Studie zur Wirkung von Online-Werbung
Europäische Internetnutzer, die eine Online-Kampagne sehen, suchen mit einer 72 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit die Website des Inserenten auf als solche, die der Werbung nicht ausgesetzt waren. Mit einer um 94 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit starten die Betrachter der Kampagne eine Suchanfrage nach der Marke des Werbenden.
Zu diesen Erkenntnissen kommt eine Studie von comScore, die auf Basis von fast 20 in Europa durchgeführten Untersuchungen die latente “View Through”-Wirkung von Online-Werbung unter die Lupe nimmt. In den USA konnte comScore einen durchschnittlichen Anstieg der Website-Besuche um 49 Prozent und der Suchanfragen nach der Marke um 40 Prozent verzeichnen. Eine Erklärung für die größere Wirksamkeit in Europa seien eine Reihe von Faktoren etwa die unterschiedliche Gestaltung oder auch grundsätzlich unterschiedliche Reaktionen auf Werbestimuli. In Europa zeigte sich zudem in den Studien eine nachhaltige Wirkung auch noch Wochen nach der ersten Begegnung mit der Online-Kampagne.
Die komplette Studie “How Online Advertising Works: Whither the Click in Europe?” gibt es hier zum Download.
via w&v.de
Studie: Display- wichtiger als Suchmaschinen-Werbung?
“Suchmaschinenwerbung hat eine hohe Konversionsrate, Displaywerbung ist weniger effizient”, so lautet ein gängiger Spruch im Online- und Mobile Marketing. Dass das ein Vorurteil sein könnte, hat nach eigener Darstellung jetzt Eyeblaster, ein führender Technologieanbieter integrierter Online-Marketinglösungen, mit einer Analyse von über 1.300 Kampagnen belegt. Die Untersuchung zeigt: Display-Werbung trägt zu 72 Prozent am Konversionserfolg jener Kampagnen bei, in denen Display- und Suchmaschinenwerbung eingesetzt werden. Der Beitrag der Suchmaschinenwerbung hingegen beträgt 28 Prozent.
Der Grund für die unterschiedliche Wirkung der beiden Werbemittel liegt in ihren Aufgaben für den “Purchase Funnel” (Trichter). Das ist der Weg, den Verbraucher vom ersten Interesse (“Awareness”) bis zur Konversion gehen: Displaywerbung weckt von Anfang an das Interesse der Konsumenten und sorgt so dafür, dass sie in den Trichter gelangen. Suchmaschinenwerbung hingegen entfaltet ihre Wirkung erst später, wenn eine Entscheidung naht (“Consideration”).
Untersucht man nun, über welche Werbemittel Verbraucher, die am Ende eine Konversion getätigt haben, in den Trichter gelangt sind, zeigt sich: 72 Prozent davon sahen zuerst Displaywerbung und suchten dann eventuell zu einem viel späteren Zeitpunkt den “Point of Purchase” (PoP) auf, zum Beispiel per Keyword-Suche oder durch den Klick/Tap auf den Banner.
Die Wirkung von Display- und Suchmaschinenwerbung hängt auch davon ab, in welcher Themenumgebung sie stattfindet: Besonders wirkungsvoll ist Displaywerbung in den Bereichen Goverment/Utilities (96%), Entertainment (92%) und Karriere (81%). Suchmaschinenwerbung hingegen ist stark bei News/Media (70%), B2B (68%) sowie Restaurant (56%).
Zum Download der Analyse “Search & Display: Reach Beyond the Keyword” geht es hier.
Studie: optimale Werbewirksamkeit braucht Online u. SEO
Der Werbemarkt ist in Bewegung. Entsprechend der veränderten Mediennutzung, verschieben sich die Budgets von klassischen Kanälen wie TV, Radio oder Druck hin zu Online-Medien. Unternehmen könnten ihre Markenbekanntheit deutlich steigern, wenn sie TV-Werbung und Suchmaschinenmarketing kombinierten. Diesen Schluss zieht der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. in seiner “BVDW TV/Search-Werbewirkungsstudie”. Demnach liege die Steigerungsrate um 41 Prozent höher, als nur mit normaler Fernsehwerbung. Unternehmen würden ohne die parallele Schaltung von Kampagnen im Bereich der Suchwortvermarktung und Suchmaschinenoptimierung die Möglichkeit verschenken, sich gegenüber den Kunden stärker relevant zu präsentieren, so das Fazit der Studien-Herausgeber.
So steige die Markenbekanntheit durch alleinige TV-Werbung um 49 Prozentpunkte. In Kombination mit Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization: SEO) seien es schon 74 Prozent und mit einer Suchwortkampagne (Search Engine Advertizing, z. B. m. Google AdWords: SEA) 80 Prozent. Mit der Kombination aus TV Werbung sowie SEO und SEA würde laut dem Verband die Markenbekanntheit um 91 Prozent steigen.
