Löchriges iPhone: Lücke i.d. Datenverschlüsselung
Ein verlorenes iPhone kann noch größere Sicherheitsprobleme aufliefern, als bislang bekannt. Denn trotz Verschlüsselung kann der Finder relativ einfach auf Daten wie Fotos oder Audioaufnahmen zugreifen, wie heise.de hier berichtete:
“Laut Apple sind alle Daten auf dem iPhone 3GS via Hardware mit 256-Bit-AES verschlüsselt; der Anwender kann dies auch nicht abschalten. Normalerweise ist der Zugang zu den Daten auf dem iPhone auf Rechner beschränkt, mit denen das iPhone bereits einmal verbunden war. Dabei hat es dann die für den Zugriff notwendigen Schlüssel beziehungsweise Zertifikate übertragen. Diesen Austausch verweigert es jedoch in gesperrtem Zustand; schließt man ein gesperrtes iPhone an einen unbekannten Rechner an, sollte dieser keinen Zugriff auf die Daten erhalten.
Bernd Marienfeldt, Sicherheitsmitarbeiter des britischen Internet-Knotens LINX stellte jedoch fest, dass er mit seinem Ubuntu-10.04-System auf sein iPhone 3GS ungehindert zugreifen konnte. Wenn er das Gerät in ausgeschaltetem Zustand anschloss und dann startete, band Ubuntus Automounter das Dateisystem sofort ein und gewährte den Zugriff auf mehrere Ordner – obwohl das iPhone vorher noch nie damit verbunden war. heise Security konnte dieses Szenario nachstellen. Marienfeldt hat Apple über das Problem informiert, die es derzeit noch untersuchen und bislang von einem sog. “Race Condition”-Fehler ausgehen – der Fehler lässt sich nämlich nur ausnutzen, wenn man das iPhone erst nach dem Anschluss an den USB-Bus einschaltet.
Inzwischen ist es heise Security sogar
gelungen, ein iPhone mit iTunes unter Windows zu verbinden und damit ein komplettes Backup zu erstellen. Dieses enthielt unter anderem auch Passwörter.
Ob Apple ein Update fahren wird, um diese ernste Schwachstelle zu beseitigen, ist derzeit noch unklar.
MMA: Mobiles Spenden im Aufwind
Im Nachgang des jüngsten Erdbebens in Haiti hat die Mobile Marketing Association (MMA) gemeinsam mit Marktforschungspartner Lightspeed Research in Deutschland, Frankreich und UK eine Erhebung durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden: 23,4 Prozent aller Befragten haben für die Erdbebenopfer gespendet. 28,4 Prozent von diesen haben dazu mobile Endgeräte verwendet, um entweder via Textbotschaft (21,4%) oder Besuch einer Internetseite (7%) zu spenden. Die MMA interpretiert diese Zahlen als klaren Trend für mobile als wichtige Plattform für spontane Hilfe.
Nach Nationen aufgeschlüsselt fand sich in Frankreich die höchste mobile Spendenaktivität, (30%), in Deutschland waren 26 Prozent mobil spendabel, gefolgt von UK mit nur 17,6 Prozent. Allerdings waren die Briten am optimischsten für die Zukunft. Befragt, ob sie sich mobil gewährte Spenden künftig vorstellen könnten, hielten 19 Prozent der befragten Briten dies für sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich, gefolgt von den Franzosen (16%) und Deutschen (11%).
Als zentrale Punkte für den Erfolg mobiler Spendenaufrufe hat die MMA-Erhebung u.a. ausgemacht: Garantie, dass die preisgegebene Mobilnummer (SMS) nicht ohne Erlaubnis weiter verwendet oder gegeben wird; Verdeutlichen, wie viel der gespendeten Summe tatsächlich die Opfer erreicht; Keine Vorgabe bei der Spendenhöhe.
Die Untersuchung befasste sich leider nicht mit nativen Apps. Im deutschen App Store wäre hier beispielsweise die Fun-App von Haribo zu nennen, die bis heute erfolgreich in den iTunes Charts ist und mitgeholfen hat, über eine Million Euro für die Springer-Initiative Ein Herz für Kinder zu sammeln. Bis zum 31.03.2010 wurde die App 168.000 Mal herunter geladen. Vergleichbare App-Ansätze gibt es etwa vom Förderwerk für Kinder oder von Brot statt Böller, wo bereits durch den Kauf der App gespendet wird.
