Auszeichnung für PDF.apptivator
Simply the best – die Initiative Mittelstand prämiert mit dem Innovationspreis-IT Unternehmen mit innovativen IT-Lösungen und hohem Nutzwert für den Mittelstand. Die Experten-Jury hat in der Kategorie Apps PDF.apptivator von Glanzkinder mit dem Prädikat BEST OF 2013 ausgezeichnet und auf die Apps-Bestenliste.de gesetzt. Dieses ausgezeichnete Produkt – eine Weiterentwicklung des Vorläuferprodukts PDF Activator – hat die Jury besonders überzeugt. Es gehört damit zur Spitzengruppe aus über 4.900 eingereichten Bewerbungen!
PDF.apptivator (hier im Video) ist ein flexibles und kostengünstiges System zur mobilen, zentral gesteuerten und kontrollierten Bereitstellung von Broschüren und sonstigen Dokumenten in Echtzeit (Mobile Content-Management/MCM): Präsentieren, Beraten, Verkaufen mit mobil verfügbaren, interaktiven Dokumenten. Die Lösung stellt Dokumente zentral gesteuert auf dem iPad und iPhone auch unterwegs bereit – Versionen für weitere Plattformen werden noch im laufenden Jahr vorgestellt.
Durch PDF.apptivator können PDFs als Input für Apps von jedem Grafiker, der eine PDF-Datei schreiben kann, auf einfachste Art und Weise erstellt und bearbeitet werden. Zugrunde liegt ein webbasiertes Content-Management-System (CMS). Was hier eingepflegt oder aktualisiert wird, ist sofort auch in der App sichtbar. Anzahl, Inhalt und Umfang der PDF-Dokumente liegen ganz in der Hand des Anwenders.

Auch aktive Links sowie Multimedia-Inhalte wie Bewegtbild (Video), Audio-Files, Fotogalerien etc. lassen sich komfortabel einbinden. Die Navigation in den Dokumenten wird mit Inhaltsverzeichnis und Lesezeichen (Bookmarks) erleichtert.

Über 50% Marktpenetration für Smartphones
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben den Report “2013 U.S. Digital Future in Focus” veröffentlicht. Diese jährliche Berichtsform untersucht basierend auf dem US-Markt aktuelle Digital-Trends – insbesondere in den Sektoren Mobile Business, Social Media und Werbung.
Den Autoren zufolge war 2012 auch in digitaler Hinsicht ein “Meilenstein-Jahr”. Im Rückblick darauf will die Publikation Trends für das laufende Jahr herausarbeiten und Handlungsempfehlungen u.a. für die Mobilbranche ableiten. Aus den Ergebnissen:
- Smartphones und Tablets übernehmen die digitale Führung – Smartphones haben laut comScore 2013 die digitale Landschaft weiter verändert und (in den Staaten) eine Marktpenetration von 50 Prozent erreicht. Auch Android hat die 50 Prozent-Marke übersprungen und ist und bleibt auf absehbare Zeit die führende Mobile Betriebssystem-Plattform.
Doch auch Tablets legen kontinuierlich zu: Im Dezember 2012 besaßen 52,4 Millionen US-Bürger ein oder mehrere Tablets. - E- und M-Commerce wachsen auf Kosten des konventionellen Handels – Trotz der allgegenwärtigen Krisen war 2012 laut Report ein starkes Jahr für E-Commerce, der bis zu vierfach schneller wuchs als der konventionelle Filialhandel und insgesamt um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf ein Volumen von knapp 290 Milliarden US-Dollar anstieg. comScore schätzt, das in 4Q12 von mobilen Endgeräten aus angestoßene Transaktionen bereits für rund 11 Prozent der E-Commerce-Umsätze verantwortlich waren.
- Ein zentrales Marketing-Thema warenund bleiben auch 2013 (immer häufiger mobil rezipierte) Online-Videos.
