Mobiles verändern Medienrezeption in Europa
Auf der Konferenz Digital Life Design (DLD) haben comScore und Telefónica Deutschland Ergebnisse ihrer gemeinsamen Studie “Connected Europe” vorgestellt. Diese stellte starke Veränderungen der Medienrezeption in Europa durch die zunehmende Verbreitung von Smartphones, Tablets und anderer Connected Devices fest: Noch vor kurzem sei der Desktop Computer der alleinige Internetzugang gewesen, während Nutzer heute über ihren Internet-Tag verteilt erschiedenste Plattformen nutzen – technologisch (z. B. Smartphones) – wie auch medientechnisch (native Apps der Verlage, Web-Apps, RSS-Reader, unabhängige News-Aggregatoren, Medien auf Twitter oder Sozialen Netzwerken etc.). Dies sollte laut Studie Auswirkungen auf redaktionelle Konzepte ebenso wie auf Marketingstrategien haben. Weitere zentrale Ergebnisse:
- In der EU5-Region (Deutschland, Frankreich, UK, Italien u. Spanien) lassen sich 95,1 Prozent aller Browser-basierten Page Views auf Computer (Desktops, Laptops, Netbooks) zurückführen – ansehnliche 3,2 Prozent der Views erfolgen bereits auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets.
- Ein Viertel der mobil erzeugten Page Views lassen sich auf Tablet Computer zurückführen.
- Die Medienrezeption auf diesen Plattformen boomt: 75 Prozent der Smartphone-Anwender in EU5 haben im Okotber 2011 mobil Medien genutzt - das stellt ein Wachstum von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr dar.
- Die Nutzung von M-Commerce-Angeboten ist eine der am schnellste wachsenden Aktivitäten bei Smartphone-Besitzern. Über 13,6 Mio. davon in den EU5-Ländern haben im Oktober 2011 mindestens eine M-Commerce-Seite aufgerufen. Großbritannien stellt hier mit 4,7 Mio. Nutzern zwar den größten Teilmarkt, die deutschen M-Business-Anwender wachsen mit 112 Prozent im Vergleich zum Vorjahr jedoch derzeit am schnellsten. Überdies werden laut comScore neue Technologien wie QR Codes und QR Reader vergleichsweise am schnellsten angenommen. So werde der Handel durch Mobile revolutioniert – und 2012 das Jahr des “Mobile Retail” werden.
Zeitgemäßes iPublishing mit PDF Activator von Glanzkinder
Beim jüngsten Produkt aus dem Hause Glanzkinder handelt es sich um ein bewusst kostengünstig bepreistes und leicht bedienbares System, mit dessen Hilfe jeder, der ein PDF erstellen, auch eine App erstellen kann! Gerade kleineren Verlagen und allen Agenturen eröffnet der “PDF Activator” einige attraktive neue Möglichkeiten.
Selbst in kleineren Organisationen findet sich in aller Regel ein Grafiker (oder zumindest ein grafisch beschlagenes Multitalent), der mit Adobes beliebtem PDF (Portable Document Format) arbeiten kann.
Dies macht sich PDF Activator zunutze, indem das Tool die fertig gestaltete PDF als Input für eine App nutzt. Hierzu wird das PDF über ein Web-basiertes Content Management System (CMS) hochgeladen (“aktiviert”) und ist dann sofort als App sichtbar.
Über das CMS gestattet es, beliebig viele PDFs hochzuladen. Der Inhalt und Umfang jedes PDFs kann völlig individuell gestaltet werden und folgende Elemente integrieren:

- Multimedialer Content ist optimal integrierbar. Beispielsweise Videos lassen sich vom Nutzer problemlos innerhalb der App abspielen, ohne diese verlassen zu müssen. Größe und Platzierung des entsprechenden Fensters sind frei gestaltbar.
- Fotogalerien können innerhalb des PDF durchgescrollt werden! Anzahl, Form und Größe der Bilder können ganz nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden.
- Natürlich unterstützt PDC Activator auch aktive Links – so lassen sich komfortabel auch Inhalte integrieren, bei denen es auf Tagesaktualität ankommt.
