US-Androiden: Apps vor Mobilem Internet
Smartphone- oder Tablet-Nutzer haben beim Abrufen von beispielsweise E-Mails, News, Wetterprognosen oder auch beim Besuch von Social Networks häufig die Wahl: mobil optimierte Webseite oder fest installierte mobile App? Zumindest was die Nutzungszeit angeht, haben hier die mobilen Apps deutlich die Nase vorn, wie Nielsen herausgefunden hat.
Nielsen Smartphone Analytics ist ein neuer Service der Marktforschungsspezialisten. Über On-Device Meter, die auf “Tausenden von iOS und Android Smartphones installiert sind”, erfasst und analysiert er deren Nutzungsdaten. Hiernach verbringt der durchschnittliche Androidnutzer in den USA täglich 56 Minuten mit dem mobilen Internet und Apps auf seinem Telefon. Zwei Drittel dieser Zeit wird für die Nutzung von mobilen Apps verwendet, gegenüber einem Drittel mobiler Internetanwendungen (was allerdings auch damit zusammenhängen könnte, dass das Gros der Spiele als native App angeboten wird; vgl. aktuell in den Top 5 des deutschen Android Market: Cut the Rope; Doodle Jump und X Construction).
Obwohl bekanntlich mittlerweile über 510.000 Android-Apps zur Verfügung stehen, verteilt sich das Gros der Nutzungszeit auf eine relativ kleine Gruppe: 43 Prozent der Gesamtnutzungsdauer von mobilen Apps von US-Androidnutzern entfällt auf die Top 10 Android Apps und ganze 61 Prozent auf die Top 50 Apps.
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17% d. Deutschen surfen mobil
Zentrales Thema der diesjährigen Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA 2011) ist die mobile Internetnutzung. kress.de hat die zentralen Ergebnisse wie folgt aufgearbeitet: “Aktuell gehen laut ACTA 17% der deutschsprachigen Bevölkerung im Alter von 14 bis 69 Jahren mit Handheld-Geräten wie Smartphones, Tablet-PCs oder anderen mobilen Geräten ins Internet. Das entspricht zehn Millionen Personen – Tendenz steigend. Denn 15% der Bevölkerung, also 7,31 Mio Menschen, wollen ein Smartphone kaufen, 7% einen Tablet-PC (3,41 Mio).

Möglichen Käufern von Telefonen und Tablet-PCs ist die mobile Internetnutzung sehr wichtig: 32% derer, die ein Handy kaufen wollen, 78% derer, die die Anschaffung eines Smartphones beabsichtigen und 39% derer, die sich ein Tablet-PC zulegen wollen, erachten das mobile Internet als wichtige Funktion. In der Studie von 2010 traf dies nur 17% der Handy-Käufer und 60% der Smartphone-Käufer zu.
E-Books sind Nischenthema
Erst 2% der Deutschen besitzen bereits einen Tablet-PC. Auch Lesegeräte für digitale Bücher (E-Books) sind noch eher ein Nischenprodukt: Nur 1,5% besitzen ein E-Book-Lesegerät, 3,0% wollen eines kaufen. Die Besitzer eines E-Book-Lesegeräts sind zu 60% männlich, die potenziellen Käufer mehrheitlich weiblich. Bildungsabschluss, Einkommen, und Technikaffinität sind bei Besitzern und möglichen Käufern überdurchschnittlich.
Mobile Content-Arten
An der Spitze der mobilen Nutzung steht die E-Mail-Kommunikation. 74% der mobilen Internetnutzer schreiben und empfangen E-Mails auf dem Smartphone oder einem anderen Handheld-Gerät. Es folgen die Nutzung von Wetterinformationen (53%) und die Routenplanung (48%). Aktuelle Nachrichten aus der Politik konsumieren 32% mobil, Sportnachrichten 30% und Wirtschaftsmeldungen 20%. 12% der mobilen Internetnutzer lesen Promi-News auf ihrem Handheld-Gerät.