- Bing hat sich hinter Marktführer Google auf Rang 2 bei den Suchmaschinen gekämpft. Mobile Search bekommt immer entscheidendere Marketing-Bedeutung.
- Den Markt für Social Media sieht der Report als gereift. Facebook und sein Zukauf Instagram dominieren den Markt der Sozialen Netzwerke in den USA klar, doch Wettbewerber wie Twitter, LinkedIn, Pinterest, Tumblr, Yelp oder Zynga sollten im Auge behalten werden.
All-you-can-App u. LTE im Aufwind
Laut den “TMT Predictions” (Technologie-, Medien- und TK-Markt) von Deloitte differenziert sich die Zielgruppe der Smartphone-Nutzer und ihre Bedürfnisse immer weiter aus. Vor allem für kostenbewusste Nutzer wird laut der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft eine neue Tarifoption interessant: 47 Prozent der deutschen Mobilfunkkunden würden hiernach einen “All-you-can-app“-Tarif in Anspruch nehmen, wenn er angeboten würde. Gemeint ist ein Mobilfunktarif, der eine Flatrate für eine spezifische mobile Anwendung (App) oder Web Service bereitstellt. In Deutschland sind hier laut Deloitte vor allem Musik- und Videodienste vielversprechend. Weltweit, so ihre Schätzung, werden 2013 etwa 100 Mobilfunkanbieter bereits derartige Tarife anbieten.
Anders als bislang wird sich überdies laut diesen Vorhersagen die schnellere Technologie Long Term Evolution (LTE) deutlich stärker im Markt durchsetzen. LTE-spezifische Anwendungsszenarien seien jedoch auch 2013 Mangelware.
Beim Thema Smartphone müsse die Branche umdenken, lehren zumindest die “Predictions”: “Der Absatz steigt – und damit wird die Zielgruppe heterogener. Zu den Early Adopters der ersten Jahre kommen nun verstärkt auch weniger technikaffine Nutzer”. Das bedeutete unter anderem, dass mehr statt weniger Geräte ohne Datenvertrag eingesetzt werden – und es sollte bedingen, dass sich die Entwickler von B2C-Apps umgehend auf die Intuitivitäts- und Ease of use-Forderungen und -Standards der ersten App-Tage zurück besinnen. Entsprechend müssten sich naturgemäß auch die Vermarktungsstrategien der Anbieter ändern und ausdifferenzieren.
Jeder 5. nutzt mobiles Web
Sechs von zehn Bundesbürgern (42 Millionen Deutsche, 60 Prozent) besitzen internetfähige Mobiltelefone. 44 Prozent der Deutschen (31 Millionen) geben ausdrücklich an, im Besitz eines Smartphones zu sein. Dies geht aus einer gemeinsamen Untersuchung der Fachgruppe Mobile und des Online-Vermarkterkreises (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) hervor.
Dabei gehen jede Woche 13,7 Millionen Bundesbürger (19 Prozent der Gesamtbevölkerung) über ihr internetfähiges Mobiltelefon online (ein Zuwachs von 117 Prozent im Vergleich zu 2011), während 8,2 Millionen Deutsche (12 Prozent) über Tablets auf Online-Inhalte zugreifen.
Jüngere Altersklassen deutlich vorn
Bei der Nutzung nach der Altersverteilung liegen die jüngeren Jahrgänge der 16- bis 24-Jährigen vorne, gefolgt von den 35- bis 44-Jährigen. Die internetbasierte Nutzung der Mobiltelefone ist besonders bei Männern und in der Altersklasse der 16- bis 34-Jährigen beliebt. Beim Mobilen Internet via Tablet liegen die Altersklassen der 16- bis 24-Jährigen und 35- bis 44-Jährigen vorne. Die Mediennutzung der Tablets verhält sich im Geschlechtervergleich sehr ausgewogen. Im Durchschnitt surfen die Deutschen pro Woche bis zu acht Stunden im mobilen Datennetz.
