Abhörschutz: Mobile Security für Unternehmen
Milliardenverluste durch Wirtschaftsspionage – mehr denn je ist Unternehmen anzuraten, sensible Firmendaten durchgängig zu sichern. Das gilt laut Secusmart GmbH (CeBIT, H12, Stand B66) auch und gerade für die mobile Kommunikation. Das Düsseldorfer Unternehmen hat Secure Voice- und Messaging-Lösungen entwickelt, die plattformübergreifend (= für Android, BlackBerry u. iOS verfügbar), “Abhörschutz auf sehr hohem Sicherheitsniveau” bieten sollen, die sogar “exakt auf die Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten” sind. Diese werden Anwenderunternehmen ebenso angeboten wie Mobile Network Operators MNOs bzw. Mobile Virtual Network Operators MVNOs.
Die SecuVoice-Technik sichert laut Anbieter auch SMS vor Lauschangriffen. Seit 2009 wird die Verschlüsselungstechnik von deutschen Bundesbehörden genutzt. Auch Kanzlerin Angela Merkel telefoniert mit der abhörsicheren SecuVOICE-Lösung. Die verwendete Verschlüsselung) orientiert sich am Standard für die “Sichere Netzübergreifende Sprachkommunikation” (SNS) des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Mobile Markeninszenierungen Fehlanzeige?
Konsumenten benutzen bereits seit vielen Jahren Smartphones, auf wirklich anspruchsvolle mobile Markeninszenierungen und Erlebnisse müssen sie jedoch meist noch verzichten. So jedenfalls ein zentrales Ergebnis der von SapientNitro durchgeführten Studie “Insights 2012″. In diesem 100-seitigen Werk geben die Digital-Marketing-Experten laut eigener Auskunft “Empfehlungen für zeitgemäße Markenerlebnisse”: Das Themenspektrum reicht dabei vom M-Payment bis hin zu “Cloud-unterstützten nahtlosen Multichannel-Erlebnissen” (?). Für die nicht repräsentativen Aussagen der Studie hat das Unternehmen 20 “Experten der Mobilbranche” befragt und “heuristische Analysen” herangezogen. Auf einer eigenen Scorecard bewerteten die Befragten überdies einzelne Apps in den Kategorien “digitale Brieftasche”, “Mobilnutzung im Store” (?), “integrierte Kundenerfahrungen”, “Location-based Services” sowie “Zukunftstechnologien”.
Aus den Ergebnissen:
- Aufgrund schlechter Erfahrungen schaffen es 80 Prozent aller Mobile Apps beim Nutzer nicht über die Ausprobierphase hinaus.
- Zentral für die Mobile-Payment-Akzeptanz sind Loyalitätsprogramme, einfache Rücknahme- bzw. Coupon-Systeme und Echtzeitangebote.
- Bei den meisten “In-Store Mobile-Apps” handelt es sich laut Report um “schlecht integrierte Pilotanwendungen und Mobile-Sites” (?) mit geringer Akzeptanz. Das meiste Potenzial auf der Scorecard zeigten die Apple Store App, Home Depot und Best Buy Reward Zone.
- Mobile-Experten halten kaum überraschenderweise vor allem neue Technologien für wichtig, die “eine Brücke zwischen physischer und digitaler Welt schlagen”. Zu diesen gehören laut Studie Augmented Reality, Bewegungs- bzw. Gestenerkennung, Telematik und Spracherkennung.
Eine Präsentation zum Thema kann hier betrachtet werden.
kostenloser Download des Reports “Insights 2012″ als PDF
Tablets, App-Programmierung u. Stores sind Top 10-Themen
Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat erneut “die zehn wichtigsten strategischen Technologien und Trends für einen Großteil der Unternehmen” im kommenden Jahr aus seiner Sicht definiert. Als strategisch definiert Gartner dabei eine Technologie, die das Potenzial hat, in den kommenden drei Jahren signifikanten Einfluss auf die Unternehmen auszuüben. Signifikanterweise haben die Consulter Tablets, Apps und App Stores in den Top-10-Strategiekanon für 2012 aufgenommen.