BBC: Englisch lernen via Handy u. Smartphone
Die Englischkurse des BBC World Service über Kurzwelle sind Legende. Doch die Briten gehen mit der Zeit und setzen immer mehr auf Mobiltelefone. In Bangladesh bietet der BBC World Service Trust bereits Sprachkurse auf dem Handy an. Der Dienst BBC Janala (Fenster) genannte Dienst stellt unter der Rufnummer 3000 über 250 dreiminütige Audiolektionen sowie ein SMS-Quiz zur Verfügung. Durch eine Kooperation mit allen Mobilfunk-Netzbetreibern liegt der Minutentarif bei umgerechnet nur einem Eurocent, was einer Preisreduktion von bis zu 75 Prozent gegenüber einer herkömmlichen nationalen Verbindung entspricht.
In Großbritannien wird die BBC in Q210 eigene Applikationen zum Abruf von Nachrichten respektive Sportinformationen anbieten. Angekündigt wurden bereits die Plattformen iPhone, BlackBerry und Android.
via heise.de
Weiterer “iPhone-Killer” von HTC?
Branchenkenner bei GSM World vermuten, dass HTC zum am 15. Februar beginnenden GSMA Mobile World Congress (MWC) u.a. eine abgespeckte Variante des für Google produzierten Nexus One vorstellen wird. Der Endpreis des Smartphones könnte 100 US-Dollar günstiger als beim Googlephone liegen, aber dennoch Qualcomms schnellem Snapdragon-Prozessor, einen 3,7-Zoll-AMOLED-Bildschirm sowie eine 5 Megapixel-Kamera mit Video (m. DivX- und Dolby-Unterstützung?), Autofokus und Blitz mitbringen. Das Gerät wird vermutlich unter Android 2.1 (“Froyo”, “Flan”?) betrieben. Der Vertrieb könnte wie üblich – aber im Gegensatz zu Googles bisherigem Verfahren beim Nexus One – über lokale Carrier laufen, gerüchteweise sind dies in den USA Verizon und in UK Vodafone.
Die App, die satt macht
Seit kurzem ist Lieferservice.de auch als kostenlose App auf dem iPhone verfügbar. Die Anwendung findet automatisch Lieferrestaurants “around me” und bietet die Möglichkeit, direkt bei diesen Restaurants über die iPhone-Anwendung zu bestellen. Interessant: Zu den Restaurants werden soweit vorhanden auch Kundenbewertungen angezeigt. Matthias Frieler (Country Manager Germany): “Dies ist eine deutlich gewünschte Ergänzung zu unserem Service. Bereits jetzt nutzen täglich hunderte Menschen unsere mobile Version von Lieferservice.de – die neue iPhone-Anwendung erweitert die bekannte mobile Version noch um zusätzliche Funktionen.”
In Europa ist dies laut Anbieter die erste iPhone App, über die zubereitetes Essen geordert werden kann. Ihre aktuelle Version kann in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien verwendet werden. Weitere Länder sollen in den nächsten Wochen integriert werden.
iTunes-Link
Führende Handyhersteller unterstützen JIL – Apple nicht
Das Joint Innovation Lab (JIL) hat bekannt gegeben, dass die führenden Mobiltelefonhersteller LG Electronics (LG), Research In Motion (RIM), Samsung Electronics und Sharp Corporation die JIL-Widget-Spezifikation für künftige Mobiltelefone ab dem ersten Quartal 2010 unterstützen werden. Die künftige grosse Auswahl an JIL-konformen Mobiltelefonen soll Entwicklern das Erstellen von Anwendungen (u.a. Webservices als Widgets) ermöglichen, die über alle Endgeräteplattformen der JIL-Mitgliedsunternehmen ablauffähig sind.
JIL ist ein Joint Venture von China Mobile, Softbank, Verizon Wireless und Vodafone, das 2008 gegründet wurde, um die Entwicklung von neuen Mobiltechnologien, Anwendungen und Services zu fördern. Die Allianz kommt heute gemeinsam auf ca. eine Millarde Endkunden weltweit.
