iOS 5 – Fünf ist Trümpf
Während der Worldwide Developers Conference (WWDC) gab Apple wie angekündigt eine Vorschau auf iOS 5, das als Beta-Version ab sofort für Mitglieder des iOS Developer Program wie Glanzkinder zur Verfügung steht. Die iOS 5 Beta bietet laut Apple über 200 neue Funktionen. Diese umfassen:
- Notification Center: “Ein innovativer Weg um alle Events (Unified Messaging à la Apple: SMS, entgangene Anrufe, Kalender- sowie App-Benachrichtigungen) komfortabel an einem Ort zu betrachten und zu verwalten”. Wenn Benachrichtigungen eintreffen, erscheinen sie kurz am oberen Rand des Bildschirms ohne einen bei dem zu unterbrechen was man gerade macht. Mit einem Wisch können alle Benachrichtigungen angesehen werden und ein einfacher Fingertipp bringt den Nutzer für weitere Details direkt in die entsprechende App. Die Benachrichtigungen erscheinen auch auf dem Lock-Screen und bieten die Möglichkeit mit nur einer Berührung die entsprechende App zu öffnen.
- iMessage: “ein neuer Mitteilungsservice der es erleichtert Textmitteilungen, Fotos und Videos zwischen allen iOS-Geräten zu versenden”;
- Newsstand: “eine neue Art Zeitungs- und Magazin-Abonnements zu erwerben und zu verwalten” (das bekannte u. beliebte “Bücherregal”).
- Mit der neuen PC Free-Funktion können Nutzer von iOS 5 ein iOS-Gerät “out-of-the-box” aktivieren und einrichten sowie Software-Updates drahtlos erhalten, ohne dazu einen Computer zu benötigen.
- Verbesserungen bei Safari: automatische Optimierung der Schriftgröße; Reading List; Tabbed Browsing für das iPad.
- Twitter-Integration: Einmalige Anmeldung (Single Sign-on) wird zu allen Twitter-fähigen Apps wie Fotos, Kamera, Safari, YouTube und Maps durchgereicht. Dieses Feature soll auch App-Entwicklern zur Verfügung gestellt werden.
Weitere WWDC-News: Vorstellung einer “Reminders App” (Aufgabenverwaltung); Profilfotos und direkte App-Erwerbsmöglichkeit für das Game Center und iCloud (siehe nächster Post). iOS 5 wird im Herbst als kostenloses Software Update für iPhone 4, iPhone 3GS, iPad 2, iPad, iPod touch (der vierten Generation) und iPod touch (der dritten Generation) erhältlich sein. Einige Funktionen könnten nicht auf allen Geräten verfügbar sein.
Apps prägen die User Experience – auch in Zukunft
Laut dem IT Marktforschungs- und Analysten-Unternehmen Gartner werden Apps (native und Web-Apps) das Nutzererlebnis auf High-End Mobilgeräten prägen (definiert mit einem Preis von über 300 US-Dollar): Die Mobile Apps werden hiernach 2012 einen Umsatz von über 15,9 Mrd. US-Dollar weltweit erzeugen, wobei hier nur von “end-user spending” durch die Kosten von Paid Apps die Rede ist – die Entwicklungs- und Promotion-Kosten sind hier noch nicht eingerechnet. Auch Hardware-Absätze und vor allem die Werbeausgaben in diesem Bereich werden nach dieser Prognose weiter kräftig wachsen.
Die “Top 10 Consumer App Categories” aus Gartner-Sicht:
- Location-based services (LBS): Gartner geht davon aus, dass bis 2014 1,4 Mrd. Menschen Apps mit LBS Features nutzen werden. Die je nach Kontext bereitgestellten Services sollen künftig in vermehrtem Masse neben Geodaten auch Präferenzen, Geschlecht, Alter und Beruf berücksichtigen – soweit bekannt bzw. freigegeben.
