App-Entwicklung: Einkünfte, Plattformen, Kosten
Die Analysten von VisionMobile haben die aktuelle Version ihrer jährlichen Analyse zum Mobile Business vorgestellt, wie heise.de berichtet: “Im Branchenreport Developer Economics 2011 wird der Frage nachgegangen, wie Entwickler und Unternehmen in der mobilen App Economy ihr Geld verdienen. Besonders die Rolle der Entwickler hat sich dem Bericht zufolge in den letzten Jahren deutlich gewandelt – spielten Entwickler früher noch eine untergeordnete Rolle als reine Dienstleister, würden Unternehmen heute darum wetteifern, wer die größte Entwickler-Community um sich versammeln könnte. Daher seien Entwickler inzwischen die maßgeblichen Innovatoren der Branche. Entsprechend spielen die technischen Rahmenbedingungen einer Plattform eine wichtige Rolle, auch für den wirtschaftlichen Erfolg einer App.
Symbian und JavaME als Verlierer
Die Analysten halten fest, dass Symbian und Java ME eine immer geringere Rolle im Rennen um die beliebteste Softwarebasis spielen – und die Systeme von Google und Apple in wachsendem Ausmaß bevorzugt würden. Mit jeweils 67 Prozent (Android) und 59 Prozent (iOS) dominieren diese beiden Plattformen in der Gunst der Entwickler. An dritter Stelle folgt das “mobile Web”, gemeint sind mit HTML und JavaScript realisierte, plattformübergreifende Webanwendungen (Web Apps).
Für das kommende Jahr erwarten die Analysten hier jedoch einen interessanten Wandel. Insbesondere Windows Phone würde – dank gut funktionierender Entwicklungswerkzeuge – deutlich in der Gunst der Entwickler aufsteigen. Davon könnte die Plattform auch langfristig profitieren.
Der Report Developer Economics 2011 steht als 60-seitiges PDF kostenfrei per Download zur Verfügung.”
Partner für mobile Couponing
Der Düsseldorfer LBS-Spezialist Gettings ist eine Kooperation mit dem Dortmunder Couponing- und Clearing-Dienstleister acardo technologies im Bereich mobile couponing eingegangen. Nutzern von webfähigen Handys und App-fähigen Smartphones sollen mit den gemeinsam vermarkteten Produkten gezielt in ihrer Umgebung erhältliche Preisvorteil- oder Zugabe-Coupons mobil abrufen und künftig auch im Handel direkt an der Kasse einlösen können. acardo verfügt über die entsprechende Anbindung “an alle wichtigen Kassensysteme des Handels, zusätzliche Hardware wie 2-D Scanner” sind laut Pressemitteilung “nicht erforderlich”.
Auch die Händler sollen von einfachen und sicheren Checkout-Prozessen an der Kasse profitieren: U.a. könnten sie direktes Feedback dazu erhalten, wie viele der mit Coupons beworbenen Produkte tatsächlich verkauft wurden und so den Erfolg der Werbe-Aktionen besser kontrollieren. Die Gettings GmbH ist ein Tochterunternehmen der E-Plus Mobilfunk GmbH & Co.KG. Anteilseigner der acardo technologies AG ist u.a. die börsennotierte Pironet NDH AG. Die Gettings-Lösungen sind derzeit für iOS, Android sowie als Web-App erhältlich.
Web Apps für zahlreiche Endgeräte
Apps gehören die Zukunft. Was seit gestern die Smartphone-Szene und heute die Tablets dominiert, wird morgen auch auf Desktop-PCs, Autos, Media-Player, Fernseher sowie das eine oder andere Haushaltsgerät übergreifen… Weiterlesen auf web-app.de.
Mobile BI Nr. 1: Information Builders
Business-Intelligence (BI)-Anwendungen, die bislang Workstations, PCs und Notebooks mit großen Bildschirmen vorbehalten waren, gelangen zunehmend auch auf mobile Endgeräte, vgl. etwa die hier bereits vorstellten Lösungen von MicroStrategy oder arcplan. Nun stellt auch Information Builders (IB) mit WebFOCUS Mobile BI ein Angebot für Smartphones und Tablets bereit, das “alle bedeutenden Smartphone- und Tablet-Plattformen” unterstützt. Die dazu benötigte Basistechnologie WebFocus Active Technology unterstützt die gerätespezifischen Bildschirmmenüs, Steuerelemente und HTML5 und soll so auf BlackBerry, unter Android betriebenen Smartphones und Tablets sowie unter iOS (iPhone, iPad) eingesetzt werden können. Auf dieser Basis sollen Entwickler “Berichte, Dashboards und Web-Applikationen” selbst erstellen können, die “sich problemlos an die jeweiligen Bedienoberflächen mit Touchscreens etc. anpassen lassen”.