- Media Tablets: Anwender können beim Mobile Computing unter einem wachsenden Angebot wählen – auch was den Formfaktor betrifft. Die Analysten glauben, dass auf absehbare Zeit keine Betriebssystemplattform, keine Größe und kein Hersteller allein dominant sein wird, so dass sich Unternehmen darauf einstellen sollten, bis 2015 ihre kritischen Anwendungen auf “two to four intelligent clients” zu unterstützen – prächtige Zeiten für die App-Programmierung! Allerdings wird auch HTML5 eine große Zukunft vorhergesagt. Die Hälfte der Lösungen, die 2011 als Native Apps realisiert werden, sollen bis 2015 als Web-Apps programmiert werden.
Organisationen benötigen laut Gartner zwei Mobil-Strategien: a) eine für Business-to-Employee (Mitarbeiter, b2e), b) eine für Business-to-Consumer (b2c). - Gartner prophezeit überdies, dass sich das Nutzerinterface-Paradigma fundamental ändern wird: Von Fenstern, Icons und tabellarischen Menüs hin zu Gestensteuerung, Touch, Sprachsteuerung (vgl. “Siri”), verbesserter Suche und Video.
- Mobile App Stores: Bis 2014 werden laut diesem Forecast pro Jahr über 70 Millarden mobile Anwendungen aus Mobile App Stores heruntergeladen. Dabei soll sich der Fokus zunehmend von einem reinen Endverbraucher- zu einem auch-Unternemens-Einsatz-Phänomen verschieben, woraus auch Unternehmens-App Stores resultieren.
Weitere Top 10 Technogies and Trends: “Internet of Things” (IoT; inklusive u.a. Near Field Communication [NFC] und Bilderkennung/-verarbeitung); Green IT; Cloud Computing.
Eine weitere interessante Gartner-Prognose besagt, dass Unternehmen bis zum Jahr 2015 50 Prozent ihrer Internetverkäufe über ihre Social Media-Auftritte und ihre mobile Apps generieren werden.
App-Porträt: Taxicaller
Wie für moderne Job-Nomaden gemacht klingt, was die talex mobile solutions GmbH mit Taxicaller anbietet: Ein Knopfdruck in der kostenlos abgegebenen App soll genügen, um ein passendes Taxi zu rufen. Via GPS-Ortung lokalisiert die App die genaue Abholadresse und sucht nach (teilnehmenden) Taxizentralen in der Umgebung. Wird die Bestellung dort angenommen, folgt die Bestätigung direkt auf das iPhone. Dazu ruft das Voice Portal von CreaLog im Hintergrund die Taxizentrale an und soll so den kompletten Bestellvorgang für den Kunden erledigen.
Über die iPhone App sol man auch Reservierungen tätigen und Sonderwünsche (“Stretch-Limo”
äußern können. Der deutschlandweite Service startet zunächst mit 5.000 Taxiunternehmen und -zentralen im Bundesgebiet und ist für Kunden und Taxiunternehmen ebenso kostenlos wie der Programm-Download. Das App-Projekt ist werbefinanziert.
Verwirrend: In der Pressemitteilung heißt die in Rede stehende App “taxi-caller”, im App Store aber “Taxicaller”. Vom selben Unternehmen wird als TaxiButton eine weitere App mit identisch wirkender Funktionalität angeboten… Diese App gibt es auch für Android.
Sonntagsfrage: iPhone und Sehbehinderung?
Glanzkinder – App-Systemhaus und Macher von mobileTicker – stellt aktuell Überlegungen zu einem App-Projekt für Sehbehinderte und Blinde an, wobei es ausdrücklich nicht um die ‘zig Apps zur Farbenblindheit geht.
Eine erste Netzrecherche zum Thema förderte immerhin zutage, dass es sogar einen iPhone-Eintrag auf blind.wikia gibt! Weitere Fundstellen auf u.a. gizmodo, tuaw oder dem accessability.blogspot beschäftigen sich primär mit Methoden, wie das iPhone über VoiceOver-/Vorlese-Technologie auch für Menschen ohne oder mit stark eingeschränkter Sehleistung bedienbar gemacht werden kann.