- Social Networking: Die derzeit am schnellsten wachsende App-Kategorie nach Downloads, aber auch nach generiertem Traffic. Von zukünftig stark zunehmender Bedeutung wird die (auch von Mobile-Systemhäusern wie Glanzkinder angebotene) Social Media Integration durch Schnittstellen wie die Facebook Social Graph-API sein.
- Mobile Search: Die nächste Stufe sollen hier laut Gartner Search Apps sein, mit denen man direkt aus der Ergebnisliste heraus komfortabel Aktionen starten kann: Anrufen (heute schon weitgehend realisiert), Reservierung vornehmen, Preise vergleichen, kaufen.
- M-Commerce: Im Verlauf der nächsten zwei Jahre erwarten die Marktforscher die Entstehung von “mobile only”-Funktionalität, beispielsweise der Check-in in einen Webshop (wodurch der Händler informiert wird und reagieren kann) oder die Möglichkeit, Produkte durch die Aufnahme eines Fotos in einen Warenkorb zu übernehmen. Hier sieht Gartner einen eindeutigen zeitlichen Vorsprung für native Apps im Vergleich zu Web-Applikationen, die beispielsweise auf HTML5 beruhen.
- Mobile Payment: Obwohl auf Near Field Communication (NFC) beruhende Bezahlmethoden bereits im laufenden Jahr in mobilen Endgeräten realisiert werden, erwartet Gartner dies nicht vor 2015 im Mainstream, u.a. aufgrund noch bestehender Usability- und Sicherheits-Probleme.
- Context-aware Services: Kontextsensitive pps nutzen Aktivitäten, Vorgeschichte, Vorhaben, Prioritäten etc. eines Nutzers, um proaktiv mobile Dienste anzubieten (vgl. auch 1. LBS).
- Object Recognition (OR): Stets verbesserte Kameras und sonstige Sensorik bei den mobilen Endgeräten der Zukunft werden es erleichtern, die Umgebung des Nutzers (auf Wunsch) zu erkennen und zu bestimmen (vgl. auch 1. LBS) und weitere, hieraus abgeleitete Dienstleistungen zu offerieren.
- Mobile Instant messaging (MIM): Gartner glaubt, dass MIM das steinalte Versprechen der Unified Communication (UC) endlich wahrmachen könnte, in dem IP-basierende Kommunikation wie z. B. Skype alle Kommunikationsstränge integriert (vgl. auch 2. Social Media Integration).
- Mobile E-Mail: Erwartet wird ein Wachstum von 354 Mio. Anwendern 2009 auf 713 Mio. im Jahr 2014.
- Mobile Video: Gerade die größeren Displays aktueller Smartphones sowie Media Tablets sollen das jetzt schon gewaltige Wachstum mobil genutzter Plattformen wie YouTube weiter beschleunigen.
Der vollständige Report “Mobile Insight: Ten Consumer Mobile Applications to Watch in 2012″ kann hier erworben werden.
Erstmals mehr als 10 Mio. Nutzer von Internet-Telefonie
Das Telefonieren per Internet wird immer beliebter. Anfang 2010 gab es gut 10,3 Millionen regelmäßige Nutzer in Deutschland. Das entspricht einem Anstieg um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von aktuellen Daten des European Information Technology Observatory (EITO). Im Verlauf des Jahres 2010 wird die Nutzerzahl laut EITO voraussichtlich auf rund zwölf Millionen steigen. Der Bundesnetzagentur zufolge lag das VoIP-Gesprächsvolumen 2009 bei geschätzten 35 Milliarden Minuten – ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zu 2008. “Die Internet-Telefonie hat sich im beruflichen und privaten Umfeld etabliert”, erläutert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. Neben günstigen Tarifen bietet sie eine Reihe von Zusatzfunktionen. So landen bei der Internet-Telefonie Sprachnachrichten, Faxe und E-Mails in einem gemeinsamen Posteingang.