Für die repräsentative Studie wurden rund 3.000 Internetnutzer im Alter von 18 bis 49 Jahren befragt. Mitherausgebern der Studie ist u.a. die (eprofessional GmbH, Spezialist für die Vermarktung von Werbeflächen sowie die Suchmaschinenoptimierung.
Zur Studie geht es hier
Studie: Ads auf Nachrichtenwebsites wirken besser
Werbung auf Nachrichtenwebsites schneidet bei den Nutzern in Sachen Seriosität und Glaubwürdigkeit besonders gut ab und erzielt damit eine höhere Wirkung als Werbung im Internet allgemein. Dies hat jedenfalls die aktuelle Innofact-Gattungsstudie “Werbewirkung auf Nachrichtenwebsites” ergeben. Im Rahmen dieser Studie wurden mehr als 4.000 Internetnutzer zu ihren Nutzungsgewohnheiten und ihrer Werbewahrnehmung befragt. Onlinewerbung wirkt demnach auf Nachrichtenwebsites um über 80 Prozent seriöser und um rund 60 Prozent glaubwürdiger als auf anderen Websites.
Grundsätzlich stehen Besucher von Nachrichtenwebsites der hier geschalteten Onlinewerbung aufgeschlossener gegenüber als Nutzer von anderen Websites der dortigen Werbung. So sehen auf Nachrichtenseiten fast zwei Drittel von ihnen die Werbung als notwendig an, um das Angebot zu finanzieren. Jeden zweiten stört die Werbung nicht. Im Vergleich dazu: Bei den Nutzern anderer Websites gilt das nur für rund ein Drittel. Unter den Nachrichtensite-Nutzern beurteilt rund ein Drittel Onlinewerbung sogar als sympathisch. Für Marken, die online werben, ein großer Vorteil: Auch sie werden von knapp einem Viertel der Nachrichtensite-Nutzer als besonders seriös wahrgenommen.
Für die vom Onlinevermarkter OMS in Auftrag gegebene Studie wurden im August/September 2009 insgesamt 4.092 Internetnutzer in Deutschland zu ihren Nutzungsgewohnheiten und ihrer Wahrnehmung von Onlinewerbung befragt. Die Befragung erfolgte online über einen Selbstausfüller-Fragebogen. Zwischen der mobilen Nutzung und Zugang via Desktop PC wurde nicht unterschieden.
apprupt mit Affiliate-Netzwerk für App Developer
Wie können iPhone Apps noch gefunden werden bei aktuell über 140.000 Anwendungen im App Store? Eine Frage, die sich sowohl App-Entwickler wie deren Auftraggeber stellen. Eine naheliegende Antwort lautet: Auf dem iPhone selbst, und zwar in einem themenrelevanten Umfeld. Diese Erkenntnis versucht apprupt mit einem interessanten Affiliate-Netzwerk umzusetzen. Die Hamburger Performance Marketing Agentur bündelt Apps zu thematischen Gruppen und bindet diese Apps kostenpflichtig in individuellen Mobile-Stores von reichenweitenstarken Onlineportalen ein. Dabei bevorzugt apprupt iPhone-optimierte Seiten. Zum Start sind die Mobil-Portale von Financial Times Deutschland, Web.de, GMX.de, freenet.de und Men´s Health dabei.
Der App-Entwickler zahlt für jeden – natürlich via iTunes abgewickelten – Download 35 Euro-Cent oder 30 Prozent des Netto-Verkaufspreis. Der Anteil bezieht sich auf die Summe, die der Entwickler von Apple ausbezahlt bekommt, denn hiervon behält Apple weiterhin 30 Prozent ein. Auch der Portal-Betreiber hat Vorteile durch die Integration des Mobile Store: Er bietet seinen Nutzern auf dem iPhone einen Zusatznutzen und erhält von den vermittelten Verkäufen eine höhere Provision als beim üblichen Apple-Affiliate-Partner. Apprupt bietet Entwicklern mit der Performance Analyse bereits ein Tool zum Messen von Werbe- und Marketingsmaßnahmen für deren Apps.
via iphone3g-4free.com
Google kauft mobilen Werbevermarkter AdMob
Google erweitert seine Online-Werbeaktivitäten strategisch im Bereich “Mobile” und übernimmt den US-Spezialisten für mobile Advertising AdMob für rund 750 Millionen US-Dollar. Die Aufsichtsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.
Im Juni 2009 hatte Google bereits den eigenen AdSense-Service für Apps zugänglich gemacht.