Apple selbst hat eine eigene Seite zum Thema. Die dort getroffenen Aussagen werden allerdings hier teils deutlich relativiert…
Von daher auch unsere heutige “Sonntagsfrage” an die besten Leser der Welt: Gibt es Blinde oder Sehbehinderte unter den mobileTicker-Lesern? Dann melden Sie sich doch bitte per E-Mail oder Telefon (015115665545) bei uns. Oder kennen Sie blinde oder stark sehbehinderte Smartphone-Nutzer? Dann stellen Sie bitte für uns den Kontakt zu diesen her, da wir sehr an ihren Erfahrungen interessiert sind. Jedem, der sich in dieser Angelegenheit bei uns meldet, winkt bevorzugte Behandlung bei unserer nächsten Give-away-Aktion
.
Studie: TK-Markt 2009
Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland werden 2009 auf rund 62 Mrd. Euro sinken. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang um 3,6 Prozent. Ursache sind unter anderem weiter sinkende Endkundenpreise. Im Festnetzbereich können alternative Anbieter (+0,4 Mrd. €) und Kabelnetzbetreiber (+0,6 Mrd. €) zulegen. Trotz steigender Minutenzahlen und Datenumsätze sinkt der Umsatz im Mobilfunk um 1,8 Milliarden Euro auf 23,6 Milliarden Euro (-7%). Das sind Ergebnisse der elften gemeinsamen TK-Marktstudie vom Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienstleistungen (VATM) und Dialog Consult, die in Frankfurt a. M. auf der Kongressmesse VOICE+IP Germany vorgestellt wurde.
Die Verbraucher telefonieren 2009 902 Millionen Minuten täglich – und davon mehr per Handy als im Vorjahr: Die Mobilfunknutzung nimmt mit 253 Millionen Verbindungsminuten pro Tag weiter zu. Damit erhöht sich der Anteil des Mobilfunks auf mehr als ein Drittel (28 Prozent). Marktführer im Mobilfunk sind weiterhin T-Mobile und Vodafone mit Marktanteilen von 30,5 beziehungsweise 28,8 Prozent. Der Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wächst 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 auf 27 Prozent. Mehr als die Hälfte dieser Umsätze resultieren mit 13,7 Prozent aus der Datenübertragung. Trotz leicht zurückgehender SMS-Umsätze – durch Flatrates bedingt – tippen die Deutschen weiterhin immer mehr SMS. Die tägliche Zahl der Kurznachrichten per Handy steigt 2009 auf 81,8 Millionen (+4,4 Millionen). MMS spielen hingegen weiterhin mit 640.000 Nachrichten pro Tag eine geringe Rolle.
Ausblick: Mit Blick auf die konkrete Marktentwicklung in 2010 gehen Prof. Dr. Torsten J. Gerpott, der die TK-Marktstudie wie in den Vorjahren mit der Dialog Consult GmbH im Auftrag des VATM erstellt hat, und VATM-Präsident Gerd Eickers davon aus, dass der Gesamtmarkt weiter schrumpfen wird – aber in geringerem Maße als 2009: “Wir schätzen, dass der Markt aufgrund weiter sinkender Endkundenpreise insgesamt um zwei bis drei Prozent zurückgehen wird.”
Zum Download der Studie (5,6 MB) geht es hier.
VoiceCorp: App liest RSS-Feeds vor
VoiceCorp hat eine App Anwendung für das iPhone und den iPod Touch entwickelt, mit der sich Anwender Inhalte von Webseiten vorlesen lassen können. Voraussetzung dafür ist, dass auch die Betreiber dieser Webseiten VoiceCorp-Software installiert haben. Der dann mögliche automatisierte Podcast-Dienst basiert auf dem ReadSpeaker podCaster. Bei der App handelt es sich um einen Podcast-Player für das iPhone, der aus einem RSS-Feed eine Audio-Version erstellt und diese vorliest. Neben dem iPhone ist die Anwendung auch auf Android-Telefonen verfügbar; in Kürze werden Versionen für BlackBerry und Java folgen.