SmartCom lernt Faxe machen
Der Overather Hersteller Quintec stellt Erweiterungen seiner “All-inclusive”-Appliance SmartCom Center (SCC) vor, das in Version 3.1 jetzt auch Faxe empfangen und senden kann. Über die iPhone-Anbindung an das SCC geht das nun auch vom iPhone: Eingehende Faxe werden dem Benutzer als PDF via E-Mail zugestellt. Umgekehrt können ausgehende Faxe durch Eingabe einer speziellen E-Mail-Empfängeradresse (mit der Faxnummer) erzeugt werden. Beim Senden können E-Mail-Anlagen in den Formaten Text, PDF, PostScript, JPG, GIF, TIF und HTML gefaxt werden. Das SCC archviert sämtliche Faxe und Faxberichte in der vollautomatischen Datensicherung. Die Faxfunktion wird in zwei verschiedenen Varianten angeboten: Als ISDN-Variante mit eingebauter ISDN-Karte oder als externes 56K Modem für analoge Verbindungen.
SCC – der Film
C4B: wenn das Smartphone zum Bürotelefon wird
Der Spezialist für Unified Communications (UC) C4B kündigt mit “XPhone Unified Communications 2011″ eine Komplettlösung an, die neben erweiterten CTI-Funktionen auch Statusnachrichten, Instant Messaging, Fax und Voicemail zusammenführen und vor allem Smartphones integrieren können soll. Zusätzliche Schnittstellen, z.B. für die Integration von Webservices wie Routenplaner, sollen eine vollständige Integration in die vorhandene Infrastruktur gewährleisten – auch in heterogene Umgebungen mit externen Mailservern, auf Mac- oder Linux-Arbeitsplätzen usw.
Völlig neu ist laut C4B die Integration von Mobiltelefonen in die Unternehmenskommunikation: Mitarbeiter im Büro können Ihr Mobiltelefon komplett über den Bildschirm steuern und dafür alle CTI-Komfortmerkmale nutzen. Im Gegensatz zu FMC-Lösungen routet XPhone UC 2011 die Handygespräche jedoch nicht über das TK-System, so dass sich die Verbindung sekundenschnell aufbauen soll. Zusätzlich wird der parallele EinsDEatz von Festnetz- und Mobiltelefonen unterstützt, z.B. durch ein gemeinsames Anrufjournal und die Option, auf dem Bürotelefon eingehende Anrufe per Handy anzunehmen. Auf diese Weise sollen Mitarbeiter, die innerhalb des Firmengeländes viel unterwegs sind, auf ein zusätzliches DECT-Endgerät verzichten können.
Auch außerhalb des Unternehmens sei der Nutzen hoch: Mitarbeiter auf Reisen oder im Homeoffice benötigen nur noch ein Mobiltelefon und optional einen Rechner mit Webbrowser, um einen vollwertigen UC-Zugriff zu erhalten und z.B. sicher auf sämtliche Unternehmenskontakte und Presence-Funktionen zuzugreifen.
XPhone Virtual Directory heißt C4Bs neuer Verzeichnisdienst, der Unternehmenskontakte zusammenführt und über LDAP in geschäftskritischen Systemen wie XPhone UC 2011, aber auch über LDAP-fähige Systemtelefone und PBX, MS Outlook, MS Office Communicator, dem firmeneigenen Intranet, auf dem Smartphone und weitere Anwendungen bereitstellt. So soll es möglich sein, jederzeit auf sämtliche im Unternehmen vorhandene Kontakte zuzugreifen, die beispielsweise in öffentlichen und sogar persönlichen Outlook-Ordnern, MS Dynamics CRM, Tobit David, ODBC-Datenbanken und weiteren Quellen gespeichert sind, ohne die Daten zu verändern. Der Clou: der Zugriff erfolgt ohne Replikation direkt auf die Originalkontakte, für eine hohe Performance sorgt ein spezieller Kontakt- und Rufnummernindex.
Mehr Komfort und einen deutlich erweiterten Funktionsumfang verspricht außerdem das XPhone UC 2011 Voicemailmodul, das an das Presence Management gekoppelt ist. Je nach Uhrzeit und Herkunftsland des Anrufers können individuelle Ansagen abgespielt werden, die den Anrufer z.B. zur Abwesenheitsdauer des gewünschten Gesprächspartners informieren und zu Geschäftszeit eine Weitervermittlung zu einer Vertretung anbieten. Insgesamt unterstützt das System bis zu sechs Sprachen gleichzeitig.