Flach: Powermat lädt iPhone wie eine Zahnbürste
Flach: Powermat lädt iPhone wie eine Zahnbürste
Nach der Ankündigung auf der CES ist die berührungs- und drahtlose Lade”station” Powermat jetzt in den Staaten sowie der UK-Tochter vorbestellbar. Die interessante Peripherie lädt ohne direkten Konktakt via elektromagnetischer Induktion – wie das heute bei Zahnbürsten üblich und für Elektroautos geplant ist. Adapter für die Matte machen das System auch für z. B. Nintendo DS(i u. Lite) oder BlackBerry geeignet, bis zu drei Endgeräte gleichzeitig können geladen werden. Die Preise beginnen bei ca. 100 US-Dollar plus zwischen 30 und 40 Dollar pro Adapter.
UK-Markt: Big Magenta und Orange Seite an Seite?
Das Handelsblatt zitiert AP mit der Unternehmensmeldung, dass die Deutsche Telekom AG und France Télécom den Zusammenschluss ihrer britischen Töchter T-Mobile UK und Orange UK zum neuen Mobilfunk-Marktführer in Großbritannien planen. Die Deutsche Telekom soll damit auf die Schwierigkeiten ihrer Mobilfunksparte T-Mobile in Großbritannien reagieren. Im geplanten Gemeinschaftsunternehmen sollen DTAG und France Télécom je 50 Prozent halten. Aus der Integration beider Unternehmen werden laut AP-Meldung Synergien von mehr als 4,0 Milliarden Euro erwartet. Die operativen Kosten sollen von 2014 an um jährlich mehr als 508 Mio Euro gesenkt werden. Der entstehende Carrier wäre mit rund 30 Mio. Kunden das führende Mobilfunkunternehmen im UK. Derzeitiger Marktführer ist O2.
Mobile Marketing stärkt deutsche Wirtschaft
Die Mobile Marketing Association (MMA) hat gestern im Vorfeld des Mobile Marketing Forum in Berlin eine exklusive Studie von Lightspeed Research veröffentlicht. Deren Ergebnisse zeigen u.a., dass auf Mobiltelefone zugeschnittenes Marketing 2009 in den letzten 12 Monaten zu Verbraucherausgaben von über 560 Mio. Euro geführt hat. In Großbritannien wurden im gleichen Zeitraum 450 Mio. Euro ausgegeben, so dass allein in diesen beiden Märkten in diesem Jahr durch Mobilfunk-Marketing insgesamt mehr als eine Milliarde Euro an Verbraucherausgaben generiert wurden.
18,1 % der volljährigen deutschen Verbraucher gaben an, dass “Handy-Marketing” sie zum Kauf eines Produkts oder Dienstes animiert hat. Dabei gaben sie in den letzten 12 Monaten im Durchschnitt 43,40 Euro aus. Die Studie wurde in Deutschland und Großbritannien durchgeführt. Dazu wurden Anfang September in jedem Land jeweils 1.000 Personen befragt.
iPhone vs. iTouch vs. Android
In ihrem monatlichen Report haben die Spezialisten für mobile Marketing AdMob sich auf die Verteilung von iPhone und iPod touch im von ihnen via integrierter Anzeigen betrachtbaren Netzwerk konzentriert. Verbunden mit den aktuellen Apple-Zahlen ergeben sich ff. Highlights:
1. Im Juni 2009 befanden sich 54% der iPhone und iTouch-Anwender im AdMob-Netzwerk in den USA. Im Januar d.J. waren noch 61% gewesen, was für zulegendes Wachstum außerhalb der Vereinigten Staaten spricht. Auf den Plätzen folgen England, Deutschland und Frankreich mit je 5%. Diesen Nutzungszahlen sollen ca. 13 Mio. iPhones i.d. USA und je ca. 1 Mio. iPhones in UK, D und F entsprechen.
2. Das Verhältnis iPhone zu iTouch betrug im Juni in etwa 2:1. Dieser Wert ist bereits seit mehreren Monaten stabil.
Ein weiteres spannendes Ergebnis: Mit einem Wachstum von 25 Prozent pro Monat (!) haben Android-basierende Plattformen inzwischen rd. 5% Anteil im AdMob-Netz und haben damit erstmal Windows Mobile überflügelt.
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