“Mit Hilfe der auf unserem ReadSpeaker podCaster basierenden iPhone-Anwendung werden Web-Inhalte für eine größere Zielgruppe zugänglich gemacht, da man hiermit genau jene Menschen erreicht, die sich Nachrichten und andere Web-Inhalte lieber anhören anstatt sie zu lesen”, erläutert Niclas Bergstrom, Geschäftsführer von VoiceCorp. “Dies kann von Menschen mit Leseschwäche bis hin zu Geschäftsleuten reichen, die die neuesten Nachrichten hören möchten, während sie mit etwas anderem beschäftigt sind.” Die iPhone-Anwendung steht Anbietern von Web-Inhalten weltweit ab sofort zur Verfügung. Ein Pilotanwender ist beispielsweise Upsala Nya Tidning (UNT), eine der größten Tageszeitungen Schwedens.
iTunes-Link zur VoiceCorp App “audioMob”
iTunes-Link zur “UNT” App
iPhone zum Diktat: jetzt in v 1.52
Die DictaNet Software AG gibt die Verfügbarkeit von DictaNet Mobile for iPhone 1.52 bekannt. Damit können Diktate jetzt direkt aus der App via “ra e post” versendet werden. Wer noch kein ra e Kunde ist, kann sich unter www.ra-e.de registrieren. Die Nutzung ist bis 2010 kostenlos und soll dann 1 Cent pro angefangenes Megabyte kosten. Als Zusatzoption kann auch die Spracherkennungslösung “Dragon für DictaNet” (derzeit aktuelle Version 10) genutzt werden. Hierbei entstehen allerdings zusätzliche Kaufkosten für das Modul. Diktate, die mit Spracherkennung erstellt wurden, werden als Sprach- und Textdatei verschickt, so dass der Empfänger die in Text umgesetzte Datei gleichzeitig mithören und dann entsprechend korrigieren kann. Die Erkennungsrate beginnt bei ca. 96% an und kann lt. DictaNet durch Training und Korrektur auf 99-100% gesteigert werden. Derzeit werden ca. 160 Wörter pro Minute umgesetzt, dass sind (im Schnitt von ca. sieben Buchstaben je Wort) dann ca. 1.120 Buchstaben = Anschläge/Minute. Bei Nutzung von DictaNet Mobile for iPhone ist eine “Hintergrundspracherkennung” integriert. Das heißt, die Diktate werden dann nicht direkt am Bildschirm in Schrift umgesetzt.
Diktate, die mit DictaNet Mobile for iPhone verfasst wurden, können derzeit nur per WLAN oder Addhoc “versendet” werden. Die E-Mail-Variante ist laut Hersteller für Version 1.53 geplant.
Version 1.52 kostet wie die Vorversion 49,99 Euro. Käufer von v 1.51 erhalten das Update kostenlos. Mit DictaNotes wird auch eine abgespeckte Version gratis angeboten.
UPDATE 14.09.: Die neue DictaNet Mobile for iPhone Version 1.52 ist ab sofort zum reduzierten Preis von 9,99 Euro verfügbar.
Google App entfernt
Apple hat zwei Google Voice-Anwendungen aus dem App Store geworfen. Laut dem Informationsdienst TechCrunch würden GV Mobile und Voice Central die Funktionen des iPhones kopieren. Die Seite vermutet hinter der Ablehnung den Mobilfunkanbieter AT&T. Da Benutzer über die Google Voice-Anwendungen kostenlos Nachrichten versenden und kostengünstig telefonieren können, seien die AT&T-Umsätze gefährdet.
Mach einen (Voice)Safe aus deinem iPhone
Gerade iPhones gehen ja gerne einmal von Hand zu Hand, wenn Apps gezeigt oder ausprobiert werden sollen. Nun sollen die Zeiten vorbei sein, in denen das beste Stück (zu) neugierigen Mitmenschen in derartigen Momenten persönlichste Geheimnisse über den stolzen Besitzer verrät. Denn eine Münchner Softwarefirma hat dagegen jetzt den Voicesafe entwickelt, einen mobilen Geheimnisspeicher, der nur mit der Stimme des Besitzers zu öffnen ist. Voicesafe soll PINs von EC- oder Kreditkarten, Passwörter für Online-Dienste etc. speichern. “Vergessen Sie Ihre Passwörter, das ist sicherer. Ihre Stimme ist Ihr Passwort”, wirbt Hersteller Voicetrust AG mutig. Voicesafe für das iPhone ist ab sofort im AppStore erhältlich. Eine kostenlose Version steht zum vierwöchigen Test bereit, ab 15. Juni gibt es eine Kauflizenz. Abwarten, ob die dann mit Hustenbonbons ausgeliefert wird, damit der Zugriff auf Voicesafe auch immer gelingt…
Mehr zu Voicesafe
Mehr zu Voicetrust