XPhone Unified Communications 2011 wird auf der CeBIT (in Halle 13, D37) erstmals gezeigt und kommt im Sommer auf den Markt. Für Bestandskunden soll es spezielle Upgrade-Angebote geben.
Cisco Mobile
Mit vollem Namen heißt diese kostenlose App “Cisco Mobile, a Cisco Unified Mobile Communicator application”. Sie setzt voraus, dass das einsetzende Unternehmen einen “Cisco Unified Mobility Advantage”-Server im Einsatz hat. Ist dies der Fall, so kann man mittels der App an Web-Meetings teilnehmen, Anrufe auf der Festnetz-Büronummer via iPhone entgegennehmen und Sprachnachrichten auf der Festnetz-Büronummer abhören. Überdies unterrichtet die App über neue Sprachnachrichten und eingegangene Anrufversuche.
iTunes-Link
Event: Voice+IP Germany
Der Kongress Voice+IP Germany findet vom 3. bis 4. November 2009 in der Commerzbank Arena in Frankfurt/M. statt. Zu den behandelten Themen gehören u.a.: Unified Communications, Mobility, Voice over IP, Voice Applikationen, Konvergenz. Veranstaltet wird die Voice+IP Germany vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V. (DVPT), Schirmherr ist das BMWi. Der Besuch beider Kongresstage kostet ab 450 Euro und ist für DVPT-Mitglieder kostenlos.
Programm u. Anmeldung
Unified Communications fürs iPhone
Zur CeBIT stellt der Spezialist für Unified Communications (UC) Swyx seine SwyxMobile-Integrationslösung auch für das iPhone und iPhone 3G vor – bislang wurden nur einfache Mobiltelefone, nun Symbian, Windows Mobile und BlackBerry unterstützt. Die Integration geschieht über die Web-Applikation “Contact Center Mobile”, welche die Möglichkeiten des Apple-Betriebssystems optimal ausnutzen soll. Der Dienst nutzt GPRS und UMTS für die Verbindung zum Swyx-Applikationsserver. Dies gestattet laut Anbieter Zugriff auf sämtliche relevanten Informationen der Telefonieumgebung. Auch offline soll danach der Zugriff möglich sein. Sobald zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute Datenverbindung aufgebaut wird, werden die Statusinformationen synchronisiert. Weitere Features der UC-Lösung sind etwa das “One-Number”-Konzept inklusive Parallelruf-Funktion, mit der eingehende Anrufe sowohl im Büro als auch auf dem Handy angezeigt werden, der Zugriff auf das globale Unternehmenstelefonbuch inklusive Präsenzanzeige und Anruflisten.
Zu Swyx
Messaging Server “David” mit iPhone Client
Knapp drei Jahre nach der ersten Vorstellung bringt Tobit Software einen stark überarbeiten Nachfolger seines Messaging Servers David.zehn an den Start. Mit David hatte Tobit bereits häufiger wichtige Kommunikations-Trends gesetzt bzw. umgesetzt, wie “Unified Messaging” (’96), “Media Server” (’03), “RSS Publishing” (’05). Zu den Highlights der David-Funktionalität gehört etwa die Möglichkeit, Voice-Nachrichten per Textwandlung und E-Mail an den Empfänger weiterzuleiten. Die zur diesjährigen CeBIT vorgestellte Version David.fx soll neben der Integration neuer IP-Technologien wie IP.TV und VoIP nun auch den einschränkungslosen mobilen Zugriff “auf die wichtigsten Daten” bewerkstelligen. Hierzu wurde ein nativer iPhone Client entwickelt. Die Preise beginnen bei 250 € für die Serverkomponente und 90 € pro Nutzer. Für nicht gewerbliche Anwender soll es eine kostenlose Basic Edition geben.
Mehr zu David