenden Unternehmen freuen, dass sich nur vier von zehn Befragten keinen Tablet-Computer anschaffen wollen.” Nach der PWC-Erhebung haben über elf Prozent der Konsumenten eine feste Kaufabsicht, fast ein Fünftel der Befragten denkt über eine Anschaffung nach. Knapp 19 Prozent würden sich ein Tablet-Gerät kaufen, wenn sie es sich leisten könnten.

mehr hierzu im “Global Entertainment and Media Outlook 2011 – 2015″

Werbefinanzierung von Online-Angeboten breit akzeptiert
Diese Ergebnisse werden gestützt durch eine aktuelle Untersuchung von TNS Infratest, für die anlässlich der dmexco in Köln 756 Online-Nutzer in Deutschland ab 14 Jahren befragt wurden.

Demnach würden 89,9 Prozent der Online-Nutzer die Einblendung von Werbung in Kauf nehmen, wenn die regelmäßig von ihnen besuchten Internetseiten dafür kostenlos blieben. 8,7 Prozent dagegen wünschen sich werbefreie Internetseiten und wären im Gegenzug bereit, für bislang kostenfreie Inhalte künftig einen geringen Geldbetrag zu zahlen.

26% d. Handynutzer surfen mobil

Die mobile Internetnutzung hat laut dem aktuellem TNS Convergence Monitor im vergangenen Jahr weiter an Fahrt gewonnen. Mittlerweile gehen 26 Prozent der 14- bis 64-Jährigen privaten Mobilfunknutzer mit ihrem Handy auch online – sei es um E-Mails abzurufen oder um im Netz zu surfen. Treiber dieser Entwicklung sind die zunehmende Verbreitung internetfähiger Handys und die sinkenden Kosten für die Datenübertragung. Das Potenzial für die mobile Internetnutzung ist damit laut TNS Infratest aber längst noch nicht ausgeschöpft.

19 Prozent der Handynutzer geben an, privat ein Smartphone zu nutzen. Mit 14 Prozent verfügt ein noch erstaunlich geringer Teil dieser Gruppe überdies über eine Flatrate für das mobile Surfen. Die rasche Verbreitung der Smartphones und Internet-Flats auch im privaten Bereich hat konsequenterweise dazu geführt, dass immer mehr 14- bis 64-Jährige mit ihrem Handy online gehen. 26 Prozent der Mobilfunknutzer nutzen das mobile Internet, was gegenüber dem vergangenen Jahr einen Zuwachs von fünf Prozentpunkten bedeutet.

Treiber dieser Entwicklung sind vor allem die Jüngeren: Durch sinkende Preise für Datentarife und Smartphones ist der Zuwachs bei den 14- bis 29-Jährigen im Vergleich zu den Älteren sehr viel größer: Hatten sich 2009 nur 23 Prozent in dieser Altersgruppe das mobile Surfen geleistet, gehen 2011 bereits 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen mehr oder weniger häufig mit ihrem Handy ins Internet oder checken ihre E-Mails. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es in diesem Jahr 23 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen erst 16 Prozent.

Die mobile Internetnutzung umfasst E-Mails und Surfen im Internet (inklusive der Nutzung von Web-Apps sowie der hier nicht einzeln erhobene mobile Download von Apps: Aktuell sind es 19 Prozent der Handynutzer, die Gebrauch von der E-Mail-Funktion ihres Mobiltelefons machen, 22 Prozent besuchen Webseiten im Internet.

Bei den mit dem Handy abgerufenen Inhalten hat insbesondere das mobile Social Networking (“Mocial”) eine steile Karriere gemacht: 31 Prozent derer, die mobil im Internet surfen, halten sich so zumindest hin und wieder unterwegs über ihre Freunde und Bekannten auf dem Laufenden. Häufig genutzt werden außerdem Produkt-Informationen und aktuelle Nachrichten, z.B. auf Websites von Zeitungen / Zeitschriften oder TV-Sendern.

Noch erreicht das mobile Internet aber nicht annähernd alle, die bereits über ein entsprechendes Endgerät verfügen – denn die allermeisten neu gekauften Handys sind internetfähig. Hier bestehen also noch große Wachstumspotenziale.

Gleiches gilt für Tablet-PC: Zwar nutzen aktuell nur zwei Prozent der 14- bis 64-Jährigen mit einem Tablet das Internet – eine deutlich größere Verbreitung der Geräte ist aber absehbar und wird die mobile Internetnutzung durch das größere Display noch komfortabler machen.

3/4 der Deutschen im Web

Durch ein erneut deutliches Wachstum von 2,7 Prozentpunkten nutzen inzwischen 74,7 Prozent der deutschen Bevölkerung das Internet. Damit sind erstmals knapp drei Viertel der Deutschen online. Dies sind zentrale Ergebnisse der elften Ausgabe des (N)ONLINER Atlas‘, für den TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21 über 30.000 Interviews durchführte. Hauptwachstumstreiber im Breitbandbereich ist neben dem Kabel der Mobilfunkzugang: 2,9 Prozent der Bevölkerung nutzen inzwischen Mobile als Online-Hauptzugangsart!

Flankierend die Ergebnisse der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie 2011, hier zitiert von den GFM-Nachrichten: “Erstmals sind mehr als 50 Millionen Deutsche Online. Die insgesamt 51,7 Mio. Internetnutzer entsprechen 73,3 Prozent der Bevölkerung. Gegenüber dem Vorjahr kamen 2,7 Millionen neue Onliner hinzu.

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