Tablet-Nutzer sind Zeitungsleser
Nutzer von Tablet-PCs informieren sich stärker online und in Zeitungen als die Gesamtbevölkerung (aber vgl. diese, stark abweichende Ergebnisse liefernde GfK-Studie. So antworteten 56% der Tablet-PC-Nutzer auf die Frage, wo sich sich gestern informiert hätten, mit “Zeitung”. In der Gesamtbevölkerung gaben 44% diese Antwort. 52% der Tablet-Nutzer gaben an, sich im Internet informiert zu haben, doch nur 25% der Gesamtbevölkerung.
Kaum Zahlungsbereitschaft
Die Zahlungsbereitschaft für Inhalte ist gering. 47% der Internetnutzer und 37% der mobilen Internetnutzer gaben an, für kein Angebot Geld ausgeben zu wollen. Am ehesten sind Internetnutzer noch dazu bereit, für E-Mail-Dienste zu bezahlen. 30% der Internetnutzer und 36% der mobilen Internetnutzer bejahten dies. Es folgen Nachschlagewerke wie Wikipedia (kostenlos/spendenfinanziert: 17% bzw. 20%), Routenplaner (11% bzw. 13%) und Internettelefonie (11% bzw. 14%). Für Nachrichten wären nur 5% der Internetnutzer und 9% der mobilen Internetnutzer bereit, Geld zu zahlen, für Sportnachrichten lediglich 3% bzw. 5%.
Im Vergleich zur Studie aus dem Vorjahr entwickelte sich die Zahlungsbereitschaft der Deutschen eher rückläufig: Lediglich für Fernsehen via Internet legte sie zu (um 32 Prozentpunkte), interessanterweise ebenso für soziale Netzwerke (um 28 Prozentpunkte). Dagegen sank die Zahlungsbereitschaft für Nachrichten um 6 Prozentpunkte.”
UK: 3 von 5 Top Apps gehören Google
Die GSMA (GSM Association) und comScore haben gemeinsam mit den UK-Carrier-Unternehmen einen Report zur App-Nutzung in Großbritannien veröffentlicht. Diese GSMA Mobile Media Metrics (MMM) enthüllen u.a., dass im April 2011 mit knapp 8,8 Mio. rund 40 Prozent der 21,8 Mio. britischen Mobilfunk-Kunden Apps im Einsatz hatten, die sich mit dem Internet verbinden. Mit 6,4 Mio. Unique Mobile Users (UMU) lag dabei Google Maps weit an der Spitze und erreichte 73,3 Prozent aller Anwender von Mobile Apps. Mit 3,6 Mio. Nutzern kam die Yahoo-Wetter-App auf Rang 2 und Facebook (3,5 Mio:) auf Platz 3 – gefolgt von zwei weiteren Apps aus dem Google-Stall: Google Mobile (Search; 2,6 Mio.) und YouTube (2,4 Mio), was die starke Position der Android-Company Google im Mobile Business belegt. Google Earth lag übrigens auf Platz 18 der Top Charts.
Der Rest der Top 10 liest sich wie folgt: 6. eBay, 7. Sky Sports (Live Football), 8. Yahoo Stocks, 9. WhatsApp Messegner, 10. Sky News. Der vollständige Report beeinhaltet das detaillierte Ranking von Hunderten von Apps und kann als Bestandteil des GSMA MMM Produktportfolios erworben werden, das u.a. monatliche Reports zur Mobilen Internet-Nutzung beeinhaltet.
die ganze Pressemitteilung lesen
GSMA-Partner comScore hat unlängt übrigens mit Device Essentials ein weiteres interessantes Dienstleistungs-Produkt vorgestellt: Dieser Service ermöglicht es laut Anbieter, den Traffic für alle Gerätetypen wie PCs und andere Endgeräte zu messen – einschließlich Mobiltelefonen, Tablet-Computern, MP3-Playern, E-Book-Readern, Spielekonsolen, und anderen Gerätetypen, die eine Internetverbindung haben (Connected Devices). Device Essentials basiert auf comScores weltweiten Unified Digital Measurement (UDM)-Daten, die durch eine Kombination von Panel-/Umfrage-basierten und Server-basierten Methoden ermittelt werden. Für Deutchland wurde beispielsweise folgende aktuelle, aggregierte Aufschlüsselung angegeben: “Handy” (inkl. Smartphone) 58,8%; Tablet 30,3%; “Andere” 10,9 (Handheld-Geräte 8,5% und Gaming Konsolen 2,3%).