Mobile Advertising Guidelines der MMA
Die Mobile Marketing Association (MMA) hat gestern mehrere ihrer Global Mobile Advertising Guidelines aktualisiert. Diese Wissensfundgruben rund um Mobile Marketing wurden u.a. in ff. Punkten überarbeitet: (Werbung in) Mobile Applications; mobile Cross Channel-Werbung; Längenbeschränkungen/-anforderungen bei mobiler Video- bzw. TV-Werbung; Empfehlungen bei Banner-Werbung fürs mobile Internet. Besonders interessant sind beispielsweise die Ausführungen zu Werbung in Apps von “In-App Display” über “Integrated Ads” bis hin zu “Branded/Sponsored Mobile Apps”. Hier geht es zu den nützlichen Ratgebern, die kostenlos heruntergeladen werden können:
Mobile Advertising Guideline
Mobile Advertising Overview
Applications White Paper (Stand 2008).
Reichweiten mobiler Werbeträger
Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) arbeitet an einem System, um künftig Reichweiten von mobilen Werbeträgern (Mobiltelefone inkl. Smartphones) ausweisen zu können, ähnlich wie die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. IVW dies traditionell für Print-Medien tut. Noch Ende des Jahres soll die Erhebungstechnik fertig gestellt sein, so dass im 1. Halbjahr 2010 die “mobile facts” erstmals veröffentlicht werden können. Die Reichweitenmessung soll auf einem sogenannten “Drei-Säulen-Modell” aus 1. Netto-Reichweiten (in Form der Unique Mobile User), 2. Kontaktwerten für Angebote und deren Belegungseinheiten sowie 3. Struktur- und Marktdaten basieren. Dazu will die AGOF Gateway-Daten über anonymisierte Nutzungsvorgänge im mobilen Netz mit einer “pixelbasierten technischen Messung” erheben. Hinzutreten soll eine Erhebung soziodemographischer Daten und eine offline durchgeführte repräsentative Befragung. In Stufe eins werden die Mobile Facts leider nur für mobile Nutzung optimierte Websites erfassen, native Apps und spezielle mobile Dienste sollen erst später integriert werden, wenn überhaupt.
An der vorhergegangenen Pilot-Studie nahmen 59 mobile Werbeträger teil. Aus den Ergebnissen: 60 Prozent der mobilen Nutzer sind männlich, die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen dominiert mit 23 Prozent. Mehr als die Hälfte der Mobile-Nutzer sind laut Pilot-Studie Akademiker. Beliebteste Form der mobilen Internetnutzung ist für mehr als die Hälfte der mobilen Anwender die Kommunikation (52,8%: E-Mail, Blogs, Foren, Twitter etc.), gefolgt vom Abruf von News zum Weltgeschehen (48,4%) und von lokalen Nachrichten (43,0%). Auf den weiteren Plätzen folgen Reiseplanung und -buchung (31,7%) und das Nutzen von Fachdiensten wie etwa Börsennews (31,3%). Etwa 40 Prozent der Nutzer nehmen Werbung bewusst wahr, rund 30 Prozent klicken Mobile-Werbung an oder besuchen später die Website des Werbungtreibenden.
Der ultimative iPhone-Werbespot
Just in case you missed this one: Here’s probably the most hilarious iPhone Clip of all times:
auf YouTube.
Brought to you by Adam Thinks.
Event: Mobile Marketing Forum
Die Mobile Marketing Association (MMA) bestätigte jetzt zwölf der weltweit führenden Markenunternehmen als Referenten des jährlichen Mobile Marketing Forum, das vom 09. bis 10. September in Berlin stattfindet. Mit Unternehmen wie Pepsi, BMW, Deutsche Post, Lufthansa, Nestlé, Sony Ericsson und vielen mehr wird sich die diesjährige Veranstaltung auf das Thema “brand experience” fokussieren.
Anschauliche und interaktive Präsentationen, Fallstudien und Podiumsdiskusisonen von den Wegbereitern des Mobile Marketings sollen veranschaulichen, was Marken von “Mobile” erwarten und welche Praktiken derzeit in Europa und weltweit angewandt werden. Aus dem Programm: “Reaching out to sports fans through mobile media” (Nike); “What is the Coca-Cola global approach to mobile marketing?”; “BMW’s use of mobile as a part of its marketing strategy”; “How Publishers Approach the Mobile Channel” (BBC, hier dürfte auch die App BBCReader Erwähnung finden); “Deutsche Post goes mobile”; “Mobile Advertising Case Studies” (Wunderman).
Durch die teilweise zeitliche Überlappung mit der Internationalen Funkausstellung (IFA) wird der Berliner Event für Mobile Professionals nochmals interessanter. Interessenten, die es dennoch nicht einrichten können, wird hier die Registrierung für ‘interaktive’ – also auch das Stellen von Fragen erlaubende – Live Stream Webcasts angeboten. Der Event wird von der MMA gemeinsam mit Informa Telecoms and Media ausgerichtet. Die Teilnahme kostet von 75 Euro (halbtägiger Webcast) bis zu 2.495 Euro (“Gold Pass” für beide Forumstage).