128% mehr iPhones abgesetzt
Apple hat heute die Ergebnisse des ersten Quartals im Geschäftsjahr 2012 (komplizierterweise am 31. Dezember 2011 endend) bekannt gegeben. Im zurückliegenden Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 46,33 Milliarden US-Dollar sowie einen Netto-Gewinn von 13,06 Milliarden US-Dollar. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug in diesem Quartal 58 Prozent.
Das Unternehmen hat im Q112 37,04 Millionen iPhones (+128% im Vergleich zum Vorjahresquartal!) und 15,43 Millionen iPads verkauft (+111%). Der Absatz von iPods hat sich um 21 Prozent auf 15,4 Millionen Einheiten reduziert. Apple weist leider keine separaten Verkaufszahlen für den App-fähigen iPod touch aus.
Apps prägen die User Experience – auch in Zukunft
Laut dem IT Marktforschungs- und Analysten-Unternehmen Gartner werden Apps (native und Web-Apps) das Nutzererlebnis auf High-End Mobilgeräten prägen (definiert mit einem Preis von über 300 US-Dollar): Die Mobile Apps werden hiernach 2012 einen Umsatz von über 15,9 Mrd. US-Dollar weltweit erzeugen, wobei hier nur von “end-user spending” durch die Kosten von Paid Apps die Rede ist – die Entwicklungs- und Promotion-Kosten sind hier noch nicht eingerechnet. Auch Hardware-Absätze und vor allem die Werbeausgaben in diesem Bereich werden nach dieser Prognose weiter kräftig wachsen.
Die “Top 10 Consumer App Categories” aus Gartner-Sicht:
- Location-based services (LBS): Gartner geht davon aus, dass bis 2014 1,4 Mrd. Menschen Apps mit LBS Features nutzen werden. Die je nach Kontext bereitgestellten Services sollen künftig in vermehrtem Masse neben Geodaten auch Präferenzen, Geschlecht, Alter und Beruf berücksichtigen – soweit bekannt bzw. freigegeben.
- Social Networking: Die derzeit am schnellsten wachsende App-Kategorie nach Downloads, aber auch nach generiertem Traffic. Von zukünftig stark zunehmender Bedeutung wird die (auch von Mobile-Systemhäusern wie Glanzkinder angebotene) Social Media Integration durch Schnittstellen wie die Facebook Social Graph-API sein.
- Mobile Search: Die nächste Stufe sollen hier laut Gartner Search Apps sein, mit denen man direkt aus der Ergebnisliste heraus komfortabel Aktionen starten kann: Anrufen (heute schon weitgehend realisiert), Reservierung vornehmen, Preise vergleichen, kaufen.
- M-Commerce: Im Verlauf der nächsten zwei Jahre erwarten die Marktforscher die Entstehung von “mobile only”-Funktionalität, beispielsweise der Check-in in einen Webshop (wodurch der Händler informiert wird und reagieren kann) oder die Möglichkeit, Produkte durch die Aufnahme eines Fotos in einen Warenkorb zu übernehmen. Hier sieht Gartner einen eindeutigen zeitlichen Vorsprung für native Apps im Vergleich zu Web-Applikationen, die beispielsweise auf HTML5 beruhen.
- Mobile Payment: Obwohl auf Near Field Communication (NFC) beruhende Bezahlmethoden bereits im laufenden Jahr in mobilen Endgeräten realisiert werden, erwartet Gartner dies nicht vor 2015 im Mainstream, u.a. aufgrund noch bestehender Usability- und Sicherheits-Probleme.
- Context-aware Services: Kontextsensitive pps nutzen Aktivitäten, Vorgeschichte, Vorhaben, Prioritäten etc. eines Nutzers, um proaktiv mobile Dienste anzubieten (vgl. auch 1. LBS).
- Object Recognition (OR): Stets verbesserte Kameras und sonstige Sensorik bei den mobilen Endgeräten der Zukunft werden es erleichtern, die Umgebung des Nutzers (auf Wunsch) zu erkennen und zu bestimmen (vgl. auch 1. LBS) und weitere, hieraus abgeleitete Dienstleistungen zu offerieren.