- Ein besonderer Clou ist die Möglichkeit, in einer Art Produktkonfigurator mehrere Schichten über einem Bild in der PDF durch einfachen Wisch/Swipe auf dem iPad zu schieben. So können beispielsweise die Wirkung verschiedener Farben bei einem Fahrzeugmodell simuliert werden; Netzplänen kann beliebige Komplexität hinzugefügt werden etc. Aktuell arbeiten wir überdies an der Integration von in Abhängigkeit von der Ausrichtung des iPad zugespielten Zusatzinformationen durch Nutzung des iPad Kompass/Magnetometer.
Die resultierenden Apps unterstützen Orientierung, haben ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis und bieten die Möglichkeit, eigene Bookmarks zu setzen.
Die Preise beginnen bei 4.990 Euro für das Standardpaket, das u.a. folgende Funktionen beinhaltet:
- Web-Frontend (CMS) zur Dateneingabe und Verwaltung;
- Startseite frei gestaltbar (Bild, Text, Video);
- “Highlights-Regal” aus 5 Regal-Layouts wählbar oder mit eigenem Design
- Integration von Videos, Bildgalerien, Links in die PDF;
- Inhaltsverzeichnis;
- Bookmarks;
- Seitenübersicht;
- Favoriten;
- Beliebige Anzahl der eingestellten PDFs;
- Hochladevorgang der App in den Apple App Store.
Für Systempflege und Anpassungen kommen 150 Euro/Monat hinzu (Mindestlaufzeit 12 Monate / Zahlung 6 Monate im Voraus), dies umfasst:
- Pflege und Anpassung CMS
- Technische Weiterentwicklung der bestehenden Funktionen
- ggfs. Anpassungen an neue Versionen und Features von iOS
Angeboten wird auch eine Einweisung auf dem System (Handhabung des CMS, PDF-Erstellung). Die eintägige Schulung wird mit 800 Euro/Tag berechnet. Die Schulungen finden standardmäßig bei Glanzkinder in Köln oder München statt. Wird eine Inhouse-Schulung in den Räumlichkeiten des Kunden gewünscht, können zusätzliche Reisekosten anfallen. Alle Preise zzgl. MwSt. Mehr Infos zu PDF Activator
Event: digi:media 2011, 07.-09.04.
Der Veranstalter Messe Düsseldorf positioniert die digi:media als “Fachmesse für alle, die die grenzenlosen Möglichkeiten von print, web & mobile nutzen wollen”. Medienkonvergenz gibt hiernach das Stichwort für erfolgreiche Vermarktung und Kommunikation, damit aus gutem Content wirklich gutes Business generiert werden könne. Rund 130 Aussteller präsentieren in Düsseldorf an drei Tagen ihr Angebot für Content, Technik und (Mobile) Business.

Auf der Messe gibt es unter der Federführung des IDG-Verlags (u.a. Computerwoche, MacWorld, “Making Apps“) auch eine sog. “Showing Apps“-Sonderschaufläche”, auf der Entwicklern von Apps auf kleinen Flächen die Möglichkeit geboten wird, kostenpflichtig ihre Anwendungen zu präsentieren.
Besucher-Tickets kosten ab knapp 40 Euro (1 Tag, beim Online-Kauf).
mehr Infos und Registrierung
E-Book, iPad & Co. – Digitale Produktinnovationen in Verlagen
UPDATE 21.03.:
Am 07.04. veranstaltet die Buchakademie im Rahmen der digi:media das Event “Digitale Produktinnovationen in Verlagen” Im Mittelpunkt der Tagung sollen “zukunftsfähige Produktentwicklungen und die dazugehörigen (Online-)Geschäftsmodelle” stehhen. Zu den Referentenz zählen u.a. Michael Beilfuß (IDG), Dr. Ralf Birkelbach (Springer) Fachmedien), Matthias Heubach (heubach media), Armin Hopp (Digital Publishing) sowie Dr. Marco Olavarria (Kirchner + Robrecht). Schwerpunkte der Konferenz:
- Produkttrends und Entwicklungen bei contentbasierten Geschäftsmodellen
- Technischen Voraussetzungen zur digitalen Contentaufbereitung
- E-Books und mobile Apps für Smartphones und Media Tablets
- Onlineplattformen und Communities
- Digitale Informationsdienstleistungen und Situation Based Services
- Konzeption und Umsetzung von digitalen Verlagsangeboten
- Crossmediale Produktpakete und ihre Refinanzierung
- Vertriebsmöglichkeiten wie z. B. E-Kiosks und App Stores
Die Teilnahme kostet 490 Euro zzgl. MwSt.
