Led Zeppelin iBook: Sound, Fury And Multimedia
Ein wenig außer der Reihe hier der Hinweis auf den E-Book gewordenen Prachtband “Led Zeppelin: Sound And Fury”, der ausschließlich als Apple iBook vertrieben wird. Denn erstens ist er ein schönes Beispiel dafür, was mit Apples Authoring-Lösung iBooks Author alles möglich ist, wenn halt der Input stimmt. Zweitens sind Led Zep ja nun mal nicht von ungefähr eine der berühmtesten Bands des Planeten. Und drittens … naht schließlich gerade das Wochenende, der Sommer, die Festivalsaison…
Der gefeierte Rock-Fotograf Neal Preston hat die britische Rock-Legende Led Zeppelin immer wieder begleitet und sich einen Status als “Hoffotograf” erarbeitet, dem die teils doch leicht kapriziösen Stars rundum vertrauten. Leser dieses digitalen Buches profitieren von diesem Umstand noch heute durch die phantastischen Bilder die vor, neben und hinter der Bühne aufgenommen wurden und auch andere Stationen des Rock’n Roll-Zirkus wie den Band-eigenen Flugzeugen, leidgeprüften Hotelzimmern u.v.m. zeigen.
Die über 250 Bilder – 100 davon erstmals veröffentlicht – ergeben ein wahres Augenfest, das durch die zahlreichen Hintergrundinformationen sowie den sinnfällig hinzugefügten multimedialen Content noch intensiver wird: Da gibt es ein Vorwort von Stevie Nicks (Fleetwood Mac); Interviews mit handelnden Personen wie z. B. leitenden Mitarbeitern von Atlantic bzw. Led Zeps eigenem Label Swan Song; Testimonials von Musikern, die sich als von der Band beeinflusst outen, z. B. von John Petrucci, Dream Theater, es gibt Setlists u.v.m.
Das nur für das iPad erhältliche iBook setzt iBook 2.0 oder neuer sowie iOS 5 oder höher voraus. Auf einem iPad 1 lief es akzeptabel, aber mit teils spürbarem Ruckeln bzw. Wartezeiten. “Sound And Fury” kostet für dieses Angebot fair erscheinende 6,99 Euro.
Fazit: ****
Ausführliche Rezension von “Sound And Fury”
PS 12.05.: Wieder mal Wochenende, wieder mal Zeit für eine exzellente Musik-App (iPad) aus dem Hause Rhino/Warner Music, die diesmal den Doors gewidmet ist. Fazit: ****
Ausführliche Rezension von The Doors hier
Enterprise Messaging à la Sybase 365
Sybase 365 LLC, ein Tochterunternehmen des SAP-Unternehmens Sybase, hat mit Sybase Push 365 einen neuen Messaging-Dienst angekündigt. Der mobile, App-basierte Push-Messaging-Service soll Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihre Kundenbindungen zu stärken und zu pflegen. Der Service nutzt aufgrund einer mit Urban Airship deren Plattform für mobiles App-basiertes Push-Messaging, App-Interaktion und App-Monetarisierung.
Dies soll die bisherigen Angebote zur Kundeninteraktion von Sybase 365 via SMS-Nachrichten bis hin zu IP-basiertem App-Messaging für Smartphones und Tablets mit Mobilfunk- wie WiFi-Anbindung ergänzen. Urban Airship ist laut Sybase einer “weltweit meistgenutzten Services für Push-Benachrichtigungen, In-App-Käufe und Abonnements”. Das Unternehmen liefert Milliarden von Nachrichten pro Monat für weltweit bekannte Marken wie Accenture, CBS Interactive, Groupon, Macy’s oder Warner Bros. aus.
Paid Content im (mobilen) Internet
Springer hatte mit Ankündigungen vorgelegt und auch die meisten anderen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage nicht nur in Deutschland denken derzeit mehr oder weniger laut darüber nach, wie sich mit News im Internet nicht vielleicht doch noch Geld machen lässt – wenigstens soweit es die mobile Nutzung betrifft. Der Markt erinnert einige Marktteilnehmer an die Situation mit dem World Wide Web Ende der 90er Jahre. Er ist gigantisch (TNS Infratest zufolge nutzen heute bereits 16 Prozent der Deutschen mobile Internet-Angebote) und von dynamischen Wachstumserwartungen geprägt. Besonderes Interesse findet hier naturgemäß der Teilmarkt iPhone/iTouch. Gerade kündigte der US-Sender CNN (Time Warner) eine kostenpflichtige iPhone App an. Auch das in print wöchentlich erscheinende Politmagazin “Spectator” will ein Abonnement-Modell einführen. Die Installation des Programms soll einmalig etwa 0,65 Cent kosten, für den Abruf der aktuellen Ausgabe wird jeweils nochmals der gleiche Betrag aufgerufen.
Für Springer hatte Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner die Marschrichtung verdeutlicht: “Für das iPhone von Apple entwickeln wir so genannte Apps, also kostenpflichtige Angebote, über die man dann welt.mobil, bild.mobil oder computerbild.mobil bezahlt und quasi abonniert.” Daneben sollen auch einige Inhalte von Regionalzeitungen, zum Beispiel das Hamburger Abendblatt oder die Berliner Morgenpost, im Internet künftig kostenpflichtig werden.
In den Startlöchern für den Run nach Refinanzierung steht offensichtlich auch das App-Angebot des renommierten Wall Street Journal und liefert damit gleichzeitig einen Präzendenzfall für App-Kostenpflichtigkeit durch die Hintertür: Nach Aufruf der WSJ-App erfahren wir, dass die Nutzung ab 24.10.2009 kostenpflichtig wird. Wer sich bereits jetzt dafür registriert, dem werden weitere drei Monate kostenloser Nutzung versprochen.
Egal, ob die App nun kostenpflichtig oder -frei werden soll: Glanzkinder, die Macher von mobileTicker und zahlreichen weiteren GlanzApps hat bereits bedeutende europäische Medienkonzerne, Handelsketten etc. in den App Store gebracht und freut sich über Anfragen zu iPhone Programmierung und Android Programmierung in den Bereichen Medien, Handel oder Marketing.
Infos und Kontakt zu Glanzkinder