MobiLens a): Europäer sind Textmeister
Die Mobil-Spezialisten von comScore haben für eine Sonderausgabe ihrer MobiLens-Reports das Thema Mobile Usage in den Teilmärkten Japan, USA und Europa untersucht. Betrachtet wurden insbesondere der Konsum von mobilem Content, die Rolle von Sozialen Netzwerken sowie demographische Unterschiede. Die Ergebnisse zeigen, dass das “Mobile Behaviour” in den drei Zielmärkten teils stark variiert.
- Beispielsweise sind japanische Mobilnutzer am meisten “connected”: Über 75 Prozent von ihnen nutzen Medien, indem sie mobil browsen, Apps oder anderen Content herunterladen – im Vergleich zu 43,7 Prozent in den USA und 38,5 Prozent in Europa.
- In Japan nutzen 42,3 Prozent der Mobilanwender Apps (Keine Unterscheidung zwischen Web-Applikationen und nativen Apps) – im Vergleich zu 31,1 Prozent in den USA und 24,9 Prozent in Europa.
- Die Europäer lieben Messaging: 81,7 Prozent verfassen und versenden Textnachrichten mobil – im Vergleich zu 66,8 Prozent in den USA und nur 40,1 Prozent in Japan. Die Japaner setzen hingegen mit 54 Prozent mehr auf mobile E-Mail (einschließlich Job-Mail) und die US-Amerikaner auf Instant Messaging (17,2 Prozent).
- Blogs und Soziale Netzwerke werden von 21,3 Prozent der US-Mobilnutzer auch mobil verwendet – im Vergleich zu 17 Prozent in Japan und 14,7 Prozent in Europa.
- In Japan werden mehr Fotos (63%) mit Mobiltelefonen aufgenommen oder damit TV/Video betrachtet (22%), während Europäer lieber Musik hören (24,2%) oder spielen (24,1%).
- Auf vergleichbarem Niveau in den drei Märkten liegt das Abrufen des eigenen Kontostands. Mit 16,1 Prozent werden in Japan fast doppelt so häufig wie in Europa Börsenkurse mobil abgerufen.
- Weitere mobile Highlights sind die Nutzung von Karten/Navigation sowie von Verkehrs- und Wetterberichten.
- Die demographische Analyse erweist den japanischen Markt als ausgeglichener: In den USA greifen 25-34 Jahre alte Mobilnutzer mit 44 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit mobil auf Medien zu als der Durchschnitt. In Europa stellen die 18-24 Jahre alten Nutzer das “always online”-Segment.
- Europa und Vereinigste Staaten zeigen auch größere Geschlechtsabweichungen im Mobilverhalten: In den USA liegen Frauen 9 Prozent unter der männlichen mobilen Mediennutzung, in Europa sogar 16 Prozent .
- Die erfolgreichsten Social Networks in Japan sind Mixi, Gree, Twitter und Mobage Town. In den USA kommen Facebook, MySpace, YouTube und Twitter, in Europa Facebook, YouTube, “MSN” (+ Windows Live + Bing) und Twitter in die Top Four – Twitter schafft es also als einziges in allen drei Märkten in die Spitzengruppe.
28% der Nutzer des Mobile Internet planen Nutzung mindestens 1x wöchentlich

Das jüngste Mobile Consumer Briefing der Mobile Marketing Association (MMA) widmete sich gemeinsam mit Partner Lightspeed Research der mobilen Internet-Nutzung in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.