2nd Screen
Die Besitzer von Tablets sind in Hinblick auf die crossmediale Mediennutzung sogar eher dazu bereit, auf andere Medien und Inhalte parallel zuzugreifen. Zwar surft nur etwa jeder zehnte Bundesbürger parallel zum Fernsehen mit dem Smartphone (9 Prozent) oder Tablet (7 Prozent) im Internet, jedoch mehr als die Hälfte aller Tabletnutzer (52 Prozent) gibt bereits an, den Fernseher nur eingeschaltet zu haben, während sie mit ihrem Tablet im Mobile Internet surfen. Bereits 31 Prozent der Besitzer von Tablets konzentrieren sich wiederum ausschließlich auf dieses eine mobile Endgerät, ohne andere Medien parallel zu nutzen.
Smart Device Usage
Mehr als 83 Prozent der Besitzer internetfähiger Mobiltelefone geben an, Fotos zu machen und Videos aufzuzeichnen. Bei Besitzern von Smartphones liegt dieses Nutzungsszenario mit 87 Prozent an der Spitze. Zwei von drei der Besitzer internetfähiger Mobiltelefone (66 Prozent) senden diese Daten an andere Kontakte oder teilen die Bilder und Videos über das Mobile Internet. Noch intensiver werden Smartphones dazu genutzt (73 Prozent).
Besonders rasante Tablet-Verbreitung
Laut aktuellen vom BITKOM verbreiteten FORSA-Zahlen nutzt bereits jeder achte Bundesbürger (9,1 Mio., 13 Prozent) einen Tablet Computer.
Die vom BVDW genutzten Zahlen stammen vom Interactive Advertising Bureau (IAB). Der OVK ist die deutsche Abteilung des OVK.
Lesetipp: i-Zine
“i-Zine” heißt ein Ende September erstmals in den Handel gekommenes Print-Magazin für iPhone-, iPod touch- und iPad-Anwender. Es soll künftig in einer Auflage von “ca. 50.000″ alle zwei Monate erscheinen. Die Erstausgabe beschäftigt sich auf 132 Seiten naturgemäß stark mit dem iPhone 5 und den Neuerungen von iOS 6. Für iPad 4 und iPad mini lag der Redaktionsschluss zu früh, der iPod touch wird in diesem Heft kaum behandelt.
Das Heft scheint auf ein Segment des Lesermarkts zu zielen, das lieber nicht mit der ComputerBild gesehen werden möchte und dem die mac & i viel zu technisch ist. Das kann man i-Zine nicht vorwerfen: Begriffe wie beispielsweise LTE werden in bewusst einfacher Sprache und aus mehreren Blickrichtungen erklärt: Das steckt dahinter, so schnell ist es (theoretisch), wo/bei wem gibt es LTE in Deutschland – und was kostet das alles?
Die wesentlichen Segnungen von iOS 6 werden auf vier Seiten abgehandelt, weitere drei Seiten Paartherapie sollen helfen, die Beziehung zu Siri verbessern – etwa durch eine Tabelle der Sprachbefehle für z. B. Emoticons, Zeilenschaltungen, aber auch römische Zahlen etc. Natürlich ist auch Zubehör ein Thema für die Redaktion: Den Vorstellungen in vier bis fünf Zeilen der Gadgets vom Kopfhörer bis zum Aufsteck-Beamer merkt man allerdings nicht an, ob sie auf einer Pressemitteilung oder einem Praxis-Test beruhen. Ausführlicher in einem gesonderten Artikel behandelt werden Sounddocks – allerdings ebenfalls ohne technische Daten wie “x-Wege-System” oder Frequenzgang etc. zu liefern.