mehr Infos zur Tagung
iSayHello mit integriertem Übersetzer
Rechtzeitig vor Weihnachten stellt der Admovi Verlag das iSayHello Reisewörterbuch als iPhone App in Version 2.0 vor. Neu ist hier das zusätzliche Übersetzungstool – neben den bereits bekannten elf Lektionen zu praktischen Urlaubsthemen, wie zum Beispiel Essen und Trinken, Hotel, Zoll, Einkaufen, Notfall und natürlich auch eine Lektion zum Thema Flirt.
Damit sollen sich einfache und kurze Sätze leicht übersetzen und auch per Mail versenden lassen. Bewährt hat sich bei den älteren Versionen von iSayHello,dass man die Wortphrasen zu den ausgesuchten Reisethemen von professionellen Muttersprachlern vorgesprochen bekommt und auch vorspielen lassen kann. Zumal soll es möglich sein, sich mit der Favoriten-Funktion ausgewählte Phrasen nach Bedarf bereitzulegen. Das mag sich besonders in Destinationen wie Japan, China oder Russland auszahlen, wo man schnell einen Knoten in der Zunge bekommen kann.
Die Funktion “Play all” kann ein weiteres nützliches Feature für die sprachliche Vorbereitung auf den Urlaub im Flugzeug oder Bahn sein. iSayhello ist bereits in elf verschiedenen Sprachkombinationen wie zum Beispiel für Spanisch, Italienisch, Brasilianisch, Französisch, Polnisch, Russisch erhältlich. Für alle deutschen, englischen und spanischen iSayHello Apps gilt noch bis zum 22.12.2010 ein vergünstigter Einstiegspreis. Für Android Smartphones ist das Update auch in Vorbereitung, wird aber voraussichtlich erst Ende Januar 2011 erscheinen. Dafür gilt die Preisreduzierung auf dem Android Markt bis zur Veröffentlichung des neuen Updates.
Event: Mobile National Day für die Agentur- und Verlagswelt
Zum bereits fünften Mal richtet sich der Mobile National Day an Entscheider aus der Publishing-Industrie. Der am 10.09. in Hamburg veranstaltete Kongress will bei den Themen Mobile Paid Content, Applikationen und Media-Strategien für mehr Innovation und Durchblick sorgen. Die Teilnahme kostet 290 Euro.
Beim in der Schweiz angebotenen Mobile National Day der Schweiz (22.09., Zürich) soll es um Mobile-Strategien für die Pharma-, Healthcare- und Beauty-Industrie gehen, in Tschechien (08.10., Prag) um den Brückenschlag in den Osten, in Bulgarien (28.10., Sofia) um “Mobile rund um das Schwarze Meer” und in Österreich (04.11., Wien) ist der Zielmarkt der Veranstaltung Handel und Tourismus.
Mobile Kompass bündelt unternehmensrelevantes Wissen
Mit dem Mobile Kompass bietet der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. bereits zum dritten Mal in Folge in einer Publikation gebündeltes Mobile-Wissen an. Zielgruppe dafür sind Agenturen, Vermarkter, Werbungtreibende, Verlage, Betreiber mobiler Websites sowie Anbieter mobiler Apps. Das Kompendium der deutschen Mobile-Branche, herausgegeben von der Fachgruppe Mobile im BVDW, ist ab der dmexco 2010 verfügbar.
Inhaltlich werden laut Verband folgende Schwerpunkte behandelt:
- Status Quo der Branche (u.a. Mediennutzung, Trends und internationale Märkte)
- Mobiles Internet (u.a. Analytics, Augmented Reality und Social Networks)
- Mobile Creation (u.a. Usability, Kampagnen und Branded Applications)
- Mobile Marketing (u.a. Mobile Advertising und Mediaplanung)
- Mobile Monetization (u.a. App Stores, M-Commerce und Payment)
Die Publikation hat einen Umfang von 150 Seiten, kostet knapp 50 Euro und ist ab dem 15.09.2010 u.a. im BVDW Online-Shop erhältlich.