Aus den Ergebnissen:
- 28% der befragten Anwender gehen davon aus, dass sie im kommenden Jahr das mobile Web mindestens einmal pro Woche oder häufiger nutzen werden.
- Als Top-Themen bei der Nutzung wurden angegeben: Nachrichten, Wetter, Social Networks und mobile Suche.
- Als wichtigster Content in Deutschland wurden Schlagzeilen angegeben (in UK u. Frankreich: Karten/Navigation)
- Durchschnittlich 30% der Nutzer können sich vorstellen, Alerts/Benachrichtigungen auf ihrem obiltelefon zu erhalten, Dabei würden 38% das Format SMS der MMS vorziehen (Push Notifications nicht abgefragt).
- Die populärsten mobilen Zugangsweisen zu Internetseiten sind in allen drei Ländern 1. Mobile Search, 2. Bookmarks, 3. Alerts
- Bullet point
Bestätigt werden die Lightspeed-Ergebnisse vom aktuellen TNS Convergence Monitor von TNS: Hiernach gehen im deutschen Markt heute bereits 21 Prozent der 14- bis 64-Jährigen privaten Handybesitzer mit ihrem mobilen Endgerät auch online – sei es um E-Mails abzurufen oder um im Netz zu surfen. Dies bedeutet gegenüber dem vergangenen Jahr einen Zuwachs von 3 Prozentpunkten. Treiber dieser Entwicklung sind laut Bericht die zunehmende Verbreitung internetfähiger Handys und die sinkenden Kosten für die Datenübertragung.
Aktuell sind es 17 Prozent der Handynutzer, die Gebrauch von der E-Mail-Funktion ihres Mobiltelefons machen, 13 Prozent besuchen Webseiten im Internet. Besonders gerne gehen die 14- 29-Jährigen mobil online: In dieser Altersgruppe sind es 29 Prozent der Handynutzer, die mehr oder weniger häufig mit ihrem Handy im Internet surfen, ihre E-Mails checken oder mobile suchen. Bei den abgerufenen Inhalten ist eine Annäherung des mobilen Surfverhaltens an die stationäre Internetnutzung zu beobachten.
Das Potenzial für die mobile Internetnutzung sei damit aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft: 40 Prozent der Handynutzer besitzen bereits ein Smartphone, nahezu jedes hierorts neu erhältliche Handy ist internetfähig.
iPad-Nutzung: “Frühstück” und “Couchtime” dominieren
Die zum ersten Mal durchgeführte Studie iPad Effects von Tomorrow Focus Media, nach eigenen Angaben einer der größten deutschen Onlinevermarkter, will neue Aufschlüsse zur Nutzung und Akzeptanz von iPad-Angeboten geben. Die Studie bezieht erstmals Daten aus der Befragung innerhalb einer iPad Applikation ein.
Im Tagesverlauf wird das iPad laut iPad Effects vorwiegend in den Morgenstunden sowie ab 20 Uhr zur “Couchtime” genutzt. Unter der Woche spielt die Nutzung des iPhones eine größere Rolle als die iPad-Nutzung, während das iPad verstärkt am Wochenende genutzt wird. Trotzdem nutzen 97 Prozent der befragten iPad-Besitzer ihr iPad täglich.
Das iPad wird vorwiegend privat genutzt. So interpretiert die Erhebung jedenfalls den Umstand, dass 80,2 Prozent der befragten Personen angaben, das iPad zu Hause zu nutzen. Ein Fünftel der Befragten nutzt das iPad auch unterwegs.
Noch kein Buch-Ersatz
Das iPad wird vorwiegend verwendet, um im Internet zu surfen. Das Lesen von Tageszeitungen und Zeitschriften spielt auch eine große Rolle, wohingegen das Lesen von Büchern bisher von untergeordneter Bedeutung ist. Die meistgenutzten Apps stammen mit 38,2 Prozent aus dem Bereich Information. Jeder Fünfte gibt an, Service-Apps für Wetter, Börse oder TV-Programm zu nutzen.