Nützlichen Leser-Service stellt der “Tarifevergleich” bereit: 50 iPhone-Tarife sind hier tabellarisch aufbereitet. Eher schon Common Knowledge bringt wieder der Bereich “Troubleshooting – Wenn nichts mehr geht”. Schon seltener so dargeboten sind die Infos unter “iPhone weg – was tun” inklusive der Fernlöschung via iCloud und sinnvoller Vorbeugemaßnahmen. Eher rechtliche Aspekte rücken Beiträge zum Rückgaberecht im App Store und die Reparatur beschädigter iOS-Geräte in den Vordergrund. Weitere Texte beschäftigen sich mit iCloud (und den Alternativen), iMovie oder Alternativen zu Safari.
Besonderes Augenmerk legt die Redaktion nach eigener Aussage auf Apps – 250 davon werden in Würdigungen zwischen vier und 25 Zeilen behandelt und gemäß der aus dem App Store bekannten Fünf-Sterne-Skala bewertet. Es gibt die Kategorien Foto & Video, Musik, Info-Apps (allerdings ohne Themen wie RSS Reader, Flipboard, NewzSocial auch nur zu streifen), Helfer (systemnahe Tools), Freizeit, Finanzen, Wetter, Sport, Soziale Netze und natürlich eine lange Strecke Spiele. Schlechtere Bewertungen als *** sind uns nicht aufgefallen, insofern fällt das im Editorial versprochene “Unsere Leser erfahren immer ganz unverblümt, was wir denken” in der Praxis nicht gar so schonungslos aus.
Die herausgebende “Redaktionsagentur” Stroemung GmbH zählt folgende Medien zu ihren Referenzen: Apps & Co., Chip, com!, iPhone & Co., iPad & Co., MacDeveloper, magnus.de, PCgo, PC Professionell, PC-Welt, TecChannel. i-Zine-Chefredakteur ist einer der Agentur-Geschäftsführer, Michael Oliver Rupp. Das Magazin ist das erste von Stroemung in Eigenregie und auf eigene Rechnung erstellte Print-Produkt. i-Zine 01/13 erscheint am 07.12.12.
Fazit: *** Gelungene Erweiterung eines allerdings schon rappeldicht besetzten Segments. Der Einzelheftpreis von 8,90 Euro liegt im Mittelfeld, dafür wird allerdings einiger Gegenwert vor allem für iDevice-Novizen geboten.
(Einziges Problem: Versuchen Sie mal beim Zeitschriftenhändler Ihres Vertrauens laut “Die neue i-Zine bitte!” zu sagen und dabei ernst zu bleiben
)
Es ist ein .. mini!
Wie erwartet hat Apple gestern sein “iPadfolio” erweitert, u.a. mit dem einen stark veränderten Formfaktor aufweisenden iPad mini. Der Tablet-Knirps ist 23 Prozent dünner und 53 Prozent leichter als das iPad 3 – “so dünn wie ein Bleistift und so leicht wie ein Block Papier”, wie Philip Schiller bei der Präsentation schwärmte. Das Display des iPad mini ist nur 7,9-Zoll klein (also im Phablet-Bereich), soll auf dieser Fläche aber die selbe Anzahl Pixel wie das iPad 1 anzeigen. Das Gerät bietet eine FaceTime HD- und eine 5 Megapixel “iSight”-Kamera und soll Batterielaufzeiten von bis zu 10 Stunden erreichen. Der mini unterstützt Dual-Band 802.11n Wi-Fi mit bis zu 150 Mbit/s.3, das entspricht der doppelten Wi-Fi-Übertragungsgeschwindigkeit im Vergleich zu früheren iPad-Modellen. iPad mini ist auch als Wi-Fi + Cellular-Versionen erhältlich, die theoretisch auch für LTE1 und DC-HSDPA gerüstet sind.
Weiterhin wurde das iPad der vierten Generation präsentiert, das ein 9,7-Zoll Retina Display, den neu entwickelten A6X Chip und eine FaceTime HD Kamera besitzt. Auch hier spricht Apple von bis zu zehn Stunden Batterielauf- gleich Nutzungszeit.
