Lesetipp: smart developer
Schon erstaunlich, was sich im Markt der auf das Mobile und mithin Digitale fokussierten Printblätter derzeit tut. Man könnte ja meinen, dass sich gerade die Klientel der Entwickler über diesen vielleicht schnellsten aller Märkte primär online – und dies zunehmend auch mobil – informiert. Dennoch gibt es ab sofort für die Nische “Entwickler für Mobile” sogar eine Alternative zum Mobile Developer. Diese steht unter dem Namen “Smart Developer” im gut sortierten Zeitschriftenhandel und kommt aus dem Hause Linux New Media AG (vgl. u.a. Print: Linux_Magazin, Admin, Linux User UbuntuUser; Online: linux-community.de). Wir haben uns Ausgabe 02/11 zu Gemüte geführt.
Das 100 Seiten starke Magazin irritiert ein wenig mit seiner im Bereich News von anderen Heftteilen deutlich abweichenden Typo und 3spaltigem Layout. Die sonstige Gestaltung ist unauffällig und nur selten mißglückt (ein Info-”Kasten” füllt S. 51 fast kpl.). Druck und Papier sind gut. Die testgelesene Ausgabe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Trendthema plattformübergreifende Programmierung. “Programmieren Sie plattformunabhängig mit HTML5 & Co.” lockt denn auch die Titelzeile auf dem Cover. Im Schwerpunkt werden die GUI-Library Jo und die wirklich sehr interessante JavaScript-Library Phonegap im Detail und mit vielen Code-Beispielen vorgestellt (S. 12-18).
S. 20-23 gehören der Programmiersprache Monkeycoder, ein weiterer Beitrag von einem bei United Planet tätigen Autoren beschäftigt sich mit “Mobile Business Apps” nur aus dem Intrexx-Blickwinkel. Weitere vier Seiten verwendet die Ausgabe auf Smartphone Apps mit IBM EGL. Da hätten wir bei diesem Fokus-Thema Infos zu verbreiteten und vielversprechenden Ansätzen wie den von Sencha,
Appcelerator, Rhomobile,
MoSync oder natürlich Adobe vorgezogen.
In der Rubrik Hardware treten das Dell Venue Pro mit Windows Phone 7, Motorola Defy, HTC Desire HD, Huawei Ideos X5 sowie das Samsung Wave II ins Rampenlicht.
Sehr zielgruppenorientiert wirkt “Diese fünf iPad Apps sind Pflicht für Entwickler” aus der Rubrik Praxis, das beispielsweise iMockups empfiehlt. Dem Blick über den iOS- und-/oder Android-Tellerrand heben soll “Apps für MeeGo entwickeln” von einer Intel-Mitarbeiterin (S. 47-49). Warum dieser Artikel nicht in der Folgerubrik Entwicklung untergekommen ist, wird nicht ganz deutlich, zumal er auch Listings enthält. “Gesichtserkennung mit Bada” ist das Thema von S. 66-70, das deutlich über ein “Hello World” hinausgeht. Beiträge zur Programmierung mit ActionScript für das BlackBerry PlayBook, zur WebOS-Entwicklung mit Ares und 3D-Grafik mit OpenGL für Android runden die so inhalts- wie abwechslungsreiche Rubrik ab. Die Heft-DVD enthält SDKs zu Android, Bada (1.2.1), MeeGo (1.2) WebOS (2.1) sowie Qt-Nokia.
Die Einzelausgabe kostet 7,90 Euro, das Jahresabo 26,90 Euro in der Print-Version (4 Ausgaben + 4 DVDs) oder 23,90 Euro als Digital Subscrition (PDFs). Fazit: Beobachtenswerte Bereicherung des Spektrums.
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“Komfortlader” WiLax lädt Smartphones kabelfrei
Relax: Ohne Kabelgewirr und einfach nur durch Auflegen kann laut Anbieter Ansmann der “Komfortlader” WiLax Smartphones verschiedener Hersteller wieder aufladen. Dazu wird das Handy einfach auf die schräge Ladestation gelegt. Dabei ergibt sich durch die Keilform ein gewollter Nebeneffekt: Auch aufgelegte Geräte können bequem abgelesen und bedient werden. Um geladen werden zu können, muss das jeweilige Mobilgerät allerdings entweder mit einer speziellen Schutztasche (iPhone 3, 4 und iPod touch) oder einer modifizierten Rückwand (z. B. Samsung Galaxy 9000S / Wave 8500 oder BlackBerry Bold 9700) mit dazugehörigem Akku ausgestattet werden. Das iPhone Case ist wahlweise mit oder ohne zusätzlichem eingebautem Akku lieferbar. Ein ZeroWatt-Technologie genanntes Feature soll dafür sorgen, dass ohne aufgelegtes Gerät kein Strom verbraucht wird. Geplante Auslieferung ab Ende 2010, Preise wurden noch nicht genannt.

Samsung visiert in Europa 30% Marktanteil an
Laut Dow Jones Newswires peilt Samsung in Europa 30 Prozent Marktanteil im Handygeschäft an. Der südkoreanische Hersteller ist heute bereits zweitgrößter Handyproduzent nach Nokia und hat 2009 in Europa 54 Mio. Mobiles verkauft – was 25 Marktanteil entspricht. Mit einem zweistelligen Wachstum bei Absatz und Umsatz will CEO Sang Heung Shin 2010 die 30 Prozent-Hürde knacken. Das Wachstum soll u.a. durch die bada-betriebenen Geräte wie das in Barcelona vorgestellte Wave, aber auch durch Android-Smartphones wie Behold II, Galaxy oder das I7500 generiert werden. Samsung möchte seinen Smartphone-Absatz dieses Jahr verdreifachen.