Der Großteil (84 Prozent) der befragten iPad-Nutzer war bereits vor dem Kauf im Besitz mindestens eines Produktes von Apple. Der mit Abstand wichtigste Grund für den Kauf eines iPads ist die Mobilität und Handlichkeit des Geräts. Allein das Markenimage von Apple konnte 15,4 Prozent der Befragten überzeugen. Qualität, Usability und die Bildschirmlesbarkeit sind ebenfalls wichtig.
Abstract der Studie
Millennial Media: Android +338%
Millenial Media, von Microsoft umworbener Spezialist für mobile Werbung und Kampagnen hat den aktuellen Report Mobile Mix veröffentlicht, der auf Mai-Daten beruht. Aus den Ergebnissen:
- Nach Umsatz lagen in den Millennial Media Top Mobile App Channes Apps aus den Kategorien Spiele, Social Networking sowie Wetter vorn.
- 90 Prozent der Entwickler haben – zumindest laut Mobile Mix – im Mai nur für eine Plattform entwickelt (guess which), zehn Prozent für mehrere Plattformen.
- Im US-Markt hatte Smartphone-Anbieter RIM fünf Endgeräte in den Top 20 nach Traffic. Diese sorgten für 12 Prozent aller Mobile Ad Impressions im Millennia-Netzwerk.
- HTC erlebte abermals das stärkste Wachstum aller Gerätehersteller und steigerte sich um 2,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat.
- Im weltweiten Vergleich stiegen Ad Requests von Android-betriebenen Endgeräten um 15 Prozent im Vergleich zu April und um 338 Prozent im Vergleich zum Januar 2010!
Report: Chartsgerangel nach Kategorien
Der jüngste Report der Marktforscher und Mobile App Store-Spezialisten von Distimo widmet sich den Mobile App Stores Apple App Store, BlackBerry App World, Google Android Market, Nokia Ovi Store, Palm App Catalog und Microsoft Windows Marketplace for Mobile. Die Zahlen entstammen der Periode zwischen November 2009 und April 2010. Zentrale Ergebnisse:
- Wenn es eine kostenpflichtige App der Kategorien Spiele, Wirtschaft oder Unterhaltung in die Top 100 ihrer Kategorie oder auch unter “Meistgekauft” geschafft hat, dann bleibt sie in Apples App Store durchschnittlich 39, 59, 38 bzw. 27 Tage. Diese Verweildauer ist bei den besonders hart umkämpften Gratisapps signifikant kürzer: Hier halten sich die Apps im Schnitt nur 21, 39 bzw. 19 Tage in den Top 100 der Charts.
- Im App Store gehört die Mehrzahl der Paid Apps, die im Zeitraum von 0909 bis 0410 in den Top 100 “Meistgekauft” waren, zu den Kategorien Spiele und Unterhaltung.
- Die Mehrzahl der zehn am höchsten in den Charts rangierenden Paid Apps fanden sich im April 2010 in den folgenden Kategorien: Produktivität (Apple App Store for iPad), Spiele (Apple App Store for iPhone), “Themes” (BlackBerry App World), “News & Weather” (Google Android Market), Spiele (Nokia Ovi Store u. Windows Marketplace for Mobile), “Productivity & Utilities” (Palm App Catalog).
Die höchst platzierte Bezahl-App für das iPad im April war Pages, gefolgt von GoodReader for iPad und Pinball HD. Die höchst platzierte kostenlose App fürs iPad im April war iBooks, gefolgt von The Solitaire und Break HD Free.
Registrierung zwecks Download des Reports
2 Mio. iPads in unter 60 Tagen verkauft
Apple gab heute bekannt, dass die iPad-Verkäufe die 2-Millionen-Marke in weniger als 60 Tagen seit Markteinführung am 3. April überschritten haben. Erst am vergangenen Wochenende wurde die Surfflunder in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Italien, Kanada, Schweiz und Spanien ausgeliefert. Im Juli ist Marktstart weiteren neun Ländern erhältlich sein, zusätzliche Nationen folgen im Laufe des Jahres.