OS, Preise, Verfügbarkeit
Beide neuen iPad-Modelle verfügen über den Lightning Connector und werden mit iOS 6 ausgeliefert. Das iPad mini wird in Deutschland ab 329 Euro kosten (16 GB; 32 GB: 429€; 64 GB: 529€). Das iPad 4 beginnt bei Preisen von 499 Euro (16 GB; 32 GB: 599 €; 64 GB: 699€). iPad mini mit Wi-Fi + Cellular und iPad 4 mit Wi-Fi + Cellular werden ein paar Wochen nach den Wi-Fi-Modellen verfügbar sein, die Preise beginnen hier bei 459 Euro bzw. 629 Euro. Die Vorbestellung in Deutschland ist ab Freitag, dem 26. Oktober möglich, die Geräte sollen am 2. November bereit stehen.
Update 06.11.12:
Wie Apple gestern mitteilte, sind am ersten Verkaufswochenende (also drei Tage nach der Markteinführung) bereits drei Millionen iPad mini und iPad 4 verkauft worden. Dies entspreche der doppelten Menge der 1,5 Millionen Wi-Fi-Modelle, die im März des Jahres vom iPad 3 an dessen ersten Verkaufswochenende abgesetzt werden konnten.
Lesetipp Judith Hoersch – Das asthmatische Röcheln..
Multimediale Koinzidenz: Die Autorin lernte der diensthabende Rezensent bei einem Konzert als Support der wunderbaren Nits kennen und schätzen. Judith Hoersch ist ein attraktives Energiebündel, sie ist Sängerin, Schauspielerin, professionelle Sprecherin. Und eben auch eine gute Autorin, wie dieser Band schlagend beweist: “Das asthmatische Röcheln des Kühlschranks bei Nacht – Skizzen aus einer großen Stadt”. Die enthaltenen “Skizzen” entstammen unterschiedlichsten Genres: Aphorismen (z. B. S. 4), Tagebuchartiges (S. 22, 28, 30), Lyrik in Versalien (S. 61), Listen (u.a. S. 10 u. 40), vor allem Kurz- und Kürzestgeschichten sowie Briefe und Zettelnachrichten (S. 12). Besagte Nachrichten sind dann auch bezaubernder weise in Judiths Handschrift einschließlich ihrer “Korrekturen” und im Original-”Layout” reproduziert, also etwa als linierte Zettel). Überhaupt Layout: Einzigartig wird das Buch auch durch die Illustrationen von Gestalter Jakub Kanior aka Flexn. Dessen Zeichnungen wirken häufig organisch, wie gewachsen, und beherrschen die technische Bildsprache von Explosionszeichnungen ebenso wie die kindliche des “Yellow Submarine”-Zeichentrickfilms. Eine echte Bereicherung, die dem “Kühlschrank” häufig eine weitere Ebene hinzufügt.
Zu den Highlights unter den Kurzgeschichten gehören jene der “x kommt zu Wort”-Serie, in der sich eine Politesse, ein Künstler, eine Empfangsdame und eine Marion in besonders lesenswerten inneren Monologen endlich mal “aussprechen” können. Apropos Marion: Namen sind hier wichtig. Bestimmte Figuren kehren in folgenden Geschichten aus anderer Perspektive wieder. Das trifft etwa auf Marion (S. 83 u. 86) und die Selbstmörderin Leonie zu (S. 24, 31, 102 u. 106), ein weiteres Beispiel ist der “Mann mit der Penny-Tüte” (S. 56 u. 65).
Trotz der “kleinen” Form, den auf den ersten Blick in sich abgeschlossen wirkenden kurzen Texten liest man sich unrettbar fest in diesem Buch, freut sich an den meist gelungenen Vergleichen (“Gefühle, die an mir liegen wie ein schönes Kleid”) und Beobachtungen (“Liebe ist die Muse der Trauer”). Und freut sich daran, der Autorin bei der Lektüre gleichsam etwas näher zu kommen. Systemimmanente Interpretation hin oder her – einige Dinge von ihr meint man schon kennenzulernen: Sie hasst Apple-Produkte fast so sehr wie Kälte (S. 88; wie Judith mitteilt, ist dies aber aktuell nicht mehr der Fall). Durch viele Zeilen scheint auf der anderen Seite ihre Liebe zu dringen – etwa zu Kuchen, Zigaretten, auf dem Fussboden verbrachte Nächten und – immer wieder – Küssen…
Starkes Werk! Fazit: ****
Das “Röcheln” ist für knapp 16 Euro als schön gebundenes Buch sowie für etwas über 10 Euro als E-Book in der Kindle-Edition erhältlich.