Paid Content kommt – auch bei Apps

Paid Content bekommt auch unter den Mediennutzern immer mehr Zuspruch. Laut einer Nielsen-Studie unter 27.000 Internetnutzern ist ein Drittel bereit, für hochwertigen, professionell erstellten Inhalt zu zahlen. Jedoch scheuen sich manche Verlage noch, Bezahlinhalte umzusetzen – während andere wie etwa Springer bei den Themen Paid Apps sowie frische Nutzergruppen durch iPad & Co. nachgerade zu sabbern beginnen. Sicher wird Paid Content zukünftig nicht die einzige Erlösquelle sein, und viele Inhalte wie Nachrichten bleiben frei zugänglich. Doch bei maßgeschneiderten Bezahlangeboten dominiert noch viel leerer Raum – Verlage sollten nach Ansicht der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners diesen weiter füllen, um Qualitätsjournalismus zu erhalten. “Die Zeitungsverlage müssen alles daransetzen, für ihre Online-Portale ein mindestens duales Erlösmodell aus Werbeeinnahmen und Content-Vermarktung durchzusetzen. Optimal wären weitere E-Commerce-Standbeine“, so Rainer Meckes, Partner bei Simon Kucher. Gelingt dies nicht, drohe ein Zeitungssterben und somit ein rapider Qualitätsverfall der Berichterstattung im Internet. Denn ‘subjektive’ Berichterstattung durch Twitter und unabhängige Blogs kann (und will, d. Red.) keinen vollumfänglichen, ‘objektiven’ Qualitätsjournalismus garantieren. Laut Medienexperte Meckes geht es jetzt darum, zu ermitteln, für welche Zielgruppe welcher Content echten Mehrwert liefert und wie diese Inhalte zu Paketen geschnürt werden können. “Je bequemer die verwendeten
Bezahlmodelle für die Nutzer sind, desto leichter wird die Umsetzung fallen.“
Fakt ist, dass im Mobilen Internet schon diverse Paid Content-Ansätze existieren und teils florieren. Die Zahl der kostenpflichtigen iPhone-Apps wächst stetig, auch im Medienbereich. Aber auch abseits der gehypten Apps zeigen Apple und Amazon mit iTunes und den zahlreichen E-Books und E-Papers, dass Paid Content möglich ist. Was im mobilen Internet zu funktionieren scheint, müssen Verlage auch auf das stationäre Internet übertragen.
Eine Paid Content-Offensive bedeutet nicht, alle Informationen kostenpflichtig zu machen. Nur eine Mischung aus frei zugänglichem und kostenpflichtigem Inhalt im Sinne des “Freemium”-Gedankens ist heute umsetzbar und sinnvoll, schon allein, um in Hinblick auf Werbeeinnahmen Reichweitenverluste zu begrenzen.
“Ein Massenmarkt wird Paid Content nur, wenn die Qualität des kostenlosen Contents auf breiter Front deutlich absinkt – das ist kurzfristig eher unwahrscheinlich”, sagt Annette Ehrhardt, weitere Medienexpertin von Simon-Kucher. Bleibt der kostenfreie Content hochwertig, werden nur diejenigen Verlage erfolgreich vermarkten können, die noch höherwertige Bezahlinhalte anbieten wie exklusive Artikel, Hintergrundberichte oder Sonderthemen – natürlich Web 2.0-gerecht aufbereitet. Neben Exklusivität und Einzigartigkeit sind Einfachheit, Bequemlichkeit und Individualität erfolgsentscheidend. Für Dinge, die an anderer Stelle kostenlos gefunden werden können, ist oft Zahlungsbereitschaft vorhanden, wenn die ‘Suchkosten’ – also die Zeit und Mühe, Informationen zu finden – wegfallen und die Informationen ansprechend gestaltet und individuell zugeschnitten sind. “Mit einem durchschnittlichen Nachrichten-Einheitsbrei ist sicherlich kein Geld zu verdienen“, so Ehrhardt.