Die erfolgreichste App im deutschsprachigen App Store, Abteilung iPad-Apps, war übrigens erstaunlicherweise Weather Pro for iPad der Berliner MeteoGroup. Die App war erst am 27.05. verfügbar geworden und kostet 3,99 Euro.
Aura: Navigation mit 3-4 Dimensionen
Wie hier bereits kurz vorgestellt ist die von Navi-Spezialist Sygic zur CeBIT 2010 angekündigte 3D-Navigation Sygic Aura inzwischen verfügbar. Erstmals nutze diese “die 3D-Beschleunigung des iPhone-Chips, um ein rasant schnelles 3D-Rendering der eingeblendeten Landschaften zu erzielen”, hieß es dazu. Überdies sei eine “location aware social networking app” integriert. Anlaß genug für einen mobileTicker-Praxistest. Dieser fiel erfreulich aus.
Tatsächlich bietet diese Navigations-Software mit einem speziellen Fußgänger-Modus, den Reiseführer-Infos sowie geobasiert dargebotenen, aus Wikipedia stammenden Infos ein so bislang nicht in einer App kombiniertes Funktionalitätsbündel. Aus einer App heraus kann man also navigieren, ortsbezogene Informationen recherchieren, die eigene Position mitteilen, mit Freunden chatten und den Wetterbericht abrufen. Wie bei allen Social Networks macht deren spezielle Funktionalität naturgemäß auch bei Aura noch relativ wenig Spaß, wenn man neu im Netzwerk ist. Dennoch ist dies sicher das erste Navi, das man auch schon mal aufruft, wenn man sich gar nicht lotsen lassen will. Durch einen für Hilfestellung und das Entgegennehmen von Verbesserungsvorschlägen abgestellten Sygic-Mitarbeiter bzw. Avatar, der einen freundlich begrüßt, fühlt man sich ganz zu Beginn gleich nicht mehr so einsam. Außerdem besteht ja die Möglichkeit, sämtliche iPhone-Kontakte zu integrieren, d.h. diesen beispielsweise von Aura die eigenen Koordinaten zumailen zu lassen oder sie zum Chat auffordern. Falls man das wirklich möchte… Wie sich das für ein derartiges Netzwerk gehört, gibt es natürlich “Freunde”, einen Status, Nachrichten und Ereignisse. Restaurants, Hotels, Kneipen o. Ä. lassen sich innerhalb der App bewerten. Die Idee, derartig Navigation und Netzwerk zusammenzubringen, ist einleuchtend und fügt der App gewissermaßen eine weitere “Dimension” hinzu. Doch ob man damit Diensten wie Quype wirklich Konkurrenz machen kann, muss die Zukunft erweisen.
Jetzt schon beurteilbar ist hingegen die integrierte, nützliche Suche nach Restaurants, Hotels, Kneipen etc., welche mit Fotos sowie nützlichen Kontaktinformationen wie Öffnungszeiten, Web-Seiten etc. hinterlegt ist.
Ebenfalls recht ansprechend die durch 3D-Anmutung etwas realistischere Darstellung von Gebäuden, Straßen und Landschaft – das wohl größte Plus von Aura. Ach ja, und Navigieren kann man mit dieser Vielzweck-App natürlich auch: An der sprachgeführten Turn-by-Turn-Navigation (in 20 unterstützten Sprachen) gefällt bereits die beispielsweise im direkten Vergleich zu einem altehrwürdigen Medion GoPal besonders angenehme Klangfarbe von “Doris’” hilfreichen Anweisungen. Auch die Sounds für die Blitzerhinweise und (optionale) Warnung bei Überschreitungen von geltenden Tempolimits klingen erfreulich wenig nach Spielautomat. Der Fahrspur-Assistent überzeugte überwiegend. Im direkten Vergleich zu einem NDrive Navi-App der ersten Generation gewinnt Aura haushoch. Obwohl doch beide Apps den gleichen GPS-Sensor nutzen, hängt sich die Sygic-Lösung fast nie auf (außer bei den durchschlagenden “Netzwerkverbindung verloren”-Fehlerhinweisen, die ja leider jede App einfrieren lassen) und verlor im Test auch nie die Orientierung – ganz im Gegensatz zur häufig aus der Routenführung aussteigenden Vergleichs-App. Ein weiteres Plus ist der eigene Fußgänger-Modus für die City.