Lesetipp: Wired (Heft u. App)
Wikipedia, help me out please: “Wired ist ein durch eine Gruppe um Louis Rossetto und Jane Metcalfe im März 1993 gegründetes US-amerikanisches Technologie-Magazin. Das Magazin greift auch aktuelle Entwicklungen rund um Netzkultur, Architektur, Design und Politik auf. Es versteht sich als Medium der Geeks und Technik-Freaks. Wired gehört seit 1998 zum Condé-Nast-Verlag.”
Zu Testzwecken wurde uns freundlicherweise die Zweitausgabe (01-2012) zur Verfügung gestellt, die mit folgenden Titelzeilen auf dem Cover auch besonders mobileTicker-affin erscheint: “Wettrüsten – Smartphones mit Monster-Displays”, “Tumblr – Ein Mann stolpert über 800 Millionen”, “Der seltsame Fall des Kim DotCom” (Tolle, exklusive Illustrationen/Comics dazu von Rick Veitch, S. 59, 72 ff.). Die Coverstory titelt “Das Web steht vor dem Blackout – Wie es trotzdem weitergeht”. Für Spannung ist also schon mal üppig gesorgt, noch bevor man das 140 Seiten starke und aufgrund seines guten Papiers schwere Magazin erstmals aufblättert. Das Layout wirkt frisch, stark bildlastig und gefällig (eine Mischung aus alten “Datamation”-Heften und dem “IT-Director”-Stil), wenn auch teilweise nicht besonders lesefreundlich (graue Schrift im Inhaltsverzeichnis; teils sehr kleine, graue Schrift in Kästen und Bildunterschriften).
Inhaltlich gelingt vor allem durch originelle Ansätze das Kunststück, sowohl technisch interessierten Otto Normal-Lifestylern wie auch Fachleuten noch etwas zu bieten. Das wird Computerwoche & Co. nicht die (ohnehin spärlicher werdenden) Käuferfluten abgraben, stellt aber mal sicher eine mutige Bereicherung im sonst oft so piefigen deutschen Blätterwald dar. Dabei gehen die Beiträge schon aufgrund ihrer Kürze nie besonders tief. Beispielsweise die knappe Vorstellung von luluvise.com, einem Social Network nur für Frauen (“wir müssen draußen bleiben”
) hat unsereiner eben nicht auf Facebook (oder in der Brigitte), sondern hier gefunden. Oder die brillante Idee, Gebote und Verbote der Weltreligionen mal in einer Infografik zusammenzufassen (S. 24-25): alle Religionen verdammen den Ehebruch, Masturbation wird mal geduldet (Anglikaner), verdammt (Katholizismus, schiitischer Islam) oder “fast im positiven Sinne abgesegnet (im Tantra-Hinduismus)”! Das ist spannendstes Infotainment, das nebenbei noch dazu angetan ist, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen.
Relevante Themen und Autoren werden zuhauf gefunden: Etwa Amir Kassaei (DDB) zur “Markenwerbung im nächsten Zeitalter”. Oder Miriam Meckel zum personalisierten Internet (S. 44-45). Ich bin ausdrücklich nicht Meckels hier vertretener Meinung: Durch lernende Algorithmen wird uns vom “Netz” (Suchmaschinen, Soziale Netzwerke) nur noch angeboten, was uns interessiert und was wir daher ohnehin schon kennen. So würde “die Welt zu einem Hohlspiegel unserer individuellen Wünsche und Präferenzen und wir leiden irgendwann an Weltkurzsichtigkeit”. Aber lesenswert und diskussionswürdig ist das allemal.