Eine Automatic-Device-Detection-Funktion (vulgo: Browser-Weiche) soll sicherstellen, dass sich die Benutzeroberfläche automatisch an die jeweiligen mobilen Endgeräte und Browser anpasst: beispielsweise mobile Safari oder Opera. Mit den resultierenden Mobile-BI-Lösungen sollen Anwender online wie offline ortsunabhängig Businessinformationen auf ihren mobilen Endgeräten sichten, detailliert analysieren und ändern können. Ermöglicht wird dies laut Pressemitteilung durch eine standardmäßig in einer Applikation eingebettete Analyse-Engine. “Im Gegensatz zu anderen Mobile-BI-Lösungen werden dazu keine zusätzlichen Softwarelizenzen oder ein separater Mobile-Server benötigt”, heißt es weiter. Bedingt durch eine innovative Benutzeroberfläche können die Anwender laut IB mittels einer Chart Engine selbst auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm Grafiken aus den Geschäftsdaten erstellen, ohne auf vorgefertigte Schaubilder angewiesen zu sein. Mit Mobile Faves gibt es auch bereits eine Native App für iPhone u. iPad (Universal App) in Apples App Store.
IB Marktführer bei Mobile BI laut Dresner Report
Das Marktforschungsunternehmen Dresner Advisory Services hat in seiner aktuellen Studie Mobile Business Intelligence zum Einsatz von Business Intelligence auf mobilen Endgeräten das entsprechende Angebot von 20 Anbietern analysiert. Dabei wurde Information Builders u.a. aufgrund der “Unterstützung aller bedeutenden Smartphones und Tablets”, der “nahtlosen Integration in die mobilen Plattformen” und “das umfangreiche Spektrum von BI-Funktionen für mobile Endgeräte” als Marktführer bei Mobile BI eingestuft – auch wenn dies doch wohl sämtlich mehr Kriterien für eine Technologieführerschaft wären.
Dresner Advisory Services ist ein unabhängiges Marktforschungsunternehmen und Analystenhaus. Gründer und Inhaber ist Howard Dresner, ein ehemaliger Gartner-Analyst, der den Begriff “Business Intelligence” in den Neunziger-Jahren populär machte.
USA: 54% mehr mobile Finanz-Services
Die Mobile-Spezialisten von comScore haben Ergebnisse ihres “Mobile Financial Advisor”-Reports veröffentlicht. Danach haben im letzten Quartal des Jahres 2010 29,8 Millionen US-Amerikaner Finanz-Services wie Online Banking, Kreditkarten-Dienstleistungen oder gemakelte Aktien-Geschäfte über ihr mobiles Endgerät getätigt bzw. abgerufen – via native Apps oder Web-Apps. Verglichen mit Q409 stellt dies einen Sprung von 54 Prozent dar.
RIM kauft tinyHippos
Der BlackBerry-Anbieter Research in Motion (RIM) hat das kanadische Startup-Unternehmen tinyHippos übernommen, wie heise.de berichtet: “Es bietet unter anderem eine Plattform namens Ripple an, mit der mobile Softwareumgebungen im Web-Browser emuliert werden können. Dabei werden Frameworks wie Sencha und JQuery Mobile unterstützt. Außerdem haben die akquirierten Mitarbeiter Erfahrungen in der Arbeit an mobilen Widgets und in der Web-Entwicklung, heißt es in einem Eintrag im RIM-Entwickler-Weblog. Das fünfköpfige tinyHippo-Team soll seine Erfahrungen im BlackBerry Developer Team in der Entwicklung und im Testen mobiler Anwendungen einbringen. Der Preis für die Übernahme geht weder aus dem Weblog-Eintrag noch aus einer entsprechenden Mitteilung von tinyHippos hervor.”
Web-App.de: Info-Center zu Native Apps-Alternativen
Noch haben Native Apps im Mobile Business eindeutig die Nase vorn – wenn man sich beispielsweise die Wachstumsraten im Apple App Store u. im Android Market anschaut. Doch die weitestgehend plattformneutralen Web-Applikationen für Smartphones und Tablets sind stark im Kommen begriffen.
Die neue Web-Präsenz Web-App.de will Pro und Contra, Definitionen, Studien, News und Links rund um dieses Zukunftsthema zusammenbringen.
Dies geschieht beispielsweise durch tabellarische Übersichten zu Vor- und Nachteilen von Web-Apps und Native Apps nach den Kriterien: Zielplattformen, Standards, Verfügbarkeit, Zugriff auf Hardware (Sensoren), Datenspeicherung auf dem mobilen Endgerät, Review/Approval Process ja/nein, Monetarisierung, Refinanzierung, Bezahlverfahren, Distribution, Nutzer-/App-Bindung, Interaktion mit App-Nutzer, Aktualisierungen/Updates, Genre-Eignung (App-Kategorien). Überdies werden bereits einige Definitionen rund um das Thema Web-Apps geboten, beispielsweise Rich Internet Application (RIA) oder Webservices. Ein im Aufbau befindlicher News-Bereich wird mit Marktentwicklungen und Produktneuheiten diese neue Darstellung zum Thema Web-Applikationen abrunden.