Praktisch: Man kann sich zu seiner aktuellen Position sämtliche POIs (Points of interest/Sehenswürdigkeiten) anzeigen lassen. Natürlich weist Aura auf Wunsch den Weg zu allen Kontakten – den zur hinterlegten Stamm-Adresse oder zu einem etwaig aktuell via Aura geposteten.
Nettes Detail: Ein Demo-Modus führt uns auf Wunsch vor Fahrtbeginn in einstellbarem Tempo durch die berechnete Route, die daraufhin noch einmal revidiert werden kann. Auch gut durchdacht: Falls man die letzte Routenansage überhört oder nicht verstanden hat, wiederholt “Doris” sie gerne auf einen Tap auf den großen Pfeil links unten hin. Alle Aktivitäten wie Auto-/Fußgänger-Navigation, POIs anzeigen, POI hinzufügen, Standort mitteilen etc. lassen sich übrigens direkt aus der Karte und ohne Umweg über das Hauptmenu aus aufrufen.
Nicht 100% optimal ist die Platzierung der “Nächste Aktion”-Anzeige gelöst, da diese nicht wie üblich und bewährt ganz oben links sondern hier ganz unten im GUI zu finden ist. Ein deutlicher Kritikpunkt: Der permanente Full Screen-Modus von Aura läßt keinen Raum für die Ladezustandsanzeige des iPhone – fatal bei einer App, die in etwas über einer Stunde den Akku komplett lenzen kann.
Unser Fazit dennoch in Summe: ****
Als iPhone App sind derzeit u.a. ff. Kartenpakete erhältlich: Benelux, “Central Europe” (Österreich, Kroatien, Tschechische Republik, Deutschland, Ungarn, Polen, Slovakei, Slovenien, Schweiz und Liechtenstein), D-A-CH, “Eastern Europe” (Albanien, Weißrussland/Belarus, Bosnien-Herzegovina, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Tschechische Republik, Estland, Ungarn, Mazedonien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slovakei, Slovenien, Türkei und der Ukraine), Frankreich, “Iberia” (Andorra, Gibraltar, Portugal, Spanien), “Italy” (Italien, Malta, San Marino, Vatikan), “Nordics” (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden), UK & Ireland.
Einführungspreis:
Noch bis Ende des Monats, bis zum 31. Mai 2010, werden die Pakete zum Einführungspreis von 34,99 Euro angeboten – danach kosten die Apps jeweils 59,99 Euro. Das getestete und empfehlenswerte D-A-CH-Navi findet sich erstaunlicherweise derzeit nicht in den Top 100 der iTunes-Charts (Navigation/Meistgekauft).
Give-away-Aktion:
Mit freundlicher Unterstützung von Sygic verschenkt mobileTicker einen Promo-Code für Sygic Aura Drive D-A-CH an die/den ersten Leser(in), die/der sich dazu unter klaus at glanzkinder.com meldet und die Frage richtig beantwortet: “Welches unabhängige non-profit-Referenzwerk ist als Wissensquelle in Aura integriert?” Voraussetzung für die Installation der App ist ein US-Account für iTunes. Eine leicht nachvollziehbare Anleitung zu dessen Einrichtung kann auf Wunsch mitgeliefert werden. Einsendeschluss für unser “Preisausschreiben” ist Freitag, der 28. Mai, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.