Auch Gadgets dürfen natürlich in diesem Format nicht fehlen, doch Originalität auch hier: Auf den Schild gehoben werden etwa Technik(spiel)zeuge aus Holz (S. 54-55). Mobile Professionals dürfen sich auch auf “Das allsehende i” stürzen, Zubehör, welches das iPhone zu einem Camcorder ergänzt (S. 56-57). Der Beitrag zu “Phablets” (Zwitter zwischen Smartphones und Tablets) namens “Die Größe zählt doch” ist allerdings erwartungsgemäß nur eine bilderreiche, hübsche Doppelseite (S. 120-21) mit einem Infogehalt deutlich unterhalb entsprechender Computerbild-Aufbereitungen.
Die Erstausgabe erschien am am 8. September 2011 und wurde im Bündel mit der deutschen GQ verkauft – ein bizarres Bundling, doch das Edeltittenblatt kommt halt aus dem gleichen Verlag. Fürs laufende Jahr sind zwei Ausgaben geplant, die es auch wieder gebündelt mit der GQ geben soll. Wie es danach weitergeht, wird von den Verkaufszahlen abhängen… Die Wired-Printausgabe kostet 3,80 Euro pro Heft. Es gibt sie vorerst nur am Kiosk – zu Wired im Abonnement heißt es “im Moment gibt es diese Möglichkeit noch nicht”!

Doch stattdessen gibt es sämtliche Inhalte ja auch in einer iPad-App. Wir haben uns die kostenlos verfügbare Kennenlern- und Erstausgabe zu Gemüte geführt – und sind begeistert: Eine derartig spannende, interaktive Umsetzung von Lesestoff als App haben wir (jenseits von Flipboard) in Deutschland noch nicht gesehen. Das sieht schlicht cool aus, das macht Spaß (Vogelgezwitscher ertönt beim Aufblättern einer entsprechenden Seite), das funktioniert intuitiv und doch pfiffig (Eingebettetes Video läuft ab, wenn das iPad gedreht wird). Und da sogar einige Anzeigen interaktiv gestaltet wurden, fügt es diesen sonst hastig überblätterten Werbeträgern eine völlig neue Dimension hinzu: Gut für die Konsumenten, die Werbetreibenden und das Medium. Vermisst haben wir allerdings (im Gegensatz etwa zu in diesem Punkt beispielhaften Flipboard-Aufbereitungen) die Möglichkeit, Inhalte komfortabel zu teilen bzw. zu exportieren, auch Merk- und Anmerkungs-Funktionen scheinen zu fehlen. Trotz der ja offensichtlichen Kopierschutzproblematik vielleicht eine Anregung für Version 1.3? Version 1.2 der App unterstützt Retina-Displays. Die Erstausgabe ist wie gesagt kostenlos verfügbar, Folgeausgaben kosten (gut angelegte) 2,99 Euro.
Chefredakteur Print wie Online ist übrigens der ehemalige Ressortleiter Digital von Focus Online, Alexander von Streit. Gründungsredakteur Thomas Knüwer (u.a. indiskretionehrensache.de) unterstützt ihn als “Editor-at-Large”. Die Herren können auf Ihr Baby stolz sein – denn die deutsche Wired gehört zum Spannendsten, was man heute in Deutschland lesen kann. Fazit: **** (Print)
***** (iPad App)
Wired Deutschland, die iPad App.
Redaktionsblog: mehr Infos zu Wired Deutschland in Print/Online.