- Mobile Instant messaging (MIM): Gartner glaubt, dass MIM das steinalte Versprechen der Unified Communication (UC) endlich wahrmachen könnte, in dem IP-basierende Kommunikation wie z. B. Skype alle Kommunikationsstränge integriert (vgl. auch 2. Social Media Integration).
- Mobile E-Mail: Erwartet wird ein Wachstum von 354 Mio. Anwendern 2009 auf 713 Mio. im Jahr 2014.
- Mobile Video: Gerade die größeren Displays aktueller Smartphones sowie Media Tablets sollen das jetzt schon gewaltige Wachstum mobil genutzter Plattformen wie YouTube weiter beschleunigen.
Der vollständige Report “Mobile Insight: Ten Consumer Mobile Applications to Watch in 2012″ kann hier erworben werden.
TABLET(ten)sucht: 40 Modelle in Hannover
Laut jetzt vom BITKOM vorgelegten Zahlen soll sich der Absatz von Tablet-PCs im Jahr 2011 in Deutschland auf 1,5 Millionen Stück nahezu verdoppeln. Der Umsatz mit der jungen Geräteklasse würde dann um 70 Prozent auf 770 Millionen Euro steigen. Im kommenden Jahr werden die Verkäufe nach der Prognose des Branchenverbands um weitere 46 Prozent auf 2,2 Millionen Geräte zulegen. 2012 würde das Tablet-Marktvolumen dann erstmals die Marke von einer Milliarde Euro erreichen.
Tablet-Rechner sind ja keinesfalls, wie häufig behauptet, eine neue Erfindung – jedoch hat die Einführung von Apples iPad einen neuen Markt dafür eröffnet. Im zweiten Jahr nach dessen Einführung kommen die Tablet-PCs 2011 bereits auf einen Anteil am gesamten PC-Markt von zehn Prozent. Dabei nehmen sie vor allem Netbooks Marktanteile ab. Deren Absatz sinkt im Jahr 2011 laut BITKOM um 15 Prozent auf 1,2 Millionen Stück. Damit würden in diesem Jahr schon mehr Tablet-PCs verkauft als Netbooks. Im Durchschnitt kostet ein Tablet-PC 510 Euro.
Mobile Computing dominiert den deutschen PC-Markt
Insgesamt werden bis Ende des Jahres voraussichtlich 14,8 Millionen Personal Computer in Deutschland verkauft (+11%). Davon entfallen bereits annähernd elf Millionen auf tragbare Geräte!

Der Umsatz mit Personal Computern einschließlich Tablet-PCs wird im Jahr 2011 laut BITKOM um 6 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro steigen. Auf der CeBIT, die vom 1. bis 5. März in Hannover stattfindet, werden rund 40 neue Tablet-PC-Modelle von den Herstellern gezeigt.
Paid Apps: 80 Dollar pro iPhone
Entgegen anderslautender Zahlen von AdMob ist AppsFire zu der Erkenntnis gelangt, dass iPhone-Nutzer durchschnittlich 80 US-Dollar in Paid Apps investieren – “per Device”, also pro iPhone und Gerätelebenszyklus. AdMob hatte “im Schnitt neun US-Dollar monatlich” ermittelt. Für die aktuelle Untersuchung hat AppsFire anonymisiert die Daten aus Juli und August von 1.200 iPhone-Nutzern in ihrem Netzwerk erhoben und untersucht. Die Anwenderdaten stammten zur Hälfte aus den USA mit weiteren Schwerpunkten bei französischen und japanischen Nutzern.
Die untersuchten 1.200 Anwender haben über 15.000 Apps installiert – 65 pro iPhone – und dafür im Schnitt 80 Dollar ausgegeben. Techcrunch hat das mit der Zahl der tatsächlich verfügbaren Apps hochgerechnet und kommt auf 400.000.000 Dollar, die Apple mit Paid Apps umsetzt. Der Durchschnittspreis pro Paid App ist 1,56 Dollar.