Heutzutage sind Verlage gezwungen, sich intensiv mit den Lesegewohnheiten ihrer Kunden zu beschäftigen. Es stellen sich Fragen wie: An welche Zielgruppe richtet sich ein Paid Content-Angebot? Sind es die Abonnenten der gedruckten Tageszeitung, die langsam in die Online-Welt überführt werden sollen, oder sind es internetaffine Nutzer, die die Zeitung nur online lesen? Für traditionelle Print-Leser sollte das Print-Abo Schritt für Schritt um exklusive kostenpflichtige Online-Inhalte erweitert werden. Für reine Online-Nutzer bieten sich Online-Pakete an, die mobile Applikationen und stationäres Internet verbinden. “Solche Bündelangebote sind vorteilhaft: Werden Komponenten, für die ohnehin eine Zahlungsbereitschaft besteht, mit bisher kostenlosen Elementen “verheiratet”, wird die Kostenlos-Mentalität eher überwunden”, erläutertEhrhardt. Die gleiche Taktik wenden übrigens auch die sehr pricing-versierten Mobilfunkanbieter an: Während Preise für Gesprächsminuten beständig sinken, wird für mobile Datenübertragung mehr bezahlt. Die Mobilfunker bieten Bündel aus Daten und Gesprächsminuten an, um die Kosten für die einzelnen Posten zu verschleiern. Der Ansatz vieler Verlage, kostenpflichtige Angebote zunächst als iPhone App zu entwickeln, sei daher ein erster Schritt in die richtige Richtung…
Laut einer von horizont zitierten Studie von Simon-Schuster zum Thema sind rund 80 Prozent der herunter geladenen iPhone-Apps kostenlos. Pro Quartal kauft hiernach ein Nutzer des App-Stores von Apple gerade mal zwei Bezahl-Apps. Für eine App zahlen diese Kunden im Durchschnitt 3,50 Euro. Bei BlackBerry wird nur eine kostenpflichtige App gekauft, die aber durchschnittlich 5 Euro kostet. Grundlage ist eine Online-Umfrage unter lediglich 200 Smartphone-Nutzern (deutlich abweichende Ergebnisse hat u.a. Distimo). Laut Umfrage schafft Apples App Store von allen Mobile App Stores derzeit noch die beste “Conversion” von Interessenten zu Nutzern. Über 90 Prozent der Besitzer eines iPhones oder iPod Touchs kennen den App Store, und fast 80 Prozent haben ihn schon besucht. Von der BlackBerry-Nutzern kennen nur knapp 30 Prozent der befragten Blackberry-Verwender dessen Store (App World bzw. BlackBerry Application Storefront), weniger als ein Viertel haben ihn schon einmal besucht, und noch weniger etwas heruntergeladen.
Zehn Apps haben die Teilnehmer der Studie in den vergangenen drei Monaten im Durchschnitt aus dem Apple App Store heruntergeladen, also rund drei Apps pro Monat. BlackBerry und der dazu gehörige App Store kommen mit rund fünf Apps nur auf die Hälfte der Downloads. Nokia-Smartphones sind in der vorliegenden Studie zwar unterrepräsentiert, doch Nokias Ovi-Store ist bei allen Nokia-Smartphone-Besitzern bekannt. Fast zwei Drittel haben ihn schon einmal besucht.
Buchmesse: Interesse an E-Books wächst rasant
2,9 Millionen Deutsche wollen sich in diesem Jahr ein digitales Buch kaufen. Das sind 700.000 zusätzliche Käufer gegenüber 2009 und entspricht einem Wachstum um 32 Prozent. Dies teilt der Hightech-Verband BITKOM zu Beginn der Leipziger Buchmesse mit. Basis ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa. “Digitale Bücher sind einfach praktisch. Man kann ganze Bibliotheken mitnehmen und trägt nur das Gewicht eines Lesegeräts”, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg (Microsoft). “Auf Reisen oder an Universitäten sind E-Books erste Wahl.”