Maps Coordinate: Mobile Teams organisieren à la Google
In einem Blogpost stellt Google eine Erweiterung von Google Maps mit einigem Potenzial für Unternehmen vor. Besonders interessant ist Maps Coordinate für Organisationen mit Außendienst (Vertrieb/Mobile Salesforce, Service-Techniker: Die Lösung besteht aus einer Konsole in der Unternehmens- oder Einsatzleitzentrale sowie den Google Android Apps auf den mobilen Endgeräten der Mitarbeiter. Der Administrator der Webkonsole kann die Mobile Pros orten und ihnen Aufgaben bzw. Auftragsdetails on the fly zuweisen. Treten Probleme auf, sind Videokonversationen vorgesehen, bei denen der Mitarbeiter vor Ort das Problem auch zeigen kann. Datenerhebung (Betriebsdatenerfassung bzw. BDE) via App ist ausdrücklich vorgesehen.
Heise.de zum Thema: “Maps Coordinate gehört zwar zum Cloud-Dienst Google Apps, kann jedoch auch einzeln gebucht werden. Bis Ende August 2012 kostet die Nutzung 15 US-Dollar monatlich pro Mitarbeiter. Der Dienst steht auch in Deutschland zur Verfügung. Die Android-App läuft mit den Betriebssystemversionen 2.3, 3.0 und 4, für die Web-Konsole können Internet Explorer ab Version 8, Chrome ab Version 16 und Firefox ab Version 8 genutzt werden.”
Spannend: Sogar innerhalb von Gebäuden soll die Technik anwendbar sein, wenn deren Plan Google bekannt ist – das könnte die Einsatzleitung beispielsweise für Wartungsarbeiten in Großgebäuden oder Industrieanlagen nochmals vereinfachen – hat aber natürlich auch einen Sicherheitsaspekt… Überhaupt bleibt abzuwarten, was deutsche Betriebsräte zu dieser Google-Technologie sagen werden, die zwangsläufig auch Zeitstempel, zurückgelegte Wege etc. mit erfasst und verwaltet.
Post-PC: 3 Key Implications for the “Mobile Era”
Laut dem IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner treten wir in die “post-PC”-Ära bzw. die Ära des Mobile Computing ein – sowohl was Endverbraucher wie Unternehmen angeht. Gartner hat aus dieser Erkenntnis drei zentrale Implikationen abgeleitet, die CIOs und IT-Verantwortliche beachten sollten:
- 1. Feststellen des Jetztzustands (“Legacy Assessment”); Feststellen des Sollzustands (Bedarf) bei Mobilen Apps in den kommenden 18 Monaten in den Sektoren B2E (Business-to-Employee), B2C und B2B. Vor der eigentlichen Entwicklung sollte die Implementierung einer Software-Architektur und eines Tool-Frameworks stehen, das auch für die die “context-aware” Apps der Zukunft gerüstet ist. Gleichzeitig haben sich die Entwicklungswerkzeuge dem Wandel von Desktop-centric zu Mobile-centric User Interface Design anzupassen. Weitere bedeutende junge Entwicklungsthemen sind: Audio- und vor allem Video-Integration, Spracherkennung/Sprachsteuerung, Gestensteuern, Mustererkennung/Gesichtserkennung.
- 2. Apps der Zukunft werden nicht nur anders/komfortabler bedient, sie liefern auch mehr und bessere Daten zurück: Tracking von beispielsweise Anwenderreaktionen, Geodaten- oder sozialer Kontext wird zu einem noch größeren Thema als heute schon. Besagte Software-Architekturen werden es darüber hinaus gestatten, Prozesse über mehrere Apps und mehrere Endgerätearten hinweg zu unterstützen.
- 3. Unternehmen und Organisationen sollten laut Gartner bereits jetzt taktisch in Entwicklungswerkzeuge investieren. Besondere Bedeutung wird hierbei dem Bereich HTML5 als kleinstem gemeinsamen plattformunabhängigem Nenner sowie Strategien für (automatisierte) Softwaretest-Szenarien und HelpDesk/Support zukommen.
Mehr Informationen im Gartner Report “Mobile Applications and Interfaces: New Approaches for a Multichannel Future” der hier geordert werden kann.