Übrigens: Auf Wunsch programmiert Glanzkinder Ihnen natürlich auch gerne Ihre Web-App
Glanzkinder in den Medien: IWB 5/11
In ihrer Ausgabe 5/11 veröffentlicht die Internet World Business als Bestandteil von Folge 3 ihrer lesenswerten Serie “Verkaufen über Smartphone-Apps” u.a. auch eine “Marktübersicht: Ausgewählte App-Dienstleister”. (weiterlesen …)
Apps prägen die User Experience – auch in Zukunft
Laut dem IT Marktforschungs- und Analysten-Unternehmen Gartner werden Apps (native und Web-Apps) das Nutzererlebnis auf High-End Mobilgeräten prägen (definiert mit einem Preis von über 300 US-Dollar): Die Mobile Apps werden hiernach 2012 einen Umsatz von über 15,9 Mrd. US-Dollar weltweit erzeugen, wobei hier nur von “end-user spending” durch die Kosten von Paid Apps die Rede ist – die Entwicklungs- und Promotion-Kosten sind hier noch nicht eingerechnet. Auch Hardware-Absätze und vor allem die Werbeausgaben in diesem Bereich werden nach dieser Prognose weiter kräftig wachsen.
Die “Top 10 Consumer App Categories” aus Gartner-Sicht:
- Location-based services (LBS): Gartner geht davon aus, dass bis 2014 1,4 Mrd. Menschen Apps mit LBS Features nutzen werden. Die je nach Kontext bereitgestellten Services sollen künftig in vermehrtem Masse neben Geodaten auch Präferenzen, Geschlecht, Alter und Beruf berücksichtigen – soweit bekannt bzw. freigegeben.
- Social Networking: Die derzeit am schnellsten wachsende App-Kategorie nach Downloads, aber auch nach generiertem Traffic. Von zukünftig stark zunehmender Bedeutung wird die (auch von Mobile-Systemhäusern wie Glanzkinder angebotene) Social Media Integration durch Schnittstellen wie die Facebook Social Graph-API sein.
- Mobile Search: Die nächste Stufe sollen hier laut Gartner Search Apps sein, mit denen man direkt aus der Ergebnisliste heraus komfortabel Aktionen starten kann: Anrufen (heute schon weitgehend realisiert), Reservierung vornehmen, Preise vergleichen, kaufen.
- M-Commerce: Im Verlauf der nächsten zwei Jahre erwarten die Marktforscher die Entstehung von “mobile only”-Funktionalität, beispielsweise der Check-in in einen Webshop (wodurch der Händler informiert wird und reagieren kann) oder die Möglichkeit, Produkte durch die Aufnahme eines Fotos in einen Warenkorb zu übernehmen. Hier sieht Gartner einen eindeutigen zeitlichen Vorsprung für native Apps im Vergleich zu Web-Applikationen, die beispielsweise auf HTML5 beruhen.
- Mobile Payment: Obwohl auf Near Field Communication (NFC) beruhende Bezahlmethoden bereits im laufenden Jahr in mobilen Endgeräten realisiert werden, erwartet Gartner dies nicht vor 2015 im Mainstream, u.a. aufgrund noch bestehender Usability- und Sicherheits-Probleme.
- Context-aware Services: Kontextsensitive pps nutzen Aktivitäten, Vorgeschichte, Vorhaben, Prioritäten etc. eines Nutzers, um proaktiv mobile Dienste anzubieten (vgl. auch 1. LBS).
- Object Recognition (OR): Stets verbesserte Kameras und sonstige Sensorik bei den mobilen Endgeräten der Zukunft werden es erleichtern, die Umgebung des Nutzers (auf Wunsch) zu erkennen und zu bestimmen (vgl. auch 1. LBS) und weitere, hieraus abgeleitete Dienstleistungen zu offerieren.
- Mobile Instant messaging (MIM): Gartner glaubt, dass MIM das steinalte Versprechen der Unified Communication (UC) endlich wahrmachen könnte, in dem IP-basierende Kommunikation wie z. B. Skype alle Kommunikationsstränge integriert (vgl. auch 2. Social Media Integration).
- Mobile E-Mail: Erwartet wird ein Wachstum von 354 Mio. Anwendern 2009 auf 713 Mio. im Jahr 2014.
- Mobile Video: Gerade die größeren Displays aktueller Smartphones sowie Media Tablets sollen das jetzt schon gewaltige Wachstum mobil genutzter Plattformen wie YouTube weiter beschleunigen.
Der vollständige Report “Mobile Insight: Ten Consumer Mobile Applications to Watch in 2012″ kann hier erworben werden.
Event: Google I/O (Developer Conference) 10.-11.05.2011
Die Google I/O soll auch dieses Jahr wieder Entwickler des Google-Imperiums (oder die es werden wollen) zusammenbringen. Zwei Tage lang wird es im Moscone Center in San Francisco auf technischer Ebene um die Themen Android, Chrome, Google APIs, die App Engine und das Google Web Toolkit (ein Framework zur Erstellung von Web-Apps) gehen. 80 Sessions sollen großer fachlichen Vertiefung dienen. Anschauliche Beispiele dürfte die “Developer Sandbox” bereitstellen, bei der über 100 Entwickler ihre Entwicklungen für die Google-Plattformen vorstellen.
Am 09.05. vorgeschaltet ist das I/O BootCamp, das praktische und “Anfänger”-Themen zu allen Plattformen in den Vordergrund stellt.