Digitale Bücher können überdies die wissenschaftliche Arbeit erleichtern: Wie in einem Textverarbeitungs-Dokument kann nach Stichwörtern gesucht und können Zitatpassagen wiedergefunden werden. “Bei Fachliteratur wird sich das digitale Buch zuerst durchsetzen”, so Berg. Aufgrund des geringeren Materialverbrauchs sind E-Books umweltfreundlicher und können günstiger als traditionelle Bücher angeboten werden. Die Akkus der Lesegeräte – der so genannten E-Reader – laufen bis zu drei Tage und die Bildschirme lassen sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung lesen. Nicht zuletzt aus diesen Gründen sind E-Books bei jungen Menschen besonders beliebt. Von den 14- bis 24-Jährigen plant dieses Jahr jeder zehnte den Kauf eines elektronischen Buches.
E-Books stellen einen Schwerpunkt der diesjährigen Leipziger Buchmesse dar. Der Markt für digitale Bücher steht derzeit allerdings noch am Anfang seiner Entwicklung. Auch Smartphones wie das iPhone oder unter Android betriebene Geräte sind stets beliebtere Plattformen für digitales Publizieren. Für das bei uns ab April lieferbare iPad will Apple mit dem iBook Store sogar eine eigene iTunes-/App Store-Unterabteilung mit 20 Haupt- und 150 Unterkategorien einrichten.
textunes verkauft 50.000 E-Book Apps
Seit der Veröffentlichung seiner iPhone-Applikation hat das Berliner Startup textunes 50.000 Bücher zu Preisen von 0,79 bis 24,99 Euro verkauft. Inklusive kostenloser Examplare und Leseproben kommt textunes auf 350.000 geladene E-Books. Vom Start des iPad im April erwartet textunes einen weiteren Impuls und bis zu 250.000 verkaufte E-Books im Jahr 2010.
Meistverkauftes Buch ist “Mediterrane Rezepte” von Sarah Wiener für 0,79 Euro, gefolgt vom Strategieratgeber “50 Erfolgsmodelle” für 12,99 Euro. Die E-Book-Spezialisten profitieren von der hohen Verbreitung des iPhone: Allein in Deutschland sind laut textunes rund 2 Mio. Geräte im Einsatz, auf 100.000 iPhones sei textunes installiert. ”Mobile Literatur wird den Buchmarkt stärker verändern als das Internet”, ist textunes-Mitgründer Simon Seegers überzeugt. Doch steht für ihn fest: “Moderne Handys sind auch für Literatur beliebter als E-Book-Lesegeräte. Weiter verbreitet sind sie sowieso.” textunes kann dabei ein recht breites Sortiment anbieten. Zurzeit arbeitet das zwölfköpfige Team mit 100 Partnerverlagen zusammen, darunter Cornelsen, Rowohlt, Random House und Kiepenheuer & Witsch. Das Sortiment wird bis zur Frankfurter Buchmesse auf 3.000 Titel ausgebaut.
Laut eigenem Bekunden ist textunes “der erste Anbieter”, der “Zahlen für seinen eBook-Shop bekannt” gibt. Allerdings meldete ScrollMotionbereits im letzten Oktober 200.000 iPhone E-Book Apps und heubach media konnte zum gleichen Zeitpunkt auf 200.000 Apps in den ersten zehn Monaten seit Start Ihrer E-Book App verweisen. Ganz zu schweigen von Stanza/Amazons 12 Mio. E-Books im ersten Jahr.
App Store-Stats: Mehr Lese- als Daddelstoff im Angebot
connect.de weist auf eine interessante Statistik des App Store Directory mobclix hin, nach der in den Beobachtungszeiträumen 6 und 12 Monate derzeit mehr Bücher- als Spiele-Apps in Apples App Store eingestellt werden. Der Beobachtungszeitraum umfasst maximal ein Jahr. Auf Rang 3 und 4 folgen die Genres Unterhaltung und Bildung.
Es lohnt sich wirklich, die sich dynamisch verändernden Charts einmal selbst mit unterschiedlichen Beobachtungszeiträumen auszuprobieren, da u.a. auch absolute Zahlen (für iTunes USA) angegeben werden und nach Free Apps und Paid Apps unterschieden werden kann.
Die mobclix-Auswertungen der RSS Feeds aus dem App Store erhärten vergleichbare Ergebnisse der Metriken-Marktforscher bei Flurry, über die wir Ende 2009